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Montag, 03 Dezember 2018 08:13

Steuerliche Behandlung von Weihnachtsfeiern

Weihnachtsfeiern zählen zu betrieblichen Veranstaltungen. Betriebsveranstaltungen sind jene, die auf betrieblicher Ebene mit gesellschaftlichem Charakter ausgelegt sind (Betriebsausflug, Weihnachtsfeier oder Jubiläumsfeier des Unternehmens).

Teilnehmerkreis

Eine Betriebsveranstaltung kann nur vorliegen, wenn der Teilnehmerkreis überwiegend aus Betriebsangehörigen, deren Begleitpersonen ggfs. Leiharbeitnehmern oder Arbeitnehmern aus einem Konzernverbund besteht.

Grundregeln

Damit die Aufwendungen für eine Weihnachtsfeier beim Arbeitnehmer nicht zu steuerpflichtigem Arbeitslohn führen, sind Grundregeln zu beachten.

Steht die Teilnahme allen Arbeitnehmern offen und gibt es nicht mehr als 2 Veranstaltungen im Jahr, ist der Aufwand hinsichtlich der Höhe je Arbeitnehmer anschließend zu prüfen.

Wird der Freibetrag von 110 € brutto nicht überschritten, gilt diese Sachleistung als lohnsteuer- und sozialversicherungsfrei.

Wird der Freibetrag von 110 € brutto überschritten, ist der übersteigende Betrag steuerpflichtiger Arbeitslohn. Die Pauschalsteuer (25%) darf angewandt werden. Durch die Pauschalierung der Lohnsteuer tritt Sozialversicherungsfreiheit ein.

Veranstaltungsgrenzen

Erfolgen mehr als 2 Veranstaltungen im Jahr, gilt der Aufwand ab der 3. Betriebsveranstaltung in voller Höhe als Arbeitslohn. Bei Anwendung der Pauschalsteuer (25%) besteht wiederum Beitragsfreiheit in der Sozialversicherung.

Typischer Aufwand

Als die Aufwendungen des Arbeitgebers, mit Ausnahme seiner Selbstkosten, können typischerweise folgende Kosten einschließlich Umsatzsteuer anfallen:

  • Bewirtungskosten
  • Übernachtungs- u. Fahrtkosten
  • Künstlerische Darbietungen
  • Eintrittskarten für kulturelle / sportliche Veranstaltungen
  • Aufwand für den äußeren Rahmen der Feier
  • Trinkgelder
  • Sachgeschenke

Tombola

Können an einer Tombola alle Arbeitnehmer teilnehmen, ist der Aufwand in der Freibetragsprüfung mit zu berücksichtigen.

Mischveranstaltungen

Eine gemischt veranlasste Veranstaltung, die z. B. eine Weihnachtsfeier und einen Kundenbesuch beinhaltet, ist nach dem Verhältnis ihrer Zeitanteile aufzuteilen.

Absagen

Absagen von Arbeitnehmern zur Weihnachtsfeier gehen steuerlich nicht zur Last ihrer teilnehmenden Kollegen.

Autoreninfo

kuan testAnke Kutschki-Günther

Steuerberaterin

HINWEIS

Falls Sie über den Beitrag hinausgehende Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Allerdings weisen wir Sie darauf hin, dass wir diese individuelle Leistung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz auch abrechnen.

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