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Donnerstag, 17 August 2017 16:24

Aspekte und Anlässe der Planung im steuerlichen Bereich

Unabhängig davon, ob ein Unternehmen in der Startphase ist oder ob es seit Jahren erfolgreich am Markt tätig ist: Eine vorausschauende und zeitnahe Steuerplanung bleibt stets ein festes Beiwerk im Controlling für den eigenen unternehmerischen Erfolgskurs.

Liquiditätsbelastung im Auge behalten

Eine Steuerplanungsberechnung stellt Ihnen dar, wie groß der Differenz-Anteil an einer Steuerbelastung werden kann, wenn Sie unternehmerische Entscheidungen treffen, die von der eigentlichen Ursprungsplanung plötzlich abweichen. Dabei gilt es auch, Alternativen zu ermitteln und auch die Liquiditätsbelastung für das Unternehmen zu berücksichtigen.

Durch Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurde ab dem Jahr 2010 das bisherige System zwischen Handels- und Steuerrecht stark verändert. Ziel des BilMoG war die Verbesserung der Aussagekraft eines handelsrechtlichen Jahresabschlusses für den Bilanzleser.

Damit fiel jedoch die Darstellung von Jahresabschlüssen nach Handels- und Steuerrecht für alle Folgejahre danach immer mehr auseinander (Darstellung von Pensionsrückstellungen, Anwendung von abweichenden unterschiedlichen Abschreibungszeiträumen, etc.). Die Grundlage für eine Steuerplanungsberechnung ist stets das handelsrechtliche Ergebnis, kontinuierlich korrigiert um außerhalb der Handelsbilanz gesetzlich definierter Zu- und Abrechnungen auf das steuerliche Ergebnis.

Die Steuerplanungsberechnung dient als variable Alternative bzw. Grundlage für Unternehmen, die gerne kurzfristig Gewinnausschüttungen planen – unter Berücksichtigung von an das Finanzamt abzuführender Steuerbelastungen sowie von Nettoausschüttungsbelastungen an den/die Anteilseigner selbst.

Vor- und Nachteile vor einem Kauf oder Leasing von Inventarvermögen / Investitionsvermögen können eine Aussage liefern, was für das Unternehmen zum aktuellen Zeitpunkt die sinnvollere Variante hinsichtlich Steuer- und Liquiditätsbelastung darstellen kann.

Kurzfristig sind Steuerbelastungen nebst möglicher Verzinsungen aus Mehrergebnissen von Betriebsprüfungen zur Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer oder Einkommensteuer für den Unternehmer oder das Unternehmen ermittelbar. Es gilt, die Nachzahlungsbelastungen im Eigen- oder Fremdkapitalbereich abzufedern.

Fremdfinanzierungen

Sinnvoll erscheint eine Steuerplanungsberechnung auch bei der Frage von Fremdfinanzierungen: Aus der Planungsrechnung sollte hervorgehen, wie sich eine Optimierung von Gesellschafter-Fremdfinanzierungen steuerlich auf ein Unternehmen auswirken kann.

Im privaten Vermögensbereich eines Unternehmers bilden Steuerplanungsberechnungen ebenso eine zuverlässige Richtlinie, wenn es z. B. um Ermittlungen eines Finanzierungskaufs von Vermietungsobjekten, Steuerauswirkungen bei verbilligter Wohnungsüberlassung geht oder es den Nettovorteil bei Leasing zur Finanzierung auszuhandeln gilt. Nettolohnsteigerungen oder Auswirkung von Gehaltsanpassungen sind ebenfalls Beiwerk der Steuerplanungsberechnung im Privatvermögensbereich von Unternehmern.

Steuerplanungsberechnungen: Am besten halbjährlich auswerten

Steuerplanungsberechnungen sind halbjährlich, spätestens zum Ende des 3. Quartals p.a., auszuwerten. Außergewöhnliche Geschäftsvorfälle sind wegen ihrer Auswirkung verhältnismäßig zur Steuerbelastung zeitnah zu berücksichtigen.

Für ein Unternehmen sind Steuerplanungsberechnungen jederzeit möglich, um auf die variable Situation im Unternehmen einzugehen. In der Praxis geschieht dies regelmäßig durch Beantragung einer Stundung gegenüber dem Finanzamt oder durch unterjährige Herabsetzung bzw. Anpassung von bisher festgesetzten Steuervorauszahlungen.

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Autoreninfo

kuan testAnke Kutschki-Günther

Steuerberaterin

lifr-testFrank Lienhard

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht, CVA (Certified Valuation Analyst EACVA)

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