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Dienstag, 30 August 2011 08:55

Umsatzsteuer bei Imbissständen: 7% oder 19%?

Mit seinem Urteil vom 30.6.2011 (BFH Urteil vom 30.06.2011 – V R 35/08) zur Abgrenzung Lieferung und Restaurationsleistung hat der Bundesfinanzhof (BFH) die Beurteilung für den auf Speisen an Imbissständen anzuwendenden Steuersatz – ermäßigter Steuersatz oder Regelsteuersatz – vereinfacht.

Demnach ist für die Abgabe einfach zubereiteter Speisen wie z. B. Currywurst, Pommes frites, Bratwürste und ähnliches ein ermäßigter Steuersatz von 7 % anzuwenden, wenn der Imbissbesitzer seinen Kunden nur „behelfsmäßige Verzehrvorrichtungen“ wie Ablagebretter, die lediglich das Verzehren im Stehen zu lassen, anbietet. Es handelt sich hierbei um eine einheitliche Leistung, die als Lieferung dem ermäßigten Steuersatz von 7 % unterliegt.

Der Regelsteuersatz von 19 % ist erst dann anzuwenden, wenn den Imbisskunden zum Verzehren zusätzlich Tische und Sitzgelegenheiten angeboten werden.

TIPP der KANZLEI NICKERT:

Unternehmer die Restaurationsleistungen anbieten, sollten darauf achten, in welchem Umfang sie ihren Kunden Verzehrvorrichtungen anbieten. Bei Imbissständen bedeutet das: Essen im Sitzen: 19 % USt bzw. Essen im Stehen mit 7 % USt.

Anders ist es bei Partyservice-Leistungen. Hier liegen regelmäßig Dienstleistungen vor, die der Regelbesteuerung unterliegen. Ermäßigt besteuerte Nahrungsmittel können hier nur dann gegeben sein, wenn lediglich Standardspeisen ohne zusätzliches Dienstleistungselement geliefert werden.

[Carmen Kruß]

HINWEIS

Falls Sie über den Beitrag hinausgehende Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Allerdings weisen wir Sie darauf hin, dass wir diese individuelle Leistung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz auch abrechnen.

Alle Angaben sind sorgfältig geprüft. Durch Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verordnungen sowie Zeitablauf ergeben sich zwangsläufig Änderungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts keine Haftung übernehmen.

 

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