Kanzlei Nickert //images.kanzleinickert.de/nickert-logo-fb.jpg KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte und Steuerberater, Offenburg, kompetent in Rechts-, Steuerberatung, Finanz-, Lohnbuchhaltung, spezialisiert auf Branchen Bau, Handel und Industrie. info@kanzlei-nickert.de
Rammersweierstraße 120 77654 Offenburg
Kanzlei Nickert 5 von 5 5 ratings.

kanzlei nickert logo

Glossar Autoren in Unternehmensbewertung

nico-test kuma-test lifr-test

Titel nach Text durchsuchen

Filter löschen

nach Anfangsbuchstaben filtern

AlleABCDEFGHIJKLMNOPQRSTUVWXYZ

Wie eine Unternehmensbewertung konkret und Schritt für Schritt erfolgt, haben wir im Ablauf einer Unternehmensbewertung zusammengefasst.

Auch als APV-Modell oder APV-Verfahren bekannt. Die freien Cashflows werden zunächst unter der Annahme der vollständigen Eigenfinanzierung mit der Renditeerwartung der Eigenkapitalgeber abgezinst (diskontiert).

Im Anschluss daran werden die Auswirkungen der Fremdfinanzierungen berücksichtigt. Durch Abzug des Marktwerts des Fremdkapitals ergibt sich der Marktwert des Eigenkapitals. Gegenüber dem DCF-Verfahren handelt es sich hierbei um eine andere Rechentechnik

Informationssystem zur Verwaltung von Anlagegütern. Welche Anlagegüter sind vorhanden, wo ist ihr Standort, wie sind sie buchhalterisch erfasst, etc. Dadurch besteht eine bessere Informationsbasis für die Steuerung und Überwachung.

Im Rahmen der Unternehmensbewertung werden für Anteilseigner künftig entziehbare Mittel bewertet. Es können aber nur solche Mittel entzogen werden, die gesellschaftsrechtlich und betriebswirtschaftlich entziehbar sind.

Daher muss eine Ausschüttungshypothese aufgestellt bzw. überprüft werden, in der festgelegt ist, welche Teile des Ergebnisses ausgeschüttet werden. Dafür muss insbesondere überprüft werden, ob eine Ausschüttung rechtlich zulässig ist oder z. B. gegen Kapitalerhaltungsvorschriften verstößt.

Ferner muss überprüft werden, ob überhaupt genügend liquide Mittel für eine Ausschüttung vorhanden sind und wenn nein, wie diese z. B. über Darlehensaufnahmen generiert werden können.

Wert der abgezinsten zukünftigen Einnahmen und Ausgaben auf den Bewertungsstichtag. Die Abzinsung erfolgt durch den Diskontierungsfaktor. Durch die Barwertberechnung können verschiedene Zahlungsreihen vergleichbar gemacht werden, um so z. B. verschiedene Investitionsmöglichkeiten miteinander vergleichen zu können.

Der Basiszinssatz ist der Zinssatz für langfristige risikolose Wertpapiere. Früher wurde auf Bundesbankanleihen/Bundesschatzbriefe zurückgegriffen. Heute wird der Wert hauptsächlich nach der Svensson-Methode ermittelt.

Portfolio für das strategische Management. Entwickelt durch die Boston Consulting Group. Zeigt den Zusammenhang aus dem Produktlebenszyklus und der Kostenerfahrungskurve. Durch die „einfache“ Abbildung mit dem relativen Marktanteil auf der X-Achse und des Marktwachstums auf der Y-Achse können die eigenen Geschäftsfelder beurteilt werden, um daraus z. B. Schlussfolgerungen für weitere strategische Überlegungen zu ziehen. Welche Geschäftsfelder sollten z.B. zukünftig stärker in den Fokus rücken oder aus welchen Gebieten sollte man sich eher zurückziehen?

Der Sinn und Zweck des beizulegenden Wertes nach HGB besteht in der Werthaltigkeitskontrolle. Wertminderungen werden dabei nur zum Abschlussstichtag berücksichtigt bzw. erfasst und auch nur dann, wenn sie als voraussichtlich dauerhaft beurteilt werden. Eine detaillierte Wertberechnung wird i.d.R. nur bei begründetem Anlass durchgeführt.

