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Venture-Capital-Gesellschaften beteiligen sich an jungen, innovativen Unternehmen mit sog. Venture Capital (Wagniskapital) und nehmen dabei bewusst Anlaufverluste in den Gründerjahren in Kauf.

Sie stellen unerfahrenen Unternehmensgründern zusätzlich zum Kapital auch ihre Managementerfahrung zur Verfügung. Jungunternehmer greifen oftmals auf Venture Capital zurück, da sie selbst zu wenig Sicherheiten vorweisen können, um z.B. eine Finanzierung über die Hausbank erreichen zu können.

Zwar wird i.d.R. das Kapital unbefristet zur Verfügung gestellt, jedoch erfolgt dies in den meisten Fällen mit der Absicht eines späteren und gewinnbringenden Verkaufs. Die Venture Capital Geber gehen dabei oftmals ein hohes Risiko ein, das jedoch im Umkehrschluss auch mit großen Chancen verbunden ist.

Sie kommt nur für natürliche Personen in Betracht, die nicht selbstständig tätig sind oder zwar selbstständig tätig sind, deren Vermögensverhältnisse aber überschaubar sind und keine Verbindlichkeiten aus Arbeitsverhältnis bestehen. Überschaubar sind die Vermögensverhältnisse dann, wenn weniger als 20 Gläubiger vorhanden sind (s. § 304 InsO).

Das Verbraucherinsolvenzverfahren läuft in 3 Stufen ab: außergerichtliche Schuldenbereinigung, gerichtliche Schuldenbereinigung, vereinfachtes Insolvenzverfahren.

Mit dem vereinfachten Ertragswertverfahren soll für steuerliche Zwecke ein Unternehmen einfach und kostengünstig bewertet werden. Hierzu werden die Vergangenheitsergebnisse mit einem Diskontierungsfaktor multipliziert. 

Der Diskontierungsfaktor wird aus einem vom BMF veröffentlichten Basiszins und einem gesetzlich festgelegten Risikozuschlag von 4,5 % berechnet. Vgl. hierzu auch unseren Blog-Beitrag "Unternehmensbewertung nach dem BewG vs. objektiver Unternehmenswert gem. IDW S 1

Eine Stundung der Verfahrenskosten kommt nach § 4 InsO nur für natürliche Personen in Betracht. Voraussetzung ist zum einen, dass die Person einen Antrag auf Restschuldbefreiung gestellt hat. Weitere Voraussetzung ist, dass das Vermögen der betreffenden Person voraussichtlich nicht ausreicht, um die Kosten des Insolvenzverfahrens zu decken.

Die Folge ist dann, dass diese Kosten bis zur Erteilung der Restschuldbefreiung gestundet werden. Die Stundung ist ausgeschlossen, wenn einer der Versagungsgründe des § 290 Abs. 1 Nr. 1 und 3 InsO vorliegt.

Wenn der Schuldner nach Erteilung der Restschuldbefreiung den gestundeten Betrag nicht zurückzahlen kann, kann das Gericht die Stundung verlängern.

Unternehmen bewerten bedeutet Unternehmen vergleichen. Aus dem Vergleich mit anderen Unternehmen lassen sich Werte ableiten.

Bei der Bestimmung einer adäquaten Peer Group sollte eine weitestgehende Übereinstimmung der operativen Geschäftstätigkeit sowie der Unternehmensgröße angestrebt werden.

Neben diesen grundsätzlichen Anforderungen ist bei der Bewertung immaterieller Vermögenswerte auch darauf zu achten, dass nur solche Unternehmen in die Peer Group einbezogen werden, die zum zu bewertenden Vermögenswert gleichwertige Vermögenswerte bei der Leistungserstellung oder zur Positionierung auf dem Absatzmarkt einsetzen.

Gegebenenfalls können als Peer Group auch solche Unternehmen herangezogen werden, deren Geschäftszweck in unmittelbarem Zusammenhang mit dem zu bewertenden immateriellen Vermögenswert steht. Sind in diesem Sinne vergleichbare börsennotierte Unternehmen nicht verfügbar, kann der vermögenswertspezifische Risikozuschlag hilfsweise auf Basis von Unternehmen der vergleichbaren Branche abgeleitet werden.

