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Mittwoch, 06 Juli 2011 11:02

Fortführen der Geschäftsführer- oder Beratertätigkeit nach Beginn der Pensionszahlungen ist vGA

GmbH-Gesellschafter, die nach ihrer Pensionierung weiterhin für die GmbH als Geschäftsführer oder Berater tätig sind und dafür eine Vergütung bekommen, können nach der rechtskräftigen Entscheidung des Finanzgerichts München (Urteil v. 19.7.2010, Az. 7 K 2384/07) Probleme wegen einer verdeckten Gewinnausschüttung (vGA) bekommen.

In dem durch das Finanzgericht München zu entscheidenden Fall beschäftigte eine GmbH ihren Gesellschafter-Geschäftsführer – über die vereinbarte Altersgrenze hinaus – zunächst weiter als Geschäftsführer, dann als Berater. Geschäftsführergehalt und Beraterhonorar wurden neben den Versorgungsbezügen gezahlt, die teilweise durch eine Kapitalabfindung, teilweise durch laufende Zahlungen erbracht wurden.

Das Finanzamt behandelte die Versorgungsbezüge als vGA. Das Finanzgericht München gab dem Finanzamt im Ergebnis Recht. Nach der Auffassung des Gerichts hätte ein ordentlicher und gewissenhafter Geschäftsleiter darauf bestanden, dass die Pensionsleistungen wegen der fortbestehenden Geschäftsführerbezüge gekürzt werden müssen.

Die laufende Geschäftsführervergütung bzw. das Beraterhonorar hätte in Form versicherungsmathematischer Abschläge auf die monatlichen Pensionszahlungen und die Kapitalabfindung angerechnet werden müssen (BFH Urteil v. 5.3.2008, Az. I R 12/07).

Tipp der KANZLEI NICKERT:

Bei Gesellschaftern, die nach ihrer Pensionierung für die Gesellschaft weiterhin tätig sind, müssen die Gefahren einer verdeckten Gewinnausschüttung beachtet werden. Wird eine Geschäftsführervergütung bzw. ein Beraterhonorar vereinbart, muss die Vertragsgestaltung einem Fremdvergleich standhalten.

Autoreninfo

lifr-testFrank Lienhard

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht, CVA (Certified Valuation Analyst EACVA)

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