Der einer Beteiligung am Abschlussstichtag beizulegende Wert ist i.d.R. aus dem Ertragswert abzuleiten. Das Ertragswertverfahren ist neben den Discounted-Cash-Flow-Verfahren nach dem IDW S 1 zur Ermittlung des Unternehmenswerts als Zukunftserfolgswert vorgesehen, wobei beide Verfahren auf der gleichen konzeptionellen Grundlage (Kapitalwertkalkül) beruhen und bei gleichen Bewertungsannahmen zu gleichen Unternehmenswerten führen, IDW RS HFA 10 Tz. 3.

Der Beta-Faktor drückt aus, um wie viel eine Aktie gegenüber einem anderen Referenzwert (z.B. DAX) schwankt. Bei einem Beta-Faktor von über 1,0 schwankt daher die Aktie stärker als der DAX, bei einem Betafaktor kleiner 1,0 schwankt der Aktienwert geringer als der DAX.

Die Anlässe für Unternehmensbewertungen können sich im Zusammenhang mit unternehmerischen Initiativen, aus Gründen der externen Rechnungslegung, aus gesellschaftsrechtlichen oder anderen gesetzlichen Vorschriften bzw. vertraglichen Vereinbarungen sowie aus sonstigen Gründen ergeben, IDW S 1 Tz. 8.

 

Der Bewerter kann als unabhängiger Sachverständiger, als Berater, als Schiedsgutachter oder als Prüfer tätig werden. Je nach Funktion variiert sein Auftrag und damit seine Vorgehensweise. Die Funktion ist im Gutachten bzw. Beratungsbericht kenntlich zu machen.

 

Festgelegter Stichtag, auf den sich die Bewertung bezieht. Dieser Stichtag kann sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft liegen. Der Bewertungsstichtag ist wichtig, weil nur Sachverhalte und Gründe, die zu diesem Stichtag bereits angelegt waren, in die Bewertung einfließen dürfen, sog. Wurzeltheorie.

Gegenteil zur Equity-Methode (Eigenkapital-Methode). Im Gegensatz zur Berücksichtigung der reinen Zuflüsse an die Eigenkapitalgeber werden beim Bruttoansatz die kompletten Zahlungsströme an die Eigen- und Fremdkapitalgeber berücksichtigt. Am Ende der Berechnungen wird beim Bruttoansatz vom Gesamtkapital (Marktwerte) der Barwert des Fremdkapitals abgezogen. Dadurch erhält man wie bei der Equity-Methode den Unternehmenswert der Eigentümer.

 

Werte, wie sie in der Handelsbilanz ausgewiesen werden. Mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten bewertete Aktiva und Passiva. Berücksichtigt sind Abschreibungen und Zuschreibungen. In der Praxis kommt es zwischen Buch- und Zeitwerten oftmals zu einer Differenz.

 

Das CAPM ermittelt die Eigenkapitalkosten (als Diskontierungsgröße des Cashflows oder der Erträge) aus einem kapitalmarkttheoretischen Modell. Die Eigenkapitalkosten sind die Summe aus dem Basiszinssatz, einem Zinssatz für langfristige risikolose Wertpapiere, und dem Produkt aus der Marktrisikoprämie sowie einem unternehmensindividuellen Beta-Faktor.

 

Im Rahmen der Unternehmensbewertung wird der gesamte Zukunftserfolg einer Gesellschaft bewertet. Demgegenüber deckt die operative Unternehmensplanung regelmäßig nur eine Detailplanungsphase ab, die nicht mehrere Jahrzehnte bzw. unendlich in die Zukunft reicht. Aus diesem Grund wird im Rahmen der Unternehmensbewertung ein Zwei- oder Mehrphasenmodell gewählt.

In der Detailplanungsphase (1. und gegebenenfalls 2. Phase), in der die Zukunftszahlungsströme greifbar sind, wird detailliert geplant. Am Ende dieser Phase muss das Unternehmen in einem stabilen eingeschwungenen Zustand sein. Daran kann sich dann eine Rentenphase anschließen, in der davon ausgegangen wird, dass sich die Ertragssituation bzw. die Cashflows nicht mehr ändern. Allenfalls eine Korrektur um das prognostizierte Wachstum in der Rentenphase wird noch berücksichtigt.

Anders als das Ertragswertverfahren wird beim Discounted-Cashflow-Verfahren der Cashflow abgezinst und daraus der Unternehmenswert abgeleitet. Es handelt sich beim Discounted-Cashflow-Verfahren um das weltweit gebräuchlichste Verfahren. Die Summe der Barwerte der künftigen Cashflows zuzüglich des nicht betriebsnotwendigen Vermögens bildet den Unternehmensgesamtwert.

Das Discounted-Cashflow-Verfahren unterteilt sich in 3 verschiedene Modelle: das Bruttoverfahren (Entity Ansatz), das Nettoverfahren (Equity Ansatz) und den Adjusted Present Value (APV) Ansatz.

Weiterführende Informationen im Tax- & Law-Blog:

Festgelegter bzw. berechneter Faktor, durch den zukünftige Einnahmen bzw. Ausgaben abgezinst werden. Es handelt sich um eine Größe der Zinseszinsrechnung. Beispielsweise wird dadurch berücksichtigt, dass der Euro, der heute erwirtschaftet wird, zum Bewertungsstichtag einen höheren Wert hat, als der Euro, der in ein, zwei, drei...Jahren verdient wird.

 

Unter einer Due Diligence versteht man die gründliche und detaillierte Beschaffung, Prüfung und Bewertung von Daten/Informationen eines Übernahmekandidaten. Man möchte sich als Interessent ein möglichst genaues Bild über die Situation beim Zielobjekt (Unternehmen) machen. Z. B. auch, um den im Raum stehenden Verkaufspreis rechtfertigen bzw. anzweifeln zu können.

Eine oberflächliche Begutachtung reicht dafür nicht aus. In die Analyse fließen unter anderem die gesellschaftsrechtlichen Gegebenheiten, die steuerlichen Rahmenbedingungen, die Analyse der Unternehmensergebnisse usw. ein.

Teilweise als Klausel in Unternehmenskaufverträgen enthalten. Hierbei handelt es sich um eine erfolgsabhängige Klausel. Falls der bzw. die neuen Eigentümer mit dem Unternehmen die vereinbarten Größen wie z. B. Ergebnisvereinbarungen, Absatzvolumen, etc. erreicht, erhält der Verkäufer nachträglich eine Kaufpreiszahlung.

Findet die Klausel Anwendung, teilt sich der Kaufpreis in den Basiskaufpreis und den Zusatzkaufpreis auf. Trotz der teilweisen schwierigen Überwachung kann die Vereinbarung Sinn machen – gerade in Fällen, in denen die Erwartungen über die zukünftige Ertragskraft des Unternehmens zwischen Käufer und Verkäufer stark auseinander gehen oder wenn sich das Unternehmen aktuell noch in einer Krisensituation befindet und die Zukunft mehr als ungewiss ist.

Alle Vermögensgegenstände im Unternehmen werden aufgezeichnet und addiert. Es werden die einzelnen Bestandteile des Unternehmens bewertet und nicht das Unternehmen als Ganzes. Unterschieden wird noch zwischen Substanzwert mit Reproduktionswerten (Wiederherstellungswert) oder mit Liquidationswerten.

 

Von einem ertragsschwachen Unternehmen spricht man, wenn es die angemessene Eigenkapitalverzinsung zu Marktwerten nicht mehr erwirtschaftet. Die Bewertung eines ertragsschwachen Unternehmens weist Besonderheiten auf, da zunächst einmal die Fortführungsprämisse (going concern) zu prüfen ist. D.h. auch die Bewertungsmethodik steht auf dem Prüfstand.

Im Übrigen ist ein besonderes Augenmerk auf das Erreichen des eingeschwungenen Zustands (terminal value, Rentenphase) zu legen. Nicht selten kommen mehrphasige Modelle zur Anwendung. Auch stellt sich die Frage, ob bei ertragsschwachen Unternehmen unsystematische Risiken aufgrund der Sondersituation zu berücksichtigen sind.

Beim Ertragswertverfahren wird der Zukunftserfolgswert aus den künftig geplanten Erträgen (Gewinnen) abgeleitet. Dabei handelt es sich um das in Deutschland gebräuchlichste Verfahren. Problematisch ist dabei, dass der Ertrag durch die Auswahl von Bewertungswahlrechten beeinflusst werden kann und die Größe Ertrag zunächst nichts darüber aussagt, welche finanziellen Mittel an die Anteileigner ausgeschüttet werden können.

Weiterführende Informationen im Tax- & Law-Blog:

The fair value is the amount for which an asset could be exchanged, or a liability settled, between knowledgeable, willing parties in an arm's length transaction. Somit ist der Fair Value der Betrag, zu dem Sachverständige und vertragswillige Parteien unter üblichen Marktbedingungen bereit wären, einen Vermögenswert zu tauschen bzw. eine Verbindlichkeit zu begleichen. Er kann als Marktwert interpretiert werden, Peemöller u.a. Lexikon des Rechnungswesens „Fair Value".

