Kanzlei Nickert //images.kanzleinickert.de/nickert-logo-fb.jpg KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte und Steuerberater, Offenburg, kompetent in Rechts-, Steuerberatung, Finanz-, Lohnbuchhaltung, spezialisiert auf Branchen Bau, Handel und Industrie. info@kanzlei-nickert.de
Rammersweierstraße 120 77654 Offenburg

kanzlei nickert logo

Glossar Autoren in Unternehmensfinanzierung

mujo-testnico-test

Titel nach Text durchsuchen

Filter löschen

nach Anfangsbuchstaben filtern

AlleABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Hierunter fällt die Abbildung der Wertminderung von Vermögensgegenständen des Anlage- und des Umlaufvermögens. Berücksichtigt werden dabei nicht nur die planmäßigen Abschreibungen von abnutzbaren Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, sondern auch sonstige Wertminderungen und außerplanmäßige Abschreibungen bei den Gegenständen des Umlauf- aber auch des Anlagevermögens.

Die Ursachen für den Abschreibungsbedarf können dabei von der technischen, der wirtschaftlichen oder der rechtlichen Seite kommen. Zu beachten sind auch die unterschiedlichen Vorgehensweisen bzw. zu berücksichtigende Vorgaben. So ergeben sich teilweise Unterschiede zwischen der handelsrechtlichen und der steuerrechtlichen Rechnungslegung.

Aufgeld: Preisaufschlag auf den Nennwert eines Wertpapiers oder Kredits. Wird z.B. eine Aktie zu einem Wert ausgegeben, der über dem Nennwert liegt, wird der Wert um den der Ausgabekurs den Nennwert übersteigt, als Agio bezeichnet. Das Agio ist in die Kapitalrücklage einzustellen.

Im Kreditwesen versteht man unter dem Begriff Akzessorietät die Abhängigkeit einer Sicherheit von der zu sichernden Forderung. Damit erlischt mit der Erledigung der Forderung (Rückführung) auch die verbundene Sicherheit.

Betrachtung des finanziellen Mittelrückflusses nach einer durchgeführten Investition. Die Amortisation ist dann erreicht, wenn die über den Zeitraum zurückgeflossenen Erträge den Investitionsbetrag in Summe übersteigen. Der Zeitraum bis zur Erreichung des Überhangs wird als Amortisationsdauer bezeichnet.

Die Beurteilung/Analyse der Anlagendeckung erfolgt im Rahmen der Bilanzanalyse. Dabei gilt, dass das langfristig zur Verfügung stehende Kapital (Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) das Anlagevermögen übersteigen sollte. Ist dies nicht der Fall, sind im Unternehmen Anlagevermögensgegenstände teilweise kurzfristig finanziert. Dadurch ist die Fristenkongruenz nicht eingehalten und es besteht gegenüber einem positiven Verhältnis eine höhere Risikoeinschätzung.

Die Anlagenintensität ist eine Kennzahl, die das Verhältnis des Anlagevermögens zum Gesamtvermögen (= Bilanzsumme) wiedergibt. Somit gibt sie Auskunft über den Vermögensaufbau. Im Rahmen der Bilanzanalyse geht sie als ein Bestandteil in die Auswertungen mit ein, wenn sie für das zu analysierende Unternehmen mit Berücksichtigung der Branche von wesentlicher Bedeutung ist.

Zu berücksichtigen ist, dass die Kennzahl Anlagenintensität bei Unternehmen mit einem hohen Leasinganteil nicht so aussagekräftig ist bzw. beim Vergleich mit anderen Unternehmen aus der gleichen Branche Vorsicht geboten ist.

Das Anlagevermögen (AV) steht dem Unternehmen langfristig zur Verfügung. Hierunter fallen Vermögensgegenstände wie Grundstücke, Gebäude, Maschinen, Fuhrpark, Software etc. Es beinhaltet somit sowohl materielle (z.B. Maschinen) wie auch immaterielle Vermögensgegenstände (z.B. Software).

Abnutzbare Wirtschaftsgüter unterliegen i.d.R. Wertminderungen und somit planmäßigen Abschreibungen. Nicht abnutzbare Wirtschaftsgüter unterliegen keiner planmäßigen Abschreibung.

Bei beiden Gruppen können jedoch gewisse Umstände zu einem außerordentlichen Abschreibungsbedarf führen. Bei Wegfall dieser Umstände kann allerdings auch eine Wertaufholung erforderlich werden. Dabei sind dann die Anschaffungskosten bzw. die fortgeführten Anschaffungskosten mit Berücksichtigung der planmäßigen Abschreibung als Wertobergrenze zu berücksichtigen. Zur Finanzierung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Punkt Goldene Bilanzregel

Bezeichnet die Differenz zwischen der Rendite, die mit Anleihen mit hoher Ausfallwahrscheinlichkeit erwirtschaftet werden kann und der Rendite, die mit Anleihen mit niedriger Ausfallwahrscheinlichkeit erwirtschaftet werden kann.

Der jährliche Kapitaldienst aus Zins und Tilgung bleibt beim Annuitätendarlehen gleich. Während der Laufzeit sinkt jedoch der Zinsanteil ab und der Tilgungsanteil steigt an. Das Unternehmen kann während der gesamten Laufzeit mit konstanten Liquiditätsbelastungen planen.

Endet die Zinsbindungsfrist eines Darlehens und wird diese erneuert, so spricht man von einer Anschlussfinanzierung. Oft wird auch der Begriff Prolongation verwendet.

Hierbei bezieht das Unternehmen finanzielle Mittel aus externen Quellen. Dies kann sowohl Fremdkapital als auch Eigenkapital sein. Zur Außenfinanzierung in Form von Fremdkapital zählt z.B. die Kreditfinanzierung und in Form von Eigenkapital die Beteiligungsfinanzierung.

Wahrscheinlichkeit, dass eine (Darlehens-)Forderung innerhalb eines bestimmten Zeitraums ausfällt.

Bei einem Bankenkonsortium schließen sich mehrere Banken zusammen, um bestimmte Bankgeschäfte gemeinsam zu realisieren. Dies erfolgt z.B. dann, wenn das Kreditengagement für eine einzelne Bank zu hoch ist, oder wenn durch dieses Kreditengagement bei der Bank Klumpenrisiken entstehen würden. Durch die Verteilung auf mehrere Banken tritt eine Risikominderung ein.

Teilweise wünschen auch die Kreditnehmer die ausdrückliche Einbeziehung von mehreren Banken in die Unternehmensfinanzierung, um nicht von einem einzelnen Kreditinstitut abhängig zu sein.

Siehe Barwert im Glossar Unternehmensbewertung

Basel III bezeichnet das Reformpaket zu den bereits festgelegten Eigenkapitalanforderungen durch Basel II. Verabschiedet wurden diese vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht. Es stellt eine Reaktion auf die offengelegten Schwächen der Finanzkrise dar. Die Banken sind gefordert, die Mindesteigenkapitalanforderungen zu erhöhen, sowie Kapitalpuffer einzuführen. Banken sollen dadurch im Fall einer Krise stabiler und stärker agieren können.

Zuführung von Eigenkapital, wobei die Mittel von außen in das Unternehmen einfließen. Dabei kann die Erweiterung sowohl durch die bisherigen Eigentümer als auch durch neue Investoren erfolgen. Im Rahmen der Unternehmensfinanzierung ist sie ein wichtiger Bestandteil. Durch die Erweiterung der Eigenkapitalbasis ergibt sich eine bessere Eigenkapitalquote und daraus resultierend normalerweise auch ein positiver Effekte auf das Rating.

Kurzfristiger Bankkredit, der in erster Linie zur Finanzierung des laufenden Geschäfts dient. Hierunter fallen vor allem der Kauf von Rohstoffen und Waren sowie der weitere Vorfinanzierungseffekt, bis die Kunden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen begleichen.

Dabei ist zu beachten, dass es von Unternehmen zu Unternehmen Unterschiede gibt. Diese resultieren z.B. aus unterschiedlichenZahlungszielen, saisonalen Schwankungen, Wareneinsatzquoten etc., was bei den Verhandlungen mit den Banken berücksichtigt werden muss.

Die Rückführung erfolgt in der Regel aus dem laufenden Geschäft, also aus den Einzahlungen, die sich aus der Umsatzrealisierung ergeben. I.d.R. wird der Betriebsmittelkredit als Kontokorrent gebucht/geführt.

Bonität/Kreditwürdigkeit: Die Fähigkeit, den notwendigen Kapitaldienst aus Zins- und Tilgungsleistungen erbringen zu können. Durch das Rating, das sich sowohl aus qualitativen als auch quantitativen Faktoren zusammensetzt, wird eine Klassifizierung des Schuldners vorgenommen. Bei einer positiven Einschätzung erhält man normalerweise günstigere Zinskonditionen als Schuldner mit einem schlechten Rating, da die Bank bei schlechten Schuldnern sich das höhere Risiko durch höhere Zinskonditionen ausgleichen lässt.

Diese Finanzierungsform ist eine spezielle Form des Betriebsmittelkredits. Bei dem üblichen Betriebsmittelkredit ist ein Fixbetrag festgelegt. Die Borrowing-Base-Finanzierung ist individuell und ermöglicht eine flexible Kredithöhe. Es handelt sich dabei i.d.R. um eine „atmende Finanzierung", die mit dem Umlaufvermögen besichert ist und sich an dessen Höhe orientiert.

Damit ist eine relativ schnelle Anpassung möglich. Je höher die Sicherheiten, desto höher ist auch die Kreditlinie. Als Sicherheit dient dabei das Umlaufvermögen (UV). Durch die Besicherung durch das UV ist im Gegensatz zu den meist un- oder teilbesicherten Betriebsmittelkrediten häufig mit günstigeren Konditionen zu rechnen. Es handelt sich hierbei um eine relativ moderne Art der Working-Capital-Finanzierung.

Beim Branchenrating wird nicht nur ein Unternehmen, sondern eine gesamte Branche in Ratingkategorien eingeschätzt. Branchenratings werden von speziellen Anbietern durchgeführt. Daneben spielen Branchenratings auch bei der Bonitätsbeurteilung einzelner Unternehmen durch Kreditinstitute eine Rolle.

Bei einer Bürgschaft verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem Kreditgeber des Schuldners, für die Erfüllung der Ansprüche gegen den Schuldner einzustehen. Die Bürgschaft ist eine akzessorische Sicherheit. D.h. die Bürgschaft ist vom Bestehen und Umfang der Hauptschuld anhängig. Wird die Hauptschuld erfüllt, erlischt die Bürgschaft.

Bei einer Cap-Finanzierung handelt es sich um ein Darlehen mit einem variablen Zinssatz. Dieser Zinssatz passt sich dem Zinssatz am Kapitalmarkt an. Damit der Kreditnehmer durch unbeeinflussbare Entwicklungen am Kapitalmarkt nicht in Schwierigkeiten gerät (hoher Zinssatz und daraus resultierende hohe Zinsen), vereinbaren Kreditinstitut und Kreditnehmer einen Höchstzinssatz, den sog. Zinscap. Dieser Zinscap grenzt den Darlehenszins auf ein exakt definiertes Niveau nach oben ab.

Der Cashflow ist der Überschuss der Einzahlungen über die Auszahlungen innerhalb einer bestimmten Abrechnungsperiode. Ermittelt wird der Cashflow entweder direkt aus der Finanzrechnung oder indirekt aus dem Jahresabschluss. Er ist eine wichtige Kenngröße, da durch die Analyse des Cashflows Aussagen über die Innenfinanzierungskraft des Unternehmens getroffen werden können. Somit können die Themen zur Beurteilung der Kapitaldienstfähigkeit, zur Investitionsfähigkeit, zur Ausschüttungsfähigkeit und zu vielem mehr konkreter behandelt werden.

