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Lisa Riehle, Auszubildende zur Steuerfachangestellten

Donnerstag, 27 Juni 2013 04:13

Mein Name ist Lisa Riehle und ich arbeite nun seit 100 Tagen als Auszubildende zur Steuerfachangestellten in der Kanzlei Nickert. Für alle, die möglicherweise den gleichen beruflichen Weg einschlagen wollen, möchte ich von meinen Erfahrungen berichten. Es gibt nichts Spannenderes als einen neuen Abschnitt im Leben zu beginnen und dies ist einer von meinen:

Wie ich dazu kam

Meine schulische Karriere hatte ich in der Realschule begonnen, doch wie so viele andere hatte auch ich das Problem, nicht recht zu wissen wo meine berufliche Zukunft liegt. So wählte ich nach erfolgreichem Bestehen des Realschulabschlusses den Weg zum Abitur, mit der Hoffnung nach weiteren drei Jahren meine Zukunft klarer zu sehen. Als ich dann auch diese Hürde geschafft hatte, war ich noch nicht wirklich schlauer. Doch wählte ich schließlich das Studium der Rechtswissenschaft. Es hat Spaß gemacht mit dem Gesetz zu arbeiten, Fälle zu bearbeiten und unser Rechtssystem kennen zu lernen. Ich musste jedoch bald feststellen, dass das Studium an sich nicht meine Welt war. Ich wollte nicht immer nur das theoretische vor Augen haben, ich wollte arbeiten, das, was ich theoretisch lernte, praktisch anwenden. Nach reichlicher Überlegung beschloss ich demnach, mein Studium abzubrechen und statt dessen eine Ausbildung zu beginnen. Da mir das Arbeiten mit dem Gesetz gefiel und die sich ständig ändernde Gesetzeslage mich faszinierte, beschloss ich zumindest in der gleichen Richtung zu bleiben. Ich informierte mich reichlich über die Möglichkeiten, die sich mir boten, und begeisterte mich schon bald für diese Ausbildung. Das Arbeiten mit Zahlen, der Kontakt mit Mandaten und ihre Beratung und gleichzeitig das Arbeiten mit Gesetzen klang verlockend.

Meine Bewerbung

Da ich das Studium im Sommersemester, genauer gesagt im Mai abgebrochen habe, musst ich mich mit den Bewerbungen beeilen. Ich bin davon ausgegangen für dieses Jahr nichts mehr zu finden, aber selbst für das nächste Jahr war ich nicht zu früh dran. Also nahm ich die Gelben Seiten zur Hand, um mir einen Überblick über die verschiedenen Kanzleien in meiner Umgebung zu verschaffen. Danach recherchierte ich im Internet und rief die vielversprechensten Kanzleien an. Unter anderem war die Kanzlei Nickert darunter. Als ich anrief, klärte mich eine nette sympathische Frauenstimme auf, das möglicherweise für dieses Jahr noch eine Stelle frei wäre. Da man mir sagte, ich solle mich per E-mail bewerben, setze ich mich noch am selben Tag vor den PC und schickte meine Bewerbung ab. Kurze Zeit später kam eine Antwort E-mail und bereits zwei Tage später eine Weitere mit der Einladung zum Bewerbungsgespräch.
Ich bin extra ein bisschen früher zum Vorstellungsgespräch, da ich auf keinen Fall zu spät kommen wollte. Als ich an der Tür klingelte öffnete mir eine junge Frau die Tür und führte mich ein Stockwerk höher in ein kleineres Besprechungszimmer. Mir wurde gleich etwas zu trinken angeboten und mir wurde gesagt, dass Herr Nickert jeden Moment kommen würde. Beim Vorstellungsgespräch waren sowohl Herr als auch Frau Nickert anwesend. Es war eine sehr entspannte Atmosphäre, was mich beruhigte, da ich sehr nervös war. Es folgte kein Verhör, sondern ein, so denke ich, für beide Seiten sehr informatives Gespräch. Am Ende wurde ich gebeten zu einem zweiten Gespräch zu kommen, was üblich wäre. Doch bereits beim zweiten Gespräch wurde der Ausbildungsvertrag unterschrieben. Herr Nickert zeigte mir noch die Räumlichkeiten und stellte mich allen vor und so verließ ich nach dem zweiten Treffen glücklich mit meinem Ausbildungsvertrag die Kanzlei.

Mein 1. Tag

Meine Ausbildung habe ich am 1. August begonnen, was glücklicherweise ein Freitag war. So hatte ich nur einen 5 Stunden Tag vor mir, was, wie ich fand, perfekt war, um in das Berufsleben reinzuschnuppern. Am Tag zuvor bin ich noch einmal zur Kanzlei gefahren, um alles für den kommenden Tag zu klären. Am Freitag bin ich dann um 7.30 Uhr im Büro erschienen. Zunächst wurde mir mein Arbeitsplatz gezeigt und erklärt wo ich alles Wichtige finde. Unser EDV-Spezialist richtete mit mir mein Passwort ein und zeigte mir wie ich alle wichtigen Programme öffne. Die anderen Azubis erklärten mir meine Aufgaben, die ich die nächste Zeit erledigen sollte. Mir wurde die Küche gezeigt, die Besprechungszimmer, worauf ich achten sollte, und vieles mehr. Dann durfte ich mit einer anderen Auszubildenden auf Stadtfahrt, wo wir alles erledigten was erledigt werden musste. Wir fuhren zur Post, kauften Bürobedarf ein, und gingen zur Bank. Als wir zurück kamen, war der erste Tag schon rum. Und so fuhr ich um 12.30 Uhr wieder nach Hause.
Der erste Tag war somit sehr ruhig und ich hatte so viel Zeit mich überall zurecht zu finden und alles in Ruhe kennen zu lernen. Motiviert und aufgeregt startete ich so in die erste Woche.