 

Hierbei handelt es sich in der Regel um ein Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen. Die finanzielle Fairness im Bereich der Angebotserstellung soll beachtet werden, damit für den Auftraggeber klar nachvollziehbar ist, wie das Urteil zustande gekommen ist. So sollen z. B. Informationsasymmetrien zwischen Management/Geschäftsführung und Anteilseignern abgebaut werden.

 

Kommt zum Ansatz, wenn es anstatt zu einer Unternehmenszerschlagung zu einer Fortführung des Unternehmens kommt. Es handelt sich dabei um die Summe aller Teilwerte.

 

Von einem Fungibilitätsabschlag spricht man, wenn die Verkehrsfähigkeit einer Beteiligung be- oder eingeschränkt ist. Die Beteiligung ist nicht oder nur eingeschränkt handelbar, sie ist illiquide (nicht insolvent!). Folge hieraus ist, dass der Erwerbermarkt kleiner wird, weshalb getreu dem Grundsatz „Angebot und Nachfrage" ein Abschlag auf den Beteiligungswert vorgenommen wird.

Besondere Bedeutung hat diese Frage bei der Bewertung von Personengesellschaften und bei vinkulierten („gefesselten") Kapitalgesellschaftsbeteiligungen.

Von einer Funktionsverlagerung spricht man, wenn ein Unternehmen auf ein nahestehendes Unternehmen Chancen, Risiken, Wirtschaftsgüter und Vorteile zu unangemessenen Preisen überträgt. Die Voraussetzungen und Rechtsfolgen sind für das deutsche Steuerrecht in der FverlV geregelt.

S. hierzu auch: Grundsätze grenzüberschreitender Funktionsverlagerung

Der gemeine Wert wird durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsgutes bei einer Veräußerung zu erzielen wäre. Dabei sind alle Umstände, die den Preis beeinflussen, zu berücksichtigen. Ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse sind nicht zu berücksichtigen, § 9 Abs. 2 BewG.

 

Es wird das Unternehmen im Ganzen bewertet und nicht seine Einzelteile und diese Werte aufaddiert. Zu den Gesamtbewertungsverfahren zählen unter anderem das Ertragswertverfahren, das DCF-Verfahren etc.

 

In der Unternehmensbewertung werden von Anteileignern ausschüttbare Zahlungsströme bzw. Erträge bewertet. Da diese regelmäßig erst im Nachhinein, nämlich nach Aufstellung und Feststellung des Jahresabschlusses entziehbar sind, wird also unterstellt, dass die Zahlungsströme des Jahres 1 erst Mitte des Jahres 2 entziehbar sind. Aus diesem Grund wird gelegentlich der Unternehmenswert um dieses halbe Jahr durch den Halbjahreskorrekturfaktor gemindert.

 

Darunter versteht man wertstiftende Sachverhalte oder Eigenschaften, die mangels physischer Substanz nicht körperlich greifbar sind. Heutzutage ist anerkannt, dass immaterielles Vermögen höhere Renditen aufzeigt als körperliches Vermögen. Damit gehen aber auch höhere Risiken und Besonderheiten bei der Bewertung einher. Für das deutsche Recht haben die Wirtschaftsprüfer im IDW S 5 einen Standard zur Bewertung gesetzt.

S. hierzu auch: Whitepaper: Aktivierung von immateriellen Vermögensgegenständen zur Erhöhung der Eigenkapitalquote

Niederstwerttest im Bereich des Anlagevermögens (Geschäfts- oder Firmenwert). Dabei wird der Buchwert eines Vermögenswertes dem Betrag gegenübergestellt, der mit ihm noch erzielt werden könnte. Wenn der Buchwert größer ist, liegt eine Wertminderung vor.

Der Wert eines Vermögenswerts ergibt sich aus der Summe der Barwerte der künftig erzielbaren Cashflows zum Bewertungsstichtag (Discounted Cash Flow), die aus der Nutzung des immateriellen Vermögenswerts während der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer und ggf. aus dem Abgang generiert werden. Als zentrale Aufgabe der Bewertung ergeben sich somit die Prognose der bewertungsrelevanten Cashflows sowie die Ableitung des Risikos des betreffenden immateriellen Vermögenswerts widerspiegelnden Kapitalisierungszinssatzes/Kapitalkostensatzes, vgl. IDW S 5 Rz. 23.

