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Freitag, 06 März 2015 10:16

Vorsteuerabzug vor Gründung auch bei einer Ein-Mann-GmbH

Eine Einzelperson ist bereits vor Gründung einer Ein-Mann-Kapitalgesellschaft als sog. „Vorgründungseinzelunternehmer" zum Vorsteuerabzug berechtigt. Das hat das Finanzgericht Düsseldorf mit Urteil vom 30.1.2015 (Az: 1 K 1523 / 14) entschieden.

Hierfür müssen jedoch einige Voraussetzungen erfüllt sein: So ist es notwendig, dass eine Gründung ernsthaft beabsichtigt ist. Es muss des Weiteren die Absicht bestehen, steuerpflichtige Ausgangsumsätze zu erzielen. Ist dies der Fall so kann für Leistungen die im Zusammenhang mit der Gründung der Kapitalgesellschaft stehen, wie z. B. Beratungsleistungen, die Vorsteuer gezogen werden.

Es spielt dabei keine Rolle, ob es später zu einer Gründung kommt oder ob tatsächlich steuerpflichtige Umsätze erzielt werden, solange dies ernsthaft beabsichtigt war. Auch besteht nach Ansicht des Finanzgerichts Düsseldorf in der Vorgründungsphase kein Unterschied zwischen einer Ein-Mann und einer Zwei-Mann Kapitalgesellschaft, weswegen sie steuerlich auch nicht unterschiedlich behandelt werden dürfen.

Zwar liegt im Fall einer Gründung einer Ein-Mann-GmbH vor der notariellen Beurkundung keine Vorgründungsgesellschaft vor, jedoch ist der Grundsatz der steuerlichen Neutralität zu wahren. Somit muss auch dem (späteren) Alleingesellschafter der Vorsteuerabzug aus den Investitionsausgaben gewährt werden.

Ob Revision eingelegt wird und wie der BFH dann entscheiden wird, bleibt abzuwarten.

[Natalie Götz]

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