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Mittwoch, 23 März 2016 11:50

Änderung der Berechnung der Pensionsrückstellungen

Für Unternehmen gibt es verschiedene Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge. Eine davon ist die sog. Pensionszusage.

Wird dem Arbeitnehmer eine solche Pensionszusage vertraglich zugesagt entsteht für das Unternehmen eine Verbindlichkeit, die der Höhe und dem Grunde nach noch ungewiss ist. Deswegen muss schon nach allgemeinen Bilanzierungsgrundsätzen eine Rückstellung gebildet
werden. Für die Bewertung der Pensionsrückstellungen gelten Besonderheiten.

Mit Wirkung ab dem 17.3.2016 wurde eine Änderung dieser Vorschriften beschlossen.

Bisherige Berechnung

Bisher bestand gem. § 249 Abs.1 HGB eine Pensionsrückstellungspflicht, welche wegen der Maßgeblichkeit des § 5 Abs.1 EStG unter den Voraussetzungen des § 6a EStG auch steuerrechtlich zu bilden ist.

Da diese Verbindlichkeit eine Laufzeit von mehr als einem Jahr hat; muss sie abgezinst werden. Hierfür verwendet man gem. § 253 Abs.2 S. 1 HGB den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Durchschnittszinssatz der letzten sieben Jahre. Steuerlich muss die Pensions-rückstellung jedoch mit 6% abgezinst werden.

Neue Regelung

Die Neuregelung betrifft vor allem den Zinssatz des § 253 Abs.2 S.1 HGB. Da die Zinsen immer weiter sinken und dadurch die Abzinsung der Pensionsrückstellungen sehr gering ausfällt und die
Unternehmen hierdurch immer mehr Aufwand in ihrer Bilanz ausweisen müssen, wurde der Zeit-raum zur Bildung des Durchschnitts auf 10 Jahre angehoben.

Das neue Verfahren muss für Bilanzstichtage ab 2016 angewandt werden. Wenn das Geschäfts-jahr im Kalenderjahr 2015 beginnt und endet; besteht ein Wahlrecht. Problematisch ist dies, da viele Unternehmen ihre Jahresabschlüsse bereits erstellt haben und diese jetzt noch einmal ändern müssen, wenn sie das Wahlrecht ausüben möchten, wodurch Verzögerungen entstehen.

Bei allen anderen Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr gilt der alte Durch-schnitt weiterhin.

Tipp der KANZLEI NICKERT

Die sinkenden Zinsen und der damit ansteigende Aufwand zwingen die Unternehmen künftig dazu; sich über Alternativen für die Durchführung der Altersvorsorge zu informieren. Beispiele
hierfür ist die Auslagerung bzw. die Übertragung der Pensionsverpflichtungen auf sog. Pensions-GmbHs.

HINWEIS

Falls Sie über den Beitrag hinausgehende Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Allerdings weisen wir Sie darauf hin, dass wir diese individuelle Leistung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz auch abrechnen.

Alle Angaben sind sorgfältig geprüft. Durch Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verordnungen sowie Zeitablauf ergeben sich zwangsläufig Änderungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts keine Haftung übernehmen.

 

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