 

Von KMU spricht man, wenn diese weniger als 250 Arbeitskräfte und einen Vorjahresumsatz i. H. v. max. 50 Mio. € oder eine Vorjahresbilanzsumme i.H.v. max. 43 Mio. € aufweisen und die nicht zu 25 % oder mehr des Kapitals oder der Stimmanteile im Besitz eines oder mehrerer Unternehmen gemeinsam stehen, die die KMU-Definition nicht erfüllen. Alle 3 Kriterien müssen gleichzeitig erfüllt sein. Die Definitionen zu KMU sind im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

 

Im Rahmen der Bewertung von kleinen und mittelständischen Unternehmen müssen gegenüber der Bewertung von großen Unternehmen weitere Faktoren berücksichtigt werden. Oftmals herrscht bei kleineren Unternehmen eine größere Abhängigkeit von einigen wenigen Lieferanten und/oder Kunden.

Des Weiteren ist ihr Produktprogramm häufig nicht in der Form ausgebreitet, wie dies bei größeren Unternehmen der Fall ist. Durch das dadurch erhöhte Risiko wird bei KMUs in der Regel ein Wertabschlag im Rahmen der Unternehmensbewertung berücksichtigt.

Das Bewertungsobjekt wird mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Letztlich werden die Opportunitätskosten einer Anschaffung oder Herstellung ermittelt und als Wert angesetzt.

 

Hebelwirkung im Finanzierungsbereich. Ein positiver Leverage-Effekt liegt vor, wenn die Gesamtkapitalrentabilität über den Zinssätzen im Fremdfinanzierungsbereich liegt. Dies bedeutet, dass durch die weitere Aufnahme von Fremdkapital ein höherer Gewinn erwirtschaftet werden kann. Eine Gefahr besteht in Zeiten, in denen die Gesamtkapitalrentabilität unter den Fremdkapitalzinsen liegt, da sich dann der positive Leverage-Effekt ins Negative dreht.

 

Liquidationswert ist derjenige Wert, der nach Abzug aller Liquidationskosten bei der Zerschlagung des Unternehmens erzielt wird. Der Wert entspricht also der Summe der Einzelveräußerungswerte abzüglich der Einzelveräußerungskosten (einschließlich Steuern).

 

Gesucht ist beim marktorientierten Ansatz ein Marktpreis. Der Ansatz kann nur erfolgen, soweit sich die beobachteten Marktpreise auf hinreichend vergleichbare Vermögenswerte beziehen. Ferner muss es sich um einen aktiven Markt handeln.

 

Die Marktrisikoprämie ist derjenige Prozentsatz, den ein Eigenkapitalgeber zusätzlich zum Zinssatz einer sicheren langfristigen Wertpapieranlage verlangt, um das Risiko einer Unternehmensbeteiligung abzudecken. Sie wird aus empirischen Daten abgeleitet, indem von typischen Aktienrenditen die Zinsen für sichere und langfristige Anlagen abgezogen werden.

 

Beim Multiplikatorenverfahren wird der Unternehmenswert aus Bezugsgrößen abgeleitet, die mit einem Multiplikator vervielfacht werden. Dabei wird zwischen Entity Multiples und Equity Multiples unterschieden.

Die Entity Multiples zeigen den Wert des Gesamtkapitals auf. Von diesem Gesamtwert müssen noch die Verbindlichkeiten abgezogen werden, um auf den Wert des Eigenkapitals (Unternehmenswert) zu gelangen. Demgegenüber führen Equity Multiples direkt zu dem Wert des Eigenkapitals.

Das Tax-CAPM (Nachsteuer-CAPM) geht von der Annahme aus, dass sich Anleger in ihren Investitionsentscheidungen an den erwarteten Nachsteuerrenditen orientieren, und berücksichtigt bei der Ermittlung der Marktrisikoprämie zusätzlich die unterschiedliche Steuerbelastung von Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen.

 

Im Gegensatz zum Bruttoansatz werden beim Nettoansatz nur die zufließenden Zahlungen an die Eigenkapitalgeber berücksichtigt. Dadurch gelangt man direkt zum Unternehmenswert der Eigentümer.

 

Dabei handelt es sich um Bereiche im Anlage- und Umlaufvermögen, die nicht dem eigentlichen Betriebszweck dienen. Das Unternehmen könnte auch ohne dieses nicht betriebsnotwendige Vermögen seinem eigentlichen Zweck der Leistungserstellung nachgehen.

Nicht betriebsnotwendig sind unter Umständen nicht benötigte Grundstücke, kleinere Finanzanlagen an fremden Unternehmen, Reservemaschinen etc. Eine genaue Abgrenzung muss im Einzelfall erfolgen.

Der objektivierte Unternehmenswert berücksichtigt anlassbezogene Typisierungen, indem die persönlichen Steuern auf der Ebene der Anteilseigner je nach Bewertungsanlass berücksichtigt werden. Er ist aber von den persönlichen Vorstellungen der Betroffenen (subjektiver Wert) abstrahiert. Es erfolgt also eine Typisierung je nach unternehmerischer Initiative.

 

Nicht real entstandene Kosten, die sich durch eine entgangene Nutzungsmöglichkeit knapper Ressourcen, z. B. einem entgangenen Gewinn oder einer entgangenen Zahlung aufgrund einer alternativen Verwendung ergeben, Ottmar Schneck Lexikon Wirtschaft „Opportunitätskosten".

 

Von einem Paketzuschlag spricht man, wenn die Höhe der Beteiligung ermöglicht, auf die Geschäftspolitik Einfluss zu nehmen und deshalb ein Zuschlag zum Beteiligungswert bezahlt wird.

 

Plausible Unmöglichkeiten sollten unplausiblen Möglichkeiten vorgezogen werden, Aristoteles. Eine Unternehmensplanung kann ex ante nie absolut richtig oder falsch ein. Es handelt sich immer um eine Schätzung der Zukunftsentwicklung. Allerdings gibt es Grundsätze und Regeln, die für eine Planung berücksichtigt werden müssen. Werden diese Regeln und Grundsätze eingehalten ist die Planung nachvollziehbar, begreifbar, überzeugend und damit eben plausibel. Im Rahmen einer Unternehmensbewertung darf eine vorliegende Unternehmensplanung nur auf diese Plausibilität untersucht werden.

 

Von Michael E. Porter entwickeltes Hilfsmittel zur Strategieanalyse. Die Ergebnisse dieser Analyse fließen in der Praxis oftmals in die SWOT-Analyse ein. Analysiert werden dabei die Bereiche, die von extern auf das Unternehmen einwirken. Zu nennen sind: „Die Rivalität unter den bestehenden Wettbewerbern", „Die Bedrohung durch neue Anbieter", „Die Verhandlungsstärke der Lieferanten", „Die Verhandlungsstärke der Abnehmer" sowie die „Bedrohung durch Ersatzprodukte".

Siehe hierzu auch:

Unter dem terminal value versteht man den Wertbeitrag zum Gesamtunternehmenswert, der nach Beendigung der Detailplanungsphase anfallen wird. Bei der Rentenphase wird das letzte Planjahr in die weitere Zukunft fortgeschrieben.

Eventuell ist für die Rentenphase ein Wachstumsabschlag zu berücksichtigen. Dieser Wachstumsabschlag ist für zukünftige Preis- und/oder Mengenänderungen zu berücksichtigen. Der Anteil am Unternehmenswert, der aus der Rentenphase resultiert, nimmt in der Regel einen erheblichen Anteil am Gesamtwert des Unternehmens ein.

Auch Marktrisiko genannt. Risiken die sich z. B. durch inflationäre Entwicklungen ergeben können, durch die Auswirkungen von politischen Entscheidungen, Naturkatastrophen etc. Deshalb ist die Beta-Faktoren-Ermittlung wichtig, da durch den Beta-Faktor der Grad der Abhängigkeit eines Unternehmens im Bereich des systematischen Risikos angegeben werden kann. Das systematische Risiko wird bei der Unternehmensbewertung berücksichtigt.

 

Dabei handelt es sich um das im Unternehmen innewohnende Risiko, z. B. durch Managementfehler. Das unsystematische Risiko bezieht sich in der Regel speziell auf die durchzuführende Investition. Dieses Risiko kann z. B. durch die Beimischung weiterer Investitionen „wegdiversifiziert" bzw. so gut wie irgendwie möglich verringert werden (Portfolio-Optimierung).

 

In der Praxis werden im Rahmen von Unternehmensbewertungsprojekten äußerst selten die positiven Auswirkungen von Synergieeffekten berücksichtigt. Obwohl dies unter Umständen von Bedeutung sein könnte. Die Vorteilhaftigkeit von Synergien in Zahlen auszudrücken ist jedoch nicht einfach. Deshalb wird oftmals vom Stand-alone-Ansatz ausgegangen.

Die positive Berücksichtigung im Unternehmenswert kann dann eventuell durch Kaufpreiszuschläge erfolgen. Diskussionen über den Zuschlag sind schon des Öfteren zu beobachten gewesen und die Bedenken gegenüber der tatsächlichen Realisierbarkeit von positiven Synergien wird daraus ersichtlich.

Bei dem Stuttgarter Verfahren handelte es sich um eine Methode zur Schätzung des gemeinen Werts von Anteilen an nicht börsennotierten Kapitalgesellschaften im Rahmen der deutschen Vermögens-, Erbschaft- und Schenkungssteuer. Es handelt sich um ein Mischverfahren das den Unternehmenswert aus der Vermögenssubstanz und dem Ertrag ableitet.

 

Beim subjektiven Wert wird ein Unternehmen oder ein Vermögensgegenstand (asset) unter Berücksichtigung der Vorstellungen der beteiligten Partei ermittelt. Dabei dürfen insbesondere Synergien oder bestehende Verhältnisse der Partei berücksichtigt werden. Insbesondere die Grenzpreisberechnung spielt dabei ein große Rolle (für welchen Preis lohnt sich der Erwerb des Unternehmens A für mich gerade noch?).

 

Entspricht dem Geldwert, der aufgewendet werden müsste, um das zu bewertende Unternehmen in gleicher Art und Weise zu errichten. Der Wert entspricht der Addition aller Vermögensgegenstände – bewertet zu Tageswerten. Durch Abzug des zu berücksichtigenden Fremdkapitals gelangt man zum Reinvermögen.

 

Ermittlung des Basiszinssatzes – Schätzung der Zinsstrukturkurve für hypothetische Zerobonds (Methode der Deutschen Bundesbank). Durch die bereitgestellten Informationen auf der Seite der Deutschen Bundesbank lässt sich die Zinsstrukturkurve anhand der aktuell verfügbaren Daten bestimmen.

Die SWOT-Analyse bezieht sich auf unternehmensinterne und unternehmensexterne Analysebereiche. Dabei erfolgt eine Begutachtung der Stärken (Strenghts), der Schwächen (Weaknesses), der Chancen (Opportunities) und der Risiken (Threats). Durch den Einsatz der SWOT-Analyse kann eine gezielte und aussagekräftige Unternehmensanalyse durchgeführt werden.

Siehe hierzu auch:

Steht für den Anteil am Unternehmenswert, den Schulden und dadurch Fremdkapitalzinsen sowie steuerliche Verlustvorträge einnehmen. Die genannten Faktoren wirken sich i.d.R. steuermindernd aus. Deshalb wirken sie sich positiv auf den Unternehmenswert aus, obwohl ihr Charakter an sich negativ ist.

Heutzutage werden Unternehmen nach den zu erwartenden Erträgen oder Cashflows bewertet. Für das Gewesene zahlt der Kaufmann nichts. Dementsprechend muss eine Unternehmensplanung erstellt werden, um einen Unternehmenswert abzuleiten.

Üblich ist heutzutage eine integrierte Planung. In dieser wird neben den Erträgen auch die Bilanzentwicklung geplant. Aus diesen beiden Rechenwerken, die miteinander verknüpft sind, leitet sich unter Zuhilfenahme von weiteren Planungsprämissen die Liquiditätsplanung ab.

Siehe hierzu auch:

Mit dem vereinfachten Ertragswertverfahren soll für steuerliche Zwecke ein Unternehmen einfach und kostengünstig bewertet werden. Hierzu werden die Vergangenheitsergebnisse mit einem Diskontierungsfaktor multipliziert. 

Der Diskontierungsfaktor wird aus einem vom BMF veröffentlichten Basiszins und einem gesetzlich festgelegten Risikozuschlag von 4,5 % berechnet. Vgl. hierzu auch unseren Blog-Beitrag "Unternehmensbewertung nach dem BewG vs. objektiver Unternehmenswert gem. IDW S 1

Unternehmen bewerten bedeutet Unternehmen vergleichen. Aus dem Vergleich mit anderen Unternehmen lassen sich Werte ableiten.

Bei der Bestimmung einer adäquaten Peer Group sollte eine weitestgehende Übereinstimmung der operativen Geschäftstätigkeit sowie der Unternehmensgröße angestrebt werden.

Neben diesen grundsätzlichen Anforderungen ist bei der Bewertung immaterieller Vermögenswerte auch darauf zu achten, dass nur solche Unternehmen in die Peer Group einbezogen werden, die zum zu bewertenden Vermögenswert gleichwertige Vermögenswerte bei der Leistungserstellung oder zur Positionierung auf dem Absatzmarkt einsetzen.