Bei Covenants handelt es sich um zuzügliche Vertragsbedingungen zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer. Der Kreditnehmer verpflichtet sich gegenüber dem Gläubiger, bestimmte Handlungen vorzunehmen, zu unterlassen oder bestimmte Finanzkennzahlen einzuhalten. Ist der Kreditnehmer nicht in der Lage, die Vereinbarung einzuhalten, kann der Kreditgeber den Kredit vor Fälligkeit kündigen bzw. bei entsprechenden Vereinbarungen neue Konditionen verhandeln.

Ein Vorteil für Kreditgeber ist, dass diese Vereinbarungen ihnen die Möglichkeit einräumen, bereits bei einer Verschlechterung der Situation einen Einfluss geltend machen zu können.

Beim Credit- oder Dept-Rating wird ein Unternehmen in Ratingkategorien eingeschätzt. Ziel des Ratings ist es, die Ausfallwahrscheinlichkeit  zu ermitteln. Das Rating hat großen Einfluss darauf, zu welchen Konditionen am Finanzmarkt Finanzierungen erhalten werden können.

Beim CRS-Rating soll auch das nachhaltige Wirtschaften von Unternehmen in sozialer und ökologischer Hinsicht berücksichtigt werden. Da die Anbieter dieser Ratings keine einheitlichen Kriterien für die Ermittlung des Ratings anwenden, können die CRS-Rating-Beurteilungen nur sehr schwer miteinander verglichen werden.

Damnum, Disagio oder Abgeld. Differenz zwischen der Höhe der ausgezahlten Darlehenssumme und der Höhe der Darlehensschuld. Wird in der Regel als Prozentsatz für den Abschlag, als Auszahlungsbetrag oder als Auszahlungskurs angegeben.

Rechtsgeschäft, bei dem ein Kredit- oder Darlehensgeber einem Kredit- oder Darlehensnehmer eine bestimmte Geldsumme zur Verfügung stellt. Der Darlehensnehmer verpflichtet sich, den erhaltenen Betrag zu einem bestimmten Termin oder mehreren Terminen zuzüglich Zinsen zurückzuzahlen.

Vertragliche Vereinbarung: Tausch von Forderungen gegenüber einem schwächelnden Schuldner in eine Beteiligung. Aus dem Blickwinkel des Schuldners wird eine Verbindlichkeit in Eigenkapital getauscht. Der unter Druck geratene Schuldner verbessert durch einen Debt-Equity-Swap zum einen sein Bilanzbild, und sorgt zum anderen für eine bessere Liquiditätssituation, da die Belastung für Zins- und Tilgungsleistungen sinken. Die Investoren gehen ein Risiko ein, da sich die Unternehmen oftmals in einer schwierigen Situation befinden und es durchaus zu einem Totalverlust kommen kann. Auf der anderen Seite ergeben sich bei einem erfolgreichen Turn-Around auch große Chancen.

Als Delkredere bezeichnet man die Garantie für die Zahlungsfähigkeit eines Schuldners. Der Delkrederegeber übernimmt gegenüber dem Gläubiger für den Fall der Zahlungsfähigkeit des Schuldners die Haftung.

Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Assetmangement. Die DVFA hat eine Kommission eingerichtet, die Standards zur Beurteilung der Qualität von Ratingverfahren entwickelt hat, die DVFA-Rating-Standards.

EBIT „earnings before interest and taxes" = „Gewinn vor Zinsen und Steuern". Das EBIT lässt durch seine Zusammensetzung Aussagen zur operativen Ertragskraft eines Unternehmens unabhängig von der Kapitalstruktur zu, da die Zinsen sowie die Steuern dem Jahresüberschuss wieder hinzugerechnet werden. Es handelt sich dabei auch um eine international weit verbreitete Ergebnisgröße.

Das EBITDA „earnings before interest, taxes, depreciation an amortization" beschreibt den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Depreciation ist die Abschreibung von Sachanlagen, Amortization die Abschreibung von immateriellen Vermögensgegenständen). Das EBITDA stellt das Betriebsergebnis ohne Verzerrungen dar.

Als Eigenfinanzierung bezeichnet man alle Finanzierungsmaßnahmen, bei denen dem Unternehmen zusätzliches Eigenkapital zur Verfügung gestellt wird. Dies kann zum einen durch Erhöhung der Einlagen der bereits bestehenden Gesellschafter geschehen sowie durch die Aufnahme neuer Gesellschafter. Des Weiteren gehört zur Eigenfinanzierung die Selbstfinanzierung, d.h. die Einbehaltung/Thesaurierung erzielter Gewinne.

Die Eigenkapitalquote beschreibt das Verhältnis zwischen Eigenkapital und Gesamtkapital. Sie dient im Rahmen der Bilanz-/Finanzierungsanalyse zur Beurteilung der finanziellen Stabilität eines Unternehmens. Durch eine hohe Eigenkapitalquote wird die Kreditwürdigkeit eines Unternehmens verbessert und somit die Möglichkeit, zusätzliches Fremdkapital aufnehmen zu können, erhöht.

Die Eigenkapitalquote kann jedoch nicht isoliert betrachtet werden, um eine Aussage treffen zu können. Es müssen neben weiteren Kennzahlen, die eine Beurteilung der Ertragskraft und der Liquiditätssituation zulassen, z.B. auch Branchendurschnitte hinzugezogen werden.

Die Eigenkapitalrentabilität ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl. Sie beschreibt das Verhältnis von Gewinn zum Eigenkapital. Grundsätzlich gilt, dass diese Kennzahl so positiv wie möglich sein sollte. Jedoch muss bei der Beurteilung auch der Leverage-Effekt beachtet werden.

Eine hohe Eigenkapitalrendite kann z.B. auch durch eine relativ niedrige Eigenkapitalbasis bei hohen Gewinnen erzielt werden. In schlechteren Jahren (Verlustjahren) ist man dann aber u.U. stärker gefährdet, da das vorhandene Eigenkapital schneller aufgezehrt wird.

Eine in der Praxis häufig verwendete Kreditsicherheit. Das Eigentum einer Sache wird erst dann übertragen, wenn der Käufer den vollständigen Kaufpreis bezahlt hat. Bis zu diesem Zeitpunkt erlangt der Käufer lediglich den Besitz an der Sache.

Beim endfälligen Darlehen wird die Darlehensschuld am Ende der Laufzeit zurückbezahlt. Die Belastung während der Laufzeit beschränkt sich lediglich auf die Zinsen. Ein Vorteil daraus ist die niedrigere Liquiditätsbelastung während der Laufzeit. Die Rückführung am Ende der Laufzeit muss berücksichtigt und vom Unternehmen eingeplant werden.

Anders als beim Credit- oder Dept-Rating wird beim Equity-Rating die Wahrscheinlichkeit der Wertsteigerung einer Unternehmensbeteiligung in Ratingkategorien eingeschätzt.

EURIBOR ist die Abkürzung für European Interbank Offered Rate. Es handelt sich um den Zinssatz für Termingelder im Interbankengeschäft, d.h. zu diesem Zinssatz borgen sich die Banken der EU untereinander Geld.

Die Europäische Zentralbank wurde 1998 gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist die gemeinsame Währungsbehörde der Mitgliedsstaaten der Europäischen Währungsunion. Zusammen mit den nationalen Zentralbanken bildet sie das Europäische System der Zentralbanken (ESZB). Sie ist zuständig für die Erarbeitung und Umsetzung der Geldpolitik.

Höhe der Forderung des Kreditgebers gegenüber dem Kreditnehmer zum Zeitpunkt des Forderungsausfalls. Hiervon zu unterscheiden ist der Loss Given Default.

Verkauf von Forderungen aus Lieferung und Leistung an einen sog. Factor. Ziel ist es zum einen, Zahlungseingänge vorzeitig realisieren zu können und damit das Ausfallrisiko zu minimieren. Zum anderen ergibt sich ein einmaliger Liquiditätsvorteil, da anstatt des normalen Zahlungsziels eine sofortige Einzahlung durch den Factor erfolgt.

Beim „echten Factoring" übernimmt der Factor dabei das Delkredererisiko, beim „unechten Factoring" übernimmt er es nicht.

Derivate sind Finanzprodukte, deren Preis von zukünftigen Kursen oder Preisen des zugrundeliegenden Instruments (underlying) abhängig ist. Es sind Verträge, bei denen sich die Vertragspartner darauf einigen, Vertragsgegenstände zu vereinbarten Bedingungen in der Zukunft zu kaufen. Terminvereinbarungen und Optionen sind dabei 2 Formen von Finanzderivaten.

Das Floor-Darlehen ist das Gegenteil zum Cap-Darlehen. Im Gegensatz zum Cap-Darlehen, bei dem es einen festgelegten Höchstzinssatz gibt, wird beim Floor-Darlehen eine Untergrenze (Floor) festgelegt. Sinkt der Zinssatz am Kapitalmarkt unterhalb dieses festgelegten Zinssatzes, muss der Kreditnehmer an die Bank Ausgleichszahlungen vornehmen. Er dient also dazu, den Kreditgebern ein festgelegtes Zinsniveau zu sichern und somit Zinsverluste zu unterbinden.

Unter Fördermittel versteht man im Kontext der Unternehmensfinanzierung Finanzierungshilfen des Bundes, der Länder und der Europäischen Union für Investitionen von Unternehmen. Die Förderung kann auf Antrag der Unternehmen bei der Hausbank erfolgen und wird zweckgebunden zugeteilt. Es handelt sich dabei in der Regel um das Hausbankprinzip, d.h. die Fördermittel sind über die Hausbank zu beantragen.

Ein Rechtsanspruch auf die Zuteilung besteht nicht. Vielmehr ist die Gewährung von bestimmten Kriterien abhängig, die das Unternehmen erfüllen muss. Der Antrag auf Fördermittel ist vor Beginn der Investition zu stellen.

Im Bereich der Unternehmensfinanzierung gibt es dabei vor allem die Möglichkeit, an Darlehen mit geringeren Zinssätzen zu gelangen und darüber hinaus kann z.B. auch eine Beteiligungsfinanzierung erreicht werden.

Gerade in den letzten Jahren sind einige Fördermöglichkeiten hinzugekommen. Dadurch bestehen mittlerweile viele verschiedene Module, um gerade den kleinen und mittelständischen Unternehmen mit Finanzierungsmöglichkeiten für Sanierungs-, Festigungs- und Wachstumsfinanzierungen unterstützend zur Seite zu stehen.

Als Fremdfinanzierung bezeichnet man die Finanzierung mit Fremdkapital. Dieses Fremdkapital wird zeitlich befristet von Dritten zur Verfügung gestellt. Häufigste Form der Fremdfinanzierung sind Bankdarlehen.

Schulden, auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen. Fremdkapital steht dem Unternehmen im Gegensatz zum Eigenkapital nur zeitlich befristet zur Verfügung. Die Fremdkapitalgeber haben einen Anspruch auf Zins- und Tilgungsleistungen.

