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Mittwoch, 07 Mai 2014 08:51

Nettolohnoptimierung: Urlaubsgeld

Vielen Arbeitgebern ist nicht bekannt, dass sie ihren Arbeitnehmern sozialversicherungsfrei eine Art „Urlaubsgeld" bezahlen können. Dieses „Urlaubsgeld" kann einