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Mittwoch, 06 August 2014 11:51

Liquiditätsvorschau

Für das betriebliche Überleben ist eine regelmäßige Planung der Zahlungsfähigkeit ein „Muss für jedermann". Beim sog. „Management by Kontoauszügen" werden schnell zukünftige Zahlungspositionen vergessen. Die Folge: Liquiditätslücken, die kurzfristig mittels teurer Kontokorrentkredite geschlossen werden müssen. Im schlimmsten Fall kommen Negativeinträge bei der Hausbank hinzu.


Können die laufenden Rechnungen, die monatliche Miete, Versicherungsbeiträge, Steuerzahlungen sowie das Urlaubs- und Weihnachtsgeld in den nächsten 3 bis 6 Monaten zum jeweiligen Zahlungstermin bezahlt werden?

Eine Liquiditätsvorschau stellt alle zu erwartenden Ein- und Auszahlungen dar und hilft dem Unternehmer, mögliche Zahlungsengpässe zu vermeiden. Mit der Liquiditätsvorschau erhalten Sie eine Übersicht der Unter- und Überdeckungen Ihrer Konten. Durch dies können frühzeitig Gegenmaßnahmen wie beispielsweise Zahlungsziele bei Neukunden verkürzen, kurzfristige in langfristige Kredite umwandeln oder Anlagegütern leasen/mieten statt kaufen eingeleitet werden.

Sie können durch die Planung Ihrer Zahlungsströme für zukünftige Zeiträume entscheiden, ob ein Kapitalbedarf besteht oder ob ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen. Das frühzeitige Erkennen von temporären Engpässe ermöglicht es dem Unternehmer, rechtzeitig mit seiner Bank Kontakt aufzunehmen.

Eine aussagekräftige Liquiditätsplanung wird mindestens auf Monatsebene für 6 bis 12 Monate erstellt. Es ist zu empfehlen, die Liquiditätsplanung in monatlichen Abständen bzw. in stark schwankenden Monaten sogar im wöchentlichen Rhythmus zu überarbeiten, um die Auswirkung von Veränderungen auf die Liquidität sicherzustellen. Dabei ist es wichtig, dass Ihre Finanzbuchhaltung immer aktuell ist.

Welche Daten brauchen Sie für eine aussagekräftige Liquiditätsvorschau?

• Aufstellung über die fixen Kosten, wie z. B. Miete / Versicherung / Personal
• Zins- und Tilgungsplan für Kredite sowie Umfang der Kontokorrentlinien pro Kreditinstitut
• Vereinbarungen über Zahlungsziele bei Lieferanten
• Kundenziel
• Eigene Reserven

Die offenen Rechnungen und Zahlungen werden aus Ihrer Finanzbuchführung entnommen.

Unter Berücksichtigung Ihrer Kreditlinie, der künftigen Zahlungsbelastungen und zu erwartenden Zahlungseingänge erhalten Sie dann die Information, ob und zu welchem Zeitpunkt Zahlungsengpässe auftreten und in welcher Höhe Sie zusätzliche Mittel benötigen.

Mit einer Liquiditätsplanung schaffen Sie größtmögliche Transparenz über Ihre Zahlungsströme. Mit Ihrem Wissen, wann Zahlungen Ihrer Kunden zu erwarten sind und wann die Lieferantenrechnungen anfallen, sind Sie Ihrer Bank immer einen Schritt voraus und erhöhen dadurch Ihre Kreditwürdigkeit.

[Carmen Kruß]

HINWEIS

Falls Sie über den Beitrag hinausgehende Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Allerdings weisen wir Sie darauf hin, dass wir diese individuelle Leistung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz auch abrechnen.

Alle Angaben sind sorgfältig geprüft. Durch Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verordnungen sowie Zeitablauf ergeben sich zwangsläufig Änderungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts keine Haftung übernehmen.

 

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