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Verkauf von Forderungen aus Lieferung und Leistung an einen sog. Factor. Ziel ist es zum einen, Zahlungseingänge vorzeitig realisieren zu können und damit das Ausfallrisiko zu minimieren. Zum anderen ergibt sich ein einmaliger Liquiditätsvorteil, da anstatt des normalen Zahlungsziels eine sofortige Einzahlung durch den Factor erfolgt.

Beim „echten Factoring" übernimmt der Factor dabei das Delkredererisiko, beim „unechten Factoring" übernimmt er es nicht.

The fair value is the amount for which an asset could be exchanged, or a liability settled, between knowledgeable, willing parties in an arm's length transaction. Somit ist der Fair Value der Betrag, zu dem Sachverständige und vertragswillige Parteien unter üblichen Marktbedingungen bereit wären, einen Vermögenswert zu tauschen bzw. eine Verbindlichkeit zu begleichen. Er kann als Marktwert interpretiert werden, Peemöller u.a. Lexikon des Rechnungswesens „Fair Value".

 

Hierbei handelt es sich in der Regel um ein Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen. Die finanzielle Fairness im Bereich der Angebotserstellung soll beachtet werden, damit für den Auftraggeber klar nachvollziehbar ist, wie das Urteil zustande gekommen ist. So sollen z. B. Informationsasymmetrien zwischen Management/Geschäftsführung und Anteilseignern abgebaut werden.

 

Derivate sind Finanzprodukte, deren Preis von zukünftigen Kursen oder Preisen des zugrundeliegenden Instruments (underlying) abhängig ist. Es sind Verträge, bei denen sich die Vertragspartner darauf einigen, Vertragsgegenstände zu vereinbarten Bedingungen in der Zukunft zu kaufen. Terminvereinbarungen und Optionen sind dabei 2 Formen von Finanzderivaten.

Das Floor-Darlehen ist das Gegenteil zum Cap-Darlehen. Im Gegensatz zum Cap-Darlehen, bei dem es einen festgelegten Höchstzinssatz gibt, wird beim Floor-Darlehen eine Untergrenze (Floor) festgelegt. Sinkt der Zinssatz am Kapitalmarkt unterhalb dieses festgelegten Zinssatzes, muss der Kreditnehmer an die Bank Ausgleichszahlungen vornehmen. Er dient also dazu, den Kreditgebern ein festgelegtes Zinsniveau zu sichern und somit Zinsverluste zu unterbinden.

Unter Fördermittel versteht man im Kontext der Unternehmensfinanzierung Finanzierungshilfen des Bundes, der Länder und der Europäischen Union für Investitionen von Unternehmen. Die Förderung kann auf Antrag der Unternehmen bei der Hausbank erfolgen und wird zweckgebunden zugeteilt. Es handelt sich dabei in der Regel um das Hausbankprinzip, d.h. die Fördermittel sind über die Hausbank zu beantragen.

Ein Rechtsanspruch auf die Zuteilung besteht nicht. Vielmehr ist die Gewährung von bestimmten Kriterien abhängig, die das Unternehmen erfüllen muss. Der Antrag auf Fördermittel ist vor Beginn der Investition zu stellen.

Im Bereich der Unternehmensfinanzierung gibt es dabei vor allem die Möglichkeit, an Darlehen mit geringeren Zinssätzen zu gelangen und darüber hinaus kann z.B. auch eine Beteiligungsfinanzierung erreicht werden.

Gerade in den letzten Jahren sind einige Fördermöglichkeiten hinzugekommen. Dadurch bestehen mittlerweile viele verschiedene Module, um gerade den kleinen und mittelständischen Unternehmen mit Finanzierungsmöglichkeiten für Sanierungs-, Festigungs- und Wachstumsfinanzierungen unterstützend zur Seite zu stehen.

Ist die Fortführung des Unternehmens überwiegend wahrscheinlich, sind bei der Bewertung des Schuldnervermögens nicht Liquidationswerte zugrunde zu legen, sondern Fortführungswerte (§ 19 Abs. 2 InsO), sog. going-concern-Werte.

Durch die Änderung des Gesetzes (gilt seit 18.10.2008) ist die Prognoseentscheidung nicht mehr in der Bewertung der Aktiva versteckt, vielmehr findet eine eigenständige Prüfung statt (Karsten Schmidt/ Bitter, Schloz GmbHG, 10. Aufl. 2010 vor §64, RZ. 25). Diese Bewertung ist allerdings mit erheblichen subjektiven Unsicherheiten behaftet. Das prognostische Element wird nicht selten vom "Prinzip Hoffnung" gespeist.