Meine erste Woche

Auch meine erste Arbeitswoche war sehr angenehm und ohne große Hektik, so dass ich alles in Ruhe aufnehmen konnte. Die ersten Tage war ich überwiegend damit beschäftigt, das Programm kennen zu lernen, mit dem ich es die nächsten Jahre zu tun haben werde. Mir wurde alles gezeigt, ich bekam Zeit, mich allein rein zu lesen und zu probieren und ich konnte Fragen, sobald mir etwas unklar war. Zwischenzeitlich legte ich Fachliteratur ab, was mir half mich in den Räumlichkeiten zurecht zu finden und schon bald wusste ich im Groben wo ich welche Quellen finden würde. Bereits in diesen Tagen durfte ich dann auch meine erste Buchhaltung bearbeiten. Die Belege waren bereits vorkontiert, so dass ich sie nur in den Computer eingeben musste. Dadurch lernte ich das System des Kontierens kennen und übte gleich mal ein bisschen meine Fingerfertigkeit an der Rechenmaschine. Auch standen wieder einige Botengänge an, bei denen ich mit durfte, um alles einmal kennen zu lernen.

Seminar in Calw

Bereits drei Wochen nach Beginn meiner Ausbildung durfte ich von der Kanzlei aus auf ein Seminar. "Die Einführung in die Buchführung" sollte mir den Start in der Berufsschule erleichtern, da ich keinerlei Buchführungskenntnisse vorzuweisen hatte. So fuhr ich Anfang September mit dem Zug nach Calw und wurde in einem netten kleine Gasthaus untergebracht. Den ersten Tag des Seminars verbrachten wir damit die Einkunftsarten kennen zu lernen und einen Einblick in unser Steuersystem zur erlangen. Der Dozent war sehr sympathisch und gestaltete den Unterricht sehr abwechslungsreich und gut verständlich. Zudem bekam jeder Teilnehmer ein ausführliches Seminarskript. Der Unterricht ging jeden Tag bis 16 Uhr. Da aber an jedem Morgen der Stoff des Vortages in einem Test abgefragt wurde, setzten wir uns in Gruppen später noch zusammen um gemeinsam das erarbeitete Thema noch einmal durchzugehen. Am nächsten Tag lernten wir die Grundzüge der Buchhaltung kennen, die wir in den Tagen darauf vertieften. Wir lernten einfache Vorgänge zu kontieren, wir lernten die Kassenbuchung und die Bankbuchung kennen und am Schluss waren wir alle im Großen und Ganzen in der Lage einen einfachen Jahresabschluss zu erstellen. Durch die morgendlichen Tests wiederholten wir alle jeden Abend noch einmal den Stoff, wodurch der Lerneffekt gesteigert wurde. Das Seminar war sehr gut und sehr hilfreich, gerade auch für den Start in die Berufsschule, die bereits eine Woche später begann.

Der September (Start der Berufsschule)

Meine Berufsschule ist in Bühl, was für mich bedeutet, jeden Donnerstag und jeden zweiten Freitag mit einer Zugfahrt den Tag zu beginnen. Mitte September war an zwei aufeinander folgenden Tagen eine Art Infoveranstaltung, in der uns die Schule und ihre Räumlichkeiten und unser Klassenzimmer gezeigt wurden. Die Klassen wurden eingeteilt und es folgten noch ein paar Einführungsstunden in die Buchhaltung. Da ich wie bereits geschrieben, eine Woche zuvor in Calw war, stellte sich dies als nicht allzu spannend dar, doch war es auch eine gute Wiederholung und gleichzeitig eine Möglichkeit meine Klassenkameraden kennen zu lernen. Die Hauptfächer sind Rechnungswesen und Steuerlehre. Zudem wird Allgemeine Wirtschaftslehre, Sozialversicherungslehre und Textverarbeitung unterrichtet.
Doch auch in der Kanzlei durfte ich in meinem zweiten Monat viel Neues kennen lernen und selber machen. Meine erste Buchhaltung durfte ich selbst vorkontieren, ich erledigte die ersten Botengänge alleine und Ende September durfte ich dann auch die erste Bank buchen. So kommt immer wieder Neues für mich dazu, wodurch es nie langweilig wird. Wenn gerade keine Buchhaltung für mich da war, habe ich wieder Fachliteratur abgelegt, Bilanzen gebunden, bei der Ablage von Akten geholfen und Vieles mehr.

Oktober

Im Oktober kamen immer mehr Buchhaltungen dazu, die ich bearbeiten durfte und ich wurde immer sicherer, was das einfache kontieren betrifft. Doch es kamen immer wieder neue Fälle und Sachverhalte hinzu, sodass es auch hier nie langweilig wurde. Ich hatte ab dieser Zeit auch immer mehr Kontakt mit Mandanten. Ich war nun mitverantwortlich für den Empfang. Ich führe Mandanten in die Besprechungszimmer und nehmen Unterlagen entgegen.
Mitte Oktober durfte ich dann nach Freiburg für einen Tag, auf eine Art "Knigge Seminar". Dort lernten wir, wie man sich korrekt gegenüber dem Mandant verhält, welche Fettnäpfchen man vermeiden sollte und Tipps für ein angemessenes Outfit.
Doch auch in der Berufsschule ging es voran. Die erste Arbeit wurde geschrieben und die ersten Referate gehalten.

Lisa Riehle

 

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