Sofern der Vermögenswert eine von der Peer Group abweichende Risikostruktur aufweist, sind Zu- oder Abschläge beim Risikozuschlag vorzunehmen, IDW S 5 Tz. 43.

Relation von Fremdkapital zu Eigenkapital. Durch die Betrachtung der Relation ergeben sich Rückschlüsse auf die Finanzierungsstruktur des Unternehmens. Um eine eindeutige Beurteilung vornehmen zu können, sollten jedoch auch Branchenwerte hinzugezogen werden.

Nach dem Schlusstermin bewilligt das Insolvenzgericht die Schlussverteilung nach dem eingereichten Verteilungsverzeichnis, soweit keine Einwendungen hiergegen erhoben werden.

Hierunter versteht man Schwankungen (Volatilitäten). Gerade im Bereich der Unternehmensbewertung wird man in verschiedenen Bereichen mit Volatilitäten in Berührung gebracht. Zu nennen sind z. B. die im Kapitalisierungszinssatz enthaltenen Faktoren, die Unternehmensergebnisse in der Vergangenheit (im Rahmen der Analyse) und die zukünftigen Unternehmensergebnisse etc.

 

Das Gericht hat die Möglichkeit, neben einem Gutachtenauftrag auch Maßnahmen zur Sicherung der Insolvenzmasse anzuordnen. Typischerweise wird das Gericht in diesen Fällen einen sog. vorläufigen Insolvenzverwalter bestellen. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter hat grds. dafür zu sorgen, dass das Unternehmen, das der Schuldner betreibt, bis zur Entscheidung über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens fortgeführt wird. Eine Unternehmens- und auch eine teilweise Unternehmensstilllegung würden nämlich einen erheblichen Eingriff in die Rechte des Schuldners mit sich bringen, da ihm die Möglichkeit der Fortführung seines ursprünglichen Unternehmens zu einem Zeitpunkt genommen werden würde, in dem noch nicht einmal das Vorliegen eines Insolvenzgrundes feststeht.

Wird in diesem Zusammenhang dem Schuldner ein allgemeines Verfügungsverbot auferlegt, so handelt es sich um einen so genannten starken Insolvenzverwalter. Auf ihn geht dann die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über das Vermögen des Schuldners über. Bestellt das Gericht dagegen einen vorläufiger Insolvenzverwalter, ohne dass dem Schuldner ein allgemeines Verfügungsverbot auferlegt wird, so muss das Gericht die konkreten Pflichten des so genannten schwachen Insolvenzverwalters bestimmen.

Als weitere Maßnahmen zur Sicherung der Insolvenzmasse kommen beispielsweise in Betracht:

Anordnung, dass Verfügungen des Schuldners nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind
Untersagung oder einstweilige Einstellung von Maßnahmen der Zwangsvollstreckung, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind
Anordnung einer vorläufigen Postsperre

Wenn der Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens zulässig ist, muss das Gericht alle Maßnahmen treffen, die erforderlich erscheinen, um bis zur Entscheidung über den Antrag eine für die Gläubiger nachteilige Veränderung der Vermögenslage des Schuldners zu verhüten (s. § 21 Abs. 1 Satz 1 InsO). Dazu kann das Gericht insbesondere einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellen.

Wird in diesem Zusammenhang dem Schuldner ein allgemeines Verfügungsverbot auferlegt, so handelt es sich um einen so genannten starken Insolvenzverwalter. Auf ihn geht dann die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über das Vermögen des Schuldners über ( s. § 21 Abs. 1 Satz 1 InsO).

Bestellt das Gericht dagegen einen vorläufigen Insolvenzverwalter, ohne dass dem Schuldner ein allgemeines Verfügungsverbot auferlegt wird, so muss das Gericht die konkreten Pflichten des so genannten schwachen Insolvenzverwalters bestimmen.

 

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