Gegebenenfalls können als Peer Group auch solche Unternehmen herangezogen werden, deren Geschäftszweck in unmittelbarem Zusammenhang mit dem zu bewertenden immateriellen Vermögenswert steht. Sind in diesem Sinne vergleichbare börsennotierte Unternehmen nicht verfügbar, kann der vermögenswertspezifische Risikozuschlag hilfsweise auf Basis von Unternehmen der vergleichbaren Branche abgeleitet werden.

Sofern der Vermögenswert eine von der Peer Group abweichende Risikostruktur aufweist, sind Zu- oder Abschläge beim Risikozuschlag vorzunehmen, IDW S 5 Tz. 43.

Hierunter versteht man Schwankungen (Volatilitäten). Gerade im Bereich der Unternehmensbewertung wird man in verschiedenen Bereichen mit Volatilitäten in Berührung gebracht. Zu nennen sind z. B. die im Kapitalisierungszinssatz enthaltenen Faktoren, die Unternehmensergebnisse in der Vergangenheit (im Rahmen der Analyse) und die zukünftigen Unternehmensergebnisse etc.

 

Der Wachstumsabschlag spiegelt das nachhaltig geplante Wachstum wieder. In der Detailplanungsphase wird mit Nominalwerten gerechnet, so dass ein Wachstumsabschlag nicht berücksichtigt wird. Demgegenüber wird in der Rentenphase das geplante nachhaltige wirtschaftliche Wachstum im Kapitalisierungszinssatz durch einen Abschlag berücksichtigt.

Weiterführende Informationen im Tax- & Law-Blog:

Mit dem WACC werden die freien Cashflows diskontiert, um zum Wert des Gesamtkapitals zu gelangen (Entity). Der WACC setzt sich aus dem zu Marktwerten gewichteten Kapitalkosten für das Eigen- und Fremdkapital zusammen. Die Bestimmung der Fremdkapitalkosten ist dabei in der Regel einfacher als die Bestimmung der Eigenkapitalkosten.

Des Weiteren fließt im WACC-Modell der Beta-Faktor mit ein. Nach der Festlegung des WACC steht ein Zinssatz für die Berechnung der Vorteilhaftigkeit der Investition für die Kapitalgeber. Bei Nichterreichung der gewünschten Mindestverzinsung wäre es ökonomisch sinnvoll für die Kapitalgeber, ihr Geld in eine bestehende Alternativanlage zu investieren.

Differenz zwischen dem Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten. I.d.R sollte das Ergebnis positiv sein, d.h. ein Teil des Umlaufvermögens sollte langfristig finanziert sein. In der Finanzwelt werden aus dem Working Capital Rückschlüsse auf die Liquidität im Unternehmen gezogen. Je höher der Überhang des Umlaufvermögens über die kurzfristigen Verbindlichkeiten ist, desto höher wird die Sicherheit im Liquiditätsbereich in aller Regel eingestuft.

 

Nach der Wurzeltheorie können im Rahmen der Unternehmensbewertung nur die Erkenntnisse berücksichtigt werden, deren Wurzeln aus der Zeit vor dem Bewertungsstichtag gelegt wurden. Somit ist im Zeitpunkt der Durchführung der Unternehmensbewertung der Informationsstand zu berücksichtigen, der bei angemessener Sorgfalt zum Bewertungsstichtag vorhanden hätte sein müssen.

 

In den meisten Fällen ist das Ziel im Rahmen der Unternehmensbewertung die Berechnung des Eigenkapitals zu Marktwerten. Im Rahmen der Wertermittlung werden dafür die gewichteten Kapitalkosten (WACC) unter Berücksichtigung des Eigen- und Fremdkapitalanteils gebraucht. Für die Ermittlung der Kapitalkosten benötigt man den zukünftigen Wert des Eigenkapitals jedoch im Vorfeld. Mathematisch lässt sich dieses Problem nur durch Iteration lösen.

Für die Lösung des Problems wird in der Praxis oftmals auf die Zielkapitalstruktur zurückgegriffen. Es wird prognostiziert, welches betriebsnotwendige Kapitel (Capital Employed) benötigt wird und welche Kapitalstruktur (Eigen-/Fremdkapital) vorliegen soll bzw. auch realisiert werden kann. Durch diese Herangehensweise wird das Zirkularitätsproblem umgangen.

Die von uns verwendeten Cookies sollen sicherstellen, dass Sie unsere Website optimal genießen können.
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Nutzung dieser Cookies einverstanden. Weitere Informationen zum Datenschutz