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Dienstag, 12 Juli 2011 13:36

Magazin: Unternehmensverkauf - Freibetrag

Die Gewinne aus der Veräußerung des ganzen Betriebs oder eines Teilbetriebs,  sowie bei der Aufgabe des Betriebs unterliegen der Einkommenssteuer.

Allerdings gewährt der Gesetzgeber bei Veräußerungsgewinnen unter bestimmten Bedingungen einen Freibetrag. In diesen Fällen muss nicht der Gesamtbetrag versteuert werden.



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Der Veräußerungsgewinn wird auf folgende Weise ermittelt:

        Veräußerungsbetrag

./.     Veräußerungskosten ( z. B. Maklerprovision, Notarkosten)

./.     Wert des Betriebsvermögens (Vermögen abzgl. Schulden)


=    Veräußerungsgewinn

Nachdem der Veräußerungsgewinn ermittelt worden ist, sind die Voraussetzungen für den Abzug eines Freibetrags zu prüfen.

Hat der Verkäufer das 55. Lebensjahr vollendet oder ist er dauernd berufsunfähig im sozialversicherungsrechtlichen Sinn, so wird der Veräußerungsgewinn nur dann besteuert, soweit der Gewinn 45.000 € übersteigt. Der Steuerpflichtige muss hierzu einen Antrag stellen. Der Steuervorteil durch den Freibetrag kann weder ganz, noch teilweise in einem anderen Jahr erneut die Steuerlast mindern, sondern nur einmal im Leben.

Der Freibetrag bei einer Betriebsveräußerung kann nur gewährt werden, wenn der Verkäufer das 55. Lebensjahr bereits zum Zeitpunkt des Verkaufs vollendet hat. Das Erreichen der Altersgrenze zu irgendeinem Zeitpunkt im Jahr des Verkaufs reicht also nicht aus. Hier sind die Bedingungen nicht erfüllt. Der Freibetrag wird in der Steuerveranlagung nicht angerechnet.

An der Höhe des Freibetrags ist erkennbar, dass die Vorschrift die steuerliche Entlastung kleinerer Betriebe zum Ziel hat. Übersteigt nämlich der Veräußerungsgewinn den Grenzbetrag von 136.000 €, so bekommt der Veräußerer nicht den gesamten Freibetrag von 45.000 € angerechnet. Vielmehr wird eine anteilige Kürzung vorgenommen.

Ab einem Veräußerungsgewinn in Höhe von 181.000 € hat der Verkäufer keinen Freibetrag mehr zur Verfügung.

Ein Firmenverkauf ist in vielen Fällen der letzte Ausweg für den Fortbestand einer Firma, die aus Altersgründen verkauft werden muss. Besonders schwierig wird es dann, wenn keine konkrete Nachfolgeregelung getroffen worden ist. Viele Unternehmen beschäftigen sich sehr ungern und meist auch viel zu spät mit dem Thema Firmenübergabe oder Verkauf.

Beim Verkauf des eigenen Unternehmens hat der Unternehmer.

 

  • Auf die Einkünfte aus dem Veräußerungsgewinn sind Steuern zu bezahlen. Wenn ein Freibetrag berücksichtigt werden kann, dann zahlt der Unternehmer durch diesen Bonus weniger Steuern an den Fiskus.

 

"Einen erfolgreichen Firmenverkauf und damit auch die Inanspruchnahme steuerlicher Vergünstigungen sollten Sie frühzeitig planen."

 

[Beate Störr, Jonas Duffner]

HINWEIS

Falls Sie über den Beitrag hinausgehende Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Allerdings weisen wir Sie darauf hin, dass wir diese individuelle Leistung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz auch abrechnen.

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