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Dienstag, 05 April 2011 21:09

Magazin: Anlagevermögen

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Das Anlagevermögen besteht aus allen Wirtschaftsgütern, die einem Betrieb langfristig zur Verfügung stehen und dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienen. Es umfasst alle Anlagegüter, die zur Ausstattung und zum Aufbau eines Betriebs gehören und langfristig im Unternehmen gebunden sind. Demgegenüber steht das Umlaufvermögen. Das sind alle Vermögensgegenstände, die nur kurze Zeit im Unternehmen sind, also zum alsbaldigen Verkauf und somit zur Bildung liquider Mittel gedacht sind. Im Gegensatz zum Umlaufvermögen wird das Anlagevermögen nicht weiter be- oder verarbeitet und geht nicht in den Prozess der betrieblichen Leistungserstellung ein.

Das Anlagevermögen gliedert sich in 3 Unterpositionen: zunächst die immateriellen Vermögensgegenstände, wie Konzessionen und Rechte sowie der Firmenwert. Dann die Sachanlagen. Dazu zählen technische Anlagen, Maschine, Grundstücke sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die 3. Position sind Finanzanlagen, wie Wertpapiere und Beteiligungen an anderen Unternehmen.

Das Anlagevermögen bildet zusammen mit dem Umlaufvermögen die Aktiva der Bilanz und stellt somit das Vermögen eines Unternehmens dar.

Beim Anlagevermögen gibt es abnutzbare und nicht abnutzbare Gegenstände. In beiden Fällen werden die Wirtschaftsgüter mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten in der Bilanz aufgeführt. Diese werden durch den Anschaffungspreis zuzüglich eventueller Nebenkosten, wie z.B. Notariatskosten, berechnet.

Wirtschaftsgüter, deren Nutzungsdauer zeitlich begrenzt ist, werden planmäßig abgeschrieben. Hier kann man zwischen linearer und degressiver Abschreibung wählen. Das bedeutet, die Werte des Anlagevermögens verringern sich in der Bilanz mit zunehmendem Alter des Gegenstandes. Der Restbuchwert wird in der Bilanz fortgeführt. Verliert ein Vermögensgegenstand z.B. durch Brand außerordentlich an Wert, so kann eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen werden.

Das Anlagevermögen wird in der Anlagenbuchhaltung erfasst und verwaltet. Aufgabe der Anlagenbuchhaltung ist die Bewertung und Buchung von Zu- und Abgängen des Anlagenvermögens, sowie die Buchung und Ermittlung der Abschreibung. Für jeden Vermögensgegenstand werden so die speziellen Angaben wie Anschaffungskosten, Nutzungsdauer und Anschaffungsdatum geführt und verwaltet.

Dargestellt wird die Entwicklung des Anlagevermögens im Anlagenspiegel. Das ist eine Übersicht der Wirtschaftsgüter über mehrere Jahre hinweg. Der Aufbau des Anlagenspiegels ist im Handelsgesetzbuch festgelegt und soll die Entwicklung der einzelnen Posten aufzeigen.

[Joel Münchenbach]

 

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