Weiterführende Beiträge hierzu:

Im Rahmen der Abschlussprüfung hat der Kaufmann zu prüfen, ob Gegebenheiten bestehen, die gegen die Fortführung des Unternehmens sprechen. Je nach Ergebnis der Fortführungsprognose kann der Jahresabschluss unter der going-concern-Prämisse oder aber unter Zerschlagungsgesichtspunkten aufgestellt werden.

Ausgehend von den Gesamtumständen des Unternehmens ist eine Prognose anzustellen. Der Zeitraum der Prognose soll sich regelmäßig auf 12 Monate nach dem Bilanzstichtag erstrecken. Bei der Beurteilung sind die Verhältnisse zum Bilanzstichtag maßgebend.

Wertaufhellende Tatschen sind zu berücksichtigen. Dagegen dürfen wertbegründende Tatsachen nicht berücksichtigt werden. Wesentlicher Unterschied zur insolvenzrechtlichen Fortbestehensprognose ist der unterstellte gesetzliche Regelfall. Während die handelsrechtliche Fortführungsprognose die Fortbestehensprämisse als gesetzlichen Regelfall unterstellt, geht die insolvenzrechtliche Fortbestehensprognose vom Zerschlagungsfall aus.

Kommt zum Ansatz, wenn es anstatt zu einer Unternehmenszerschlagung zu einer Fortführung des Unternehmens kommt. Es handelt sich dabei um die Summe aller Teilwerte.

 

Der Insolvenzverwalter ist berechtigt, Vermögensgegenstände aus dem Insolvenzbeschlag freizugeben. Eine Freigabe ist gegenüber dem Schuldner oder dessen Vertreter zu erklären. Rechtsfolge der Freigabe ist, dass der Schuldner wieder die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis des ursprünglich vom Haftungsbeschlag umfassten Vermögensgegenstand erlangt.

Nach erklärter Freigabe kann der Vermögensgegenstand nicht mehr auf Rechnung der Insolvenzmasse genutzt oder verwertet werden. Zur Vermeidung einer persönlichen Haftung wird der Insolvenzverwalter nur solche Gegenstände aus dem Insolvenzbeschlag freigeben, die wertausschöpfend belastet sind oder sofern durch diese Gegenstände Nachteile für die Insolvenzmasse drohen, z. B. ein mit Altlasten kontaminiertes Grundstück.

Seit dem 1.7.2007 hat der Insolvenzverwalter gemäß § 35 Abs. 2 InsO auch die Möglichkeit, eine selbständige Tätigkeit aus dem Insolvenzbeschlag freizugeben. Der Schuldner hat dann die Gläubiger analog § 295 Abs. 2 InsO so zu stellen, als wäre er ein angemessenes Dienstverhältnis eingegangen.

Als Fremdfinanzierung bezeichnet man die Finanzierung mit Fremdkapital. Dieses Fremdkapital wird zeitlich befristet von Dritten zur Verfügung gestellt. Häufigste Form der Fremdfinanzierung sind Bankdarlehen.

Schulden, auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Fremdkapital steht dem Unternehmen im Gegensatz zum Eigenkapital nur zeitlich befristet zur Verfügung. Die Fremdkapitalgeber haben einen Anspruch auf Zins- und Tilgungsleistungen.

Von einem Fungibilitätsabschlag spricht man, wenn die Verkehrsfähigkeit einer Beteiligung be- oder eingeschränkt ist. Die Beteiligung ist nicht oder nur eingeschränkt handelbar, sie ist illiquide (nicht insolvent!). Folge hieraus ist, dass der Erwerbermarkt kleiner wird, weshalb getreu dem Grundsatz „Angebot und Nachfrage" ein Abschlag auf den Beteiligungswert vorgenommen wird.

Besondere Bedeutung hat diese Frage bei der Bewertung von Personengesellschaften und bei vinkulierten („gefesselten") Kapitalgesellschaftsbeteiligungen.

Von einer Funktionsverlagerung spricht man, wenn ein Unternehmen auf ein nahestehendes Unternehmen Chancen, Risiken, Wirtschaftsgüter und Vorteile zu unangemessenen Preisen überträgt. Die Voraussetzungen und Rechtsfolgen sind für das deutsche Steuerrecht in der FverlV geregelt.

S. hierzu auch: Grundsätze grenzüberschreitender Funktionsverlagerung

 

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