Hierbei handelt es sich um ein rein schuldrechtliches Kapitalüberlassungsverhältnis. Genussrechte stellen gewinnabhängige Gläubigerrechte dar. Der Inhaber dieser Rechte hat jedoch keine Gesellschafterrechte. Es gibt keine Beschränkungen auf bestimmte Gesellschaftsformen. Da die inhaltliche Ausgestaltung der Genussrechte nicht gesetzlich geregelt ist, kann es daher als eigenkapitalnahes oder fremdkapitalnahes Mezzanine-Instrument ausgestaltet werden.Vertragliche Vereinbarung: Tausch von Forderungen gegenüber einem schwächelnden Schuldner in eine Beteiligung. Aus dem Blickwinkel des Schuldners wird eine Verbindlichkeit in Eigenkapital getauscht. Der unter Druck geratene Schuldner verbessert durch einen Debt-Equity-Swap zum einen sein Bilanzbild, und sorgt zum anderen für eine bessere Liquiditätssituation, da die Belastung für Zins- und Tilgungsleistungen sinken. Die Investoren gehen ein Risiko ein, da sich die Unternehmen oftmals in einer schwierigen Situation befinden und es durchaus zu einem Totalverlust kommen kann. Auf der anderen Seite ergeben sich bei einem erfolgreichen Turn-Around auch große Chancen.

Die Gesamtkapitalrentabilität gibt das Verhältnis von Gewinn und Fremdkapitalzinsen zum Gesamtkapital an. Es zeigt, wie man mit dem im Unternehmen eingesetzten Kapital gewirtschaftet hat. Durch die Berücksichtigung von Eigen- und Fremdkapital ist die Kennzahl sehr aussagekräftig, da sie wiedergibt, wie erfolgreich das Unternehmen mit dem komplett eingesetzten Kapital gewirtschaftet hat.

Ein Geschäftsmodell beschreibt das Grundprinzip, nach dem eine Organisation Werte schafft, vermittelt und erfasst. Letztlich geht es um die modellhafte Darstellung des Geschäfts mit dem Ziel, die Schlüsselfaktoren des Unternehmenserfolgs zu erklären. Gelegentlich wird auch der Begriff Unternehmensvision verwandt. 

Aus dem Geschäftsmodell wird die Unternehmensstrategie abgeleitet, mit welcher das Geschäftsmodell umgesetzt wird.

Bei einem Gesellschafterdarlehen stellen die Gesellschafter ihrem Unternehmen ein Darlehen zur Verbesserung der Finanzsituation zur Verfügung. Zu behandeln sind diese Darlehen wie normale Darlehen, d.h. es bedarf eines Darlehensvertrags mit allen erforderlichen Bestandteilen und Konditionen. Dabei sollte aus steuerlicher Sicht darauf geachtet werden, dass die Darlehensvereinbarungen einem Fremdvergleich standhalten würden – und das Ganze tatsächlich dann auch so gelebt wird.

Die goldene Bilanzregel fordert die Einhaltung der Fristenkongruenz, d.h. langfristig gebundenes Vermögen sollte langfristig finanziert sein. Kurzfristiges Vermögen (Umlaufvermögen) kann hingegen auch kurzfristig finanziert sein. Deckt das Eigenkapital zzgl. dem langfristigen Fremdkapital das Anlagevermögen, ist die Fristenkongruenz gegeben. Darüber hinaus ist bei einem Überhang auch ein gewisser Anteil des kurzfristig zur Verfügung stehenden Vermögens langfristig finanziert, was positiv bewertet wird.

Eine Grundschuld sichert die Zahlung eines Geldbetrags durch ein Recht an einem Grundstück ab. Sie ist nicht akzessorisch und daher flexibler als die Hypothek. D.h. das Bestehen der Forderung ist nicht Voraussetzung für die Entstehung oder den Fortbestand der Grundschuld.

Die Innenfinanzierung wird im Unternehmen durch die Einbehaltung von Gewinnen (Thesaurierung) erreicht. Es handelt sich somit um die Bereitstellung von Kapital aus dem Unternehmen heraus.

Mit Hilfe einer Investitionsrechnung lassen sich die möglichen finanziellen Wirkungen einer geplanten Investition berechnen und dadurch Entscheidungsempfehlungen ableiten. Durch die erzielbare Vergleichbarkeit werden die Investitionsrechnungen sehr häufig im Vorfeld einer Investitionsentscheidung berücksichtigt.

Als mögliche Verfahren kommen dabei z.B. die Kostenvergleichsrechnung, die Gewinnvergleichsrechnung, die Rentabilitätsvergleichsrechnung, die Amortisationsrechnung, die Kapitalwertmethode, die Endwertmethode, die Methode des internen Zinsfußes und die Annuitätenmethode in Betracht.

Dabei ist es in der Regel sinnvoll, 2-3 Verfahren gleichzeitig einzusetzen, da die Verfahren die Vorteilhaftigkeit von Investitionen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten und man durch eine breite Streuung zu einem aussagekräftigeren Ergebnis gelangt.

Initial Public Offering (IPO) ist das erstmalige Angebot der Aktien eines Unternehmens auf dem organisierten Kapitalmarkt (Börse). Ziel dabei ist es, sich Eigenkapital von einem breiten Investorenkreis zu sichern.

Für die Finanzierung des Anlage- und Umlaufvermögens benötigt das Unternehmen Kapital. Der Kapitalbedarf ist in der Finanzplanung ein wichtiger Faktor. Neben der Erstfinanzierung in Gründungsjahren ergibt sich auch aus der weiteren Geschäftstätigkeit oftmals ein weiterer Kapitalbedarf, z.B. um zukunftsweisende Investitionen in Maschinen, Unternehmenskäufe, Geschäftsbauten durchführen zu können oder um Veränderungen im Bereich des Zahlungsverhaltens der Kunden und bei den Lieferanten auffangen zu können. Dies sind neben vielen weiteren Möglichkeiten einige wenige Beispiele.

Das Unternehmen muss durch eine aussagekräftige Liquiditätsplanung ableiten, welchen Kapitalbedarf das Unternehmen zukünftig hat. Bei Anzeichen nach einem Bedarf muss man frühzeitig reagieren bzw. aktiv werden, um die Kapitalzufuhr rechtzeitig gewährleisten zu können.

Als Kapitaldienst bezeichnet man die Belastung eines Kreditnehmers aus einem aufgenommenen Kredit. Er setzt sich zusammen aus der Tilgungsleistung und den anfallenden Zinsen.Zuführung von Eigenkapital, wobei die Mittel von außen in das Unternehmen einfließen. Dabei kann die Erweiterung sowohl durch die bisherigen Eigentümer als auch durch neue Investoren erfolgen. Im Rahmen der Unternehmensfinanzierung ist sie ein wichtiger Bestandteil. Durch die Erweiterung der Eigenkapitalbasis ergibt sich eine bessere Eigenkapitalquote und daraus resultierend normalerweise auch ein positiver Effekte auf das Rating.

Abbildung der Mittelherkunft und der Mittelverwendung der liquiden Mittel. Der Zahlungsstrom setzt sich dabei aus 3 Stufen des Cashflows zusammen: aus dem Cashflow der operativen Tätigkeit, aus dem Cashflow der Investitionstätigkeit und aus dem Cashflow der Finanzierungstätigkeit.

Wie bereits beim Cashflow genannt, gibt es dabei die Ermittlung nach der direkten oder indirekten Methode. Dabei kann sie sowohl in der Vergangenheitsanalyse zum Einsatz kommen als auch bei Planungsrechnungen. Sie bildet durch ihren Aufbau und die dadurch erreichte Übersichtlichkeit eine gute Informationsbasis.

Instrument der kurzfristigen Fremdfinanzierung. Gestattet ein Kreditinstitut einem Unternehmen die Verfügung über ein Konto auch dann ein, wenn das Guthaben zur Regulierung der Verbindlichkeiten nicht ausreicht, so entsteht bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs ein Kredit. Dieser Kredit wird bis zu einer bestimmten Höhe eingeräumt, d.h. das Unternehmen kann sein Konto bis zu einem bestimmten Betrag überziehen. Durch die Abwicklung des Zahlungsverkehrs des Unternehmens entsteht so immer ein wechselseitige Schuld- und Guthabenverhältnis (Kontokorrent).

Unter einem KPI versteht man ein Indikator, der bezogen auf das Unternehmen den künftigen Erfolg anzeigt. Der KPI ist der betriebswirtschaftlichen Auswertung (BWA) und der Bilanz (Jahresabschluss) insoweit überlegen, als er Zukunftsbezug hat.

Beispiel: Wenn in einem Friseursalon die Erträge in der BWA schwinden, ist es möglicherweise schon zu spät. Ursache wird aller Voraussicht nach die Kundenunzufriedenheit der letzten 3-6 Monate gewesen sein. Daher ist ein maßgeblicher KPI die Kundenzufriedenheit.

Die Überlassung von Geldmitteln unter bestimmten Konditionen, u.a. Verzinsung, Zeitpunkt der Rückzahlung und Sicherheiten etc. Man unterscheidet nach Laufzeit kurzfristige (weniger als 12 Monate), mittelfristige (bis zu 4 Jahren) und langfristige (mehr als 4 Jahre) Kredite.

Betrag, bis zu dessen Höhe ein Kredit von Unternehmen oder Privatpersonen in Anspruch genommen werden kann.

Eine durch das Kreditwesengesetz (KWG) festgelegte Zusammenfassung von einzelnen Kreditnehmern mit rechtlicher und/oder wirtschaftlicher Beziehung zueinander. Diese Zusammenfassung wird durchgeführt, da dadurch das gesamte kumulierte Kreditrisiko für das Kreditinstitut sichtbar wird.

Demzufolge soll der Gefahr entgegengewirkt werden, dass wenn einer dieser Kreditnehmer in Zahlungsschwierigkeiten geraten sollte, auch die anderen Kreditnehmer durch die rechtlichen und/oder wirtschaftlichen Beziehungen in Schwierigkeiten geraten könnten und das Institut dadurch gleich mehreren Kreditrisiken gegenüberstehen würde.

Als Kreditsicherheit bezeichnet man Sachen und Rechte, die den Kreditgeber gegen das Ausfallrisiko aus einer Kreditgewährung absichern sollen. Damit versucht der Kreditgeber, das Risiko bei der Kreditvergabe möglichst gering zu halten. Man unterscheidet zwischen Personal- und Sachsicherheiten.

Kreditwesengesetz (KWG). Hauptzweck des Kreditwesengesetzes ist die Sicherung und die Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Kreditwirtschaft. Zudem sollen die Gläubiger vor dem Verlust ihrer Einlagen bei einem Kreditinstitut geschützt werden.

Die L-Bank ist die Staatsbank von Baden-Württemberg. Sie bietet Förderprogramme für Unternehmen, Wohnungsbau, Familien und Kommunen an. Ihren Sitz hat sie in Karlsruhe.

Einschätzung eines Staates in Rating-Kategorien. Das Länderrating wird von speziellen Anbietern erstellt. Die Rating-Bewertung hat – wie beim Branchenrating und beim Credit-Rating oder Dept-Rating – große Auswirkungen darauf, zu welchen Konditionen die bewerteten Staaten am Finanzmarkt Finanzierungen erhalten können, was wiederum enorme finanzwirtschaftliche Auswirkungen haben kann.

Ein Beispiel hierfür sind die Herabstufung der Rating-Bewertung von Mitgliedsländern des Euro-Rettungsschirms und die Folgen, die sich hieraus ergeben.

Unter Leasing versteht man die mittel- bis langfristige Überlassung von Anlagengegenständen gegen Zahlung eines Nutzungsentgeltes. Der benötigte Anlagengegenstand wird also nicht gekauft, sondern gemietet. Man unterscheidet 2 Leasingarten:

Operate-Leasing: Hierbei handelt es sich um normale Mietverträge, kurzfristig vom Leasingnehmer kündbar. Kündigt der Leasingnehmer bereits nach kurzer Zeit, reichen die bezahlten Leasingraten nicht aus, um die Anschaffungs- und Finanzierungskosten beim Leasinggeber zu decken. In diesem Zusammenhang spricht man von Teilamortisierungsverträgen. Das Investitionsrisiko liegt allein beim Leasinggeber.

Financial-Leasing: Hier gibt es eine feste Grundmietzeit, in der nicht gekündigt werden kann. Die vereinbarten Leasingraten reichen aus, um Anschaffungskosten, Finanzierungskosten und Verwaltungskosten zu decken. In diesem Fall spricht man von Vollamortisierungsverträgen. Das Investitionsrisiko liegt voll beim Leasingnehmer.

Von der Notenbank festgelegter Zinssatz für Geld der Zentralbank. Dessen Höhe hat Auswirkungen auf das allgemeine Zinsniveau am Geld- und Kapitalmarkt.

Siehe Leverage-Effekt im Glossar Unternehmensbewertung

Ein kurzfristiger Kredit, den der Lieferant seinen Kunden durch die Einräumung eines Zahlungsziels von z.B. 30-90 Tagen für die Bezahlung seiner Lieferung einräumt.

Die Liquidität 1. Grades gibt das Verhältnis von flüssigen Mitteln zu kurzfristigen Verbindlichkeiten wieder. Sie analysiert stichtagsbezogen, inwieweit ein Unternehmen seine kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen allein aus liquiden Mitteln erfüllen kann.

Beträgt die Deckung 100 %, werden die kurzfristigen Verbindlichkeiten schon durch die vorhandenen liquiden Mittel gedeckt. Die Kennzahl muss jedoch nicht bei 100 Prozent liegen, da den kurzfristigen Verbindlichkeiten auch weitere Positionen des Umlaufvermögens entgegengesetzt werden können, um ein positives Bild zu erreichen.

Die Liquidität 2. Grades gibt das Verhältnis von flüssigen Mitteln zzgl. den kurzfristigen Forderungen zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten wieder. Diese Kennzahl sollte über 100 % liegen, da damit eine relativ sichere Einstufung einhergeht. Jedoch bleibt zu beachten, dass es sich auch bei der Liquidität 2. Grades lediglich um eine Stichtagsbetrachtung handelt. Somit bleibt auch hier der Unsicherheitsfaktor bestehen.

Die Liquidität 3. Grades gibt das Verhältnis von flüssigen Mitteln zzgl. den kurzfristigen Forderungen zzgl. der Vorratspositionen zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten wieder. Diese Kennzahl sollte wie die Liquidität 2. Grades über 100 % bzw. noch höher liegen. Jedoch bleibt zu beachten, dass es sich auch bei der Liquidität 3. Grades lediglich um eine Stichtagsbetrachtung handelt. Somit bleibt auch hier der Unsicherheitsfaktor bestehen.

Der tatsächliche Verlust, der dem Kreditgeber beim Ausfall eines Kreditnehmers entsteht. Der Loss Given Default unterscheidet sich vom Exposure at Default dadurch, dass beim Loss Given Default z.B. noch der Wert von Kreditsicherheiten berücksichtigt wird.

Die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH (mbg) beteiligt sich in der Regel als typisch stiller Gesellschafter mit unternehmensfreundlichen Konditionen an kleinen und mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg. Durch die Förderung der Übergabe und des Erhalts bestehender Unternehmen werden Vielzahl und Vielfalt der KMU erhalten und somit die Anpassung des Wirtschaftsstandorts Baden-Württemberg an den fortschreitenden Strukturwandel langfristig und zielgerichtet unterstützt. Die mbg bietet mittlerweile viele verschiedene Programme zur Unterstützung der Unternehmen an.

Nachrangdarlehen haben die Besonderheit, dass im Fall einer Insolvenz oder Liquidation die Darlehensgeber hinter die Forderungen sämtlicher Fremdkapitalgeber zurücktreten. Dadurch erfüllt das Nachrangdarlehen eine wirtschaftliche Eigenkapitalfunktion. Die Bonität des Unternehmens kann somit gesteigert werden, was zu Folge hat, dass die Aufnahmemöglichkeit weiterer Kredite erleichtert werden kann.

Gleichrangerklärung („im gleichen Schritt"), dabei handelt es sich um eine Vereinbarung in internationalen Anleihebedingungen oder in Kreditverträgen, die die Gleichrangigkeit gegenwärtiger und künftiger unbesicherter Forderungen gegenüber einem Schuldner anstrebt.

Als Private Equity bezeichnet man die Bereitstellung von Eigenkapital an nichtbörsennotierten Unternehmen durch private oder institutionelle Anleger. Ziel dabei ist überwiegend, den Wert der Beteiligung zu steigern und nach ein paar Jahren gewinnbringend weiter zu veräußern.

Beurteilung der zukünftigen Fähigkeit eines Unternehmens, seine Zins- und Tilgungsverpflichtungen termingerecht und vollständig erfüllen zu können. Durch das Rating nimmt der Kreditgeber eine Einschätzung des Risikos, das er mit dem Kreditnehmer eingeht, vor. Es ist eine Einstufung der Unternehmen nach Risikoklassen. Fällt ein Darlehensnehmer in eine höhere Risikoklasse, wird er i.d.R. mit einer höheren Zinsbelastung als bei der Einstufung in einer niedrigeren Klasse rechnen müssen.

Durch die Anwendung eines Sale-and-Lease-Back Geschäfts können im Unternehmen u.U. erhebliche Liquiditätsreserven gehoben werden, z.B. durch den Verkauf von Immobilien und Maschinen und die darauffolgende Anmietung.

So kann das Unternehmen Liquidität aus der eigenen Substanz schöpfen. Je nach Unternehmenssituation kann ein Sale-and-Lease-Back Geschäft von Vorteil sein. Es muss jedoch auf jeden Fall die individuelle Unternehmenssituation berücksichtigt werden, um eine abschließende Beurteilung vornehmen zu können.

Schuldscheindarlehen sind mittel- bis langfristige Großdarlehen, die ein Unternehmer bei großen Kapitalsammelstellen aufnimmt und über die ein sog. Schuldschein ausgestellt wird. Dieser Schuldschein ist kein verbrieftes Darlehen, keine Schuldverschreibung und kein börsenfähiges Wertpapier, sondern dient ausschließlich als Urkunde zur Beweissicherung, mit der der Schuldner das Bestehen der Schuld bestätigt. Besondere Bedeutung kommt dem Schuldscheindarlehen im industriellen Bereich zu.

Die Sicherheitenbewertung bei Kreditinstituten ist eine Kontrollmaßnahme, um das Kreditrisiko zu bewerten. Sicherheiten müssen regelmäßig bewertet werden. Durch dieses Ergebnis lässt sich überprüfen, ob für einen Kredit zusätzliche Sicherheiten hereingenommen oder überschüssige Sicherheiten an den Kreditnehmer zurückgegeben werden können.

Die Bezeichnung stiller Gesellschafter rührt daher, dass diese Person am Handelsgeschäft eines anderen zwar beteiligt ist, jedoch nach außen nicht als Gesellschafter in Erscheinung tritt. Der stille Gesellschafter leistet meist eine Geldeinlage zu Finanzierungszwecken in das Unternehmen und erhält im Gegenzug eine Beteiligung am Unternehmensgewinn.

Die Stundungsvereinbarung ist ein Vertrag zwischen Gläubiger und Schuldner über eine Genehmigung einer außerordentlichen Zahlungspause.

Darlehen mit linearem Tilgungsverlauf. Der Kapitaldienst setzt sich aus der gleichbleibenden Tilgungsleistung und den auf die Restschuld errechneten Zinsen zusammen. Somit nimmt die Zinsbelastung im Zeitablauf kontinuierlich ab, vorausgesetzt, es handelt sich um eine Festzinsvereinbarung.

Das Umlaufvermögen (UV) beinhaltet im Gegensatz zum Anlagevermögen die Vermögensgegenstände, die im Unternehmen eine kurzfristige Verweildauer haben. Das UV gliedert sich in folgende 4 Hauptgruppen: Vorräte, Forderungen, Wertpapiere und flüssige Mittel.

Die Umsatzrentabilität ist eine betriebswirtschaftliche Kennziffer. Sie beschreibt das Verhältnis von Gewinn zu Umsatz. Einen sehr hohen Stellenwert nimmt sie im Bereich der Handelsunternehmen ein. Die Kennzahl zeigt, wie viel das Unternehmen bezogen auf einen Euro Umsatz verdient hat.

Venture-Capital-Gesellschaften beteiligen sich an jungen, innovativen Unternehmen mit sog. Venture Capital (Wagniskapital) und nehmen dabei bewusst Anlaufverluste in den Gründerjahren in Kauf.

Sie stellen unerfahrenen Unternehmensgründern zusätzlich zum Kapital auch ihre Managementerfahrung zur Verfügung. Jungunternehmer greifen oftmals auf Venture Capital zurück, da sie selbst zu wenig Sicherheiten vorweisen können, um z.B. eine Finanzierung über die Hausbank erreichen zu können.

Zwar wird i.d.R. das Kapital unbefristet zur Verfügung gestellt, jedoch erfolgt dies in den meisten Fällen mit der Absicht eines späteren und gewinnbringenden Verkaufs. Die Venture Capital Geber gehen dabei oftmals ein hohes Risiko ein, das jedoch im Umkehrschluss auch mit großen Chancen verbunden ist.

Relation von Fremdkapital zu Eigenkapital. Durch die Betrachtung der Relation ergeben sich Rückschlüsse auf die Finanzierungsstruktur des Unternehmens. Um eine eindeutige Beurteilung vornehmen zu können, sollten jedoch auch Branchenwerte hinzugezogen werden.

Wandelanleihen sind festverzinsliche Anleihen und werden von Aktiengesellschaften ausgegeben. Sie beinhalten neben der Festverzinsung zusätzlich ein Wandlungsrecht für die Anleger. Die Anleger können während der Wandlungsfrist die Wandelanleihe in eine bestimmte Anzahl von Aktien des Unternehmens umtauschen. Nach dem Tausch wird er dadurch zum Aktionär.

Watchlists werden von Ratingagenturen veröffentlicht. Unternehmen oder Staaten, die auf der Watchlist einer Ratingagentur stehen, stehen unter einer besonderen Beobachtung durch die jeweilige Ratingagentur. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Rating eines solchen Unternehmens oder Staates ändert, ist hoch.

Der Zinsdeckungsgrad ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl. Dem EBIT oder dem Cashflow werden die Zinsaufwendungen entgegengesetzt. Durch die Kennzahl können Aussagen zur Schuldentragfähigkeit des Schuldners getroffen werden. Somit kann eine Risikobeurteilung durchgeführt werden.

Zinsswaps gehören zu den Derivaten. Es handelt sich dabei um eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Kunden und der Bank. Eine solche vertragliche Vereinbarung wird z.B. abgeschlossen, um sich gegen die Gefahr aus eventuell steigenden Zinsen aus einer variablen Finanzierung zu schützen.

Durch das Swap-Geschäft erhält man eine Festzinsvereinbarung und damit Kalkulationssicherheit. Bleiben die Zinsen auf einem niedrigeren Niveau, zahlt das Unternehmen mehr. Es muss jedoch in diesem Fall den übersteigenden Zinsbetrag als zu zahlende Versicherungsprämie sehen.

Im umgekehrten Fall und bei steigenden Zinsen über die Festzinsvereinbarung hinweg profitiert das Unternehmen und zahlt weniger Zinsen. Den übersteigenden Part muss der Vertragspartner übernehmen.

 

Die von uns verwendeten Cookies sollen sicherstellen, dass Sie unsere Website optimal genießen können.
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Nutzung dieser Cookies einverstanden. Weitere Informationen zum Datenschutz