Kanzlei Nickert //images.kanzleinickert.de/nickert-logo-fb.jpg KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte und Steuerberater, Offenburg, kompetent in Rechts-, Steuerberatung, Finanz-, Lohnbuchhaltung, spezialisiert auf Branchen Bau, Handel und Industrie. info@kanzlei-nickert.de
Rammersweierstraße 120 77654 Offenburg

kanzlei nickert logo

header-tax-blog-steuern

Mittwoch, 15 Dezember 2010 10:42

Elektronische Rechnung - Die Ankunft des Kernelements des Umsatzsteuersystems in der digitalen Welt

wima-testrili-test

Die zunehmende Digitalisierung verändert das Gesicht des modernen Geschäftsverkehrs. Dieser Fortschritt hat auch bei der Rechnung, dem Kernelement des Umsatzsteuersystems, nicht Halt gemacht. Die elektronische Rechnung soll den täglichen Geschäftsverkehr vereinfachen, beschleunigen und kostengünstiger machen. Doch was muss ein Unternehmer tun, um mit der Zeit zu gehen und auf die elektronische Rechnung umzustellen?

Um elektronische Rechnungen verschicken zu können, muss der Unternehmer folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Zustimmung des Empfängers
  • Echtheit der Herkunft und die Unversehrtheit des Inhaltes sind zu gewährleisten
  • Überprüfbarkeit durch das Finanzamt.

 

Für die Zustimmung des Empfängers bedarf es keiner Form. Es muss lediglich ein Einvernehmen zwischen Rechnungsaussteller und Rechnungsempfänger bestehen. Dies kann z.B. in Form einer Rahmenvereinbarung gegeben sein. Es genügt aber auch, dass dieses Verfahren tatsächlich praktiziert und damit stillschweigend gebilligt wird. Die Zustimmung des Empfängers ist auch nachträglich möglich.

Die Gewährleistung der Echtheit der Herkunft und die Unversehrtheit des Inhaltes ist entweder mit einer qualifizierten elektronischen Signatur oder mit einer qualifizierten Signatur mit Anbieter-Akkreditierung nach dem Signaturgesetz zu sichern – oder mit dem EDI-Verfahren in Zusammenhang mit einer zusätzlichen zusammengefassten Rechnung in Papierform oder in elektronischer Form, wenn diese zusammenfassende Rechnung mindestens mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen ist.

Aufbau und Ablauf des angewendeten Verfahrens muss für das Finanzamt innerhalb angemessener Zeit nachprüfbar sein. Das bedeutet, dass eine ordnungsgemäße Dokumentation erforderlich ist. Der Unternehmer muss zudem auf Aufforderung nachweisen können, dass die Voraussetzungen der elektronischen Rechnung erfüllt sind.

Der Unternehmer muss ein Doppel seiner Rechnungen und seine erhaltenen Rechnungen über 10 Jahre aufbewahren. Hierbei hat der Unternehmer neben der Rechnung auch die Nachweise über die Echtheit und die Unversehrtheit der Daten aufzubewahren. Die Aufbewahrung hat ordnungsgemäß stattzufinden.

Durch die Einführung der elektronischen Rechnung lassen sich für den Unternehmer erhebliche Kosten einsparen. Zudem besteht ein Effizienzvorteil, da elektronische Rechnungen automatisch versendet werden können. Eine logistische Erleichterung ist die Folge. Es ist nicht nur ein Sache der Kosteneinsparung, sondern auch ein erheblicher Zeitgewinn.

Wenn auch Sie mit der Zeit gehen möchten und Sie bei der Umstellung und/oder der Umsetzung Fragen haben, können Sie sich gerne an uns wenden. Wir beraten Sie gerne.

[Maria Winter & Lisa Riehle]

 

HINWEIS

Falls Sie über den Beitrag hinausgehende Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Allerdings weisen wir Sie darauf hin, dass wir diese individuelle Leistung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz auch abrechnen.

Alle Angaben sind sorgfältig geprüft. Durch Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verordnungen sowie Zeitablauf ergeben sich zwangsläufig Änderungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts keine Haftung übernehmen.

 

Die von uns verwendeten Cookies sollen sicherstellen, dass Sie unsere Website optimal genießen können.
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Nutzung dieser Cookies einverstanden. Weitere Informationen zum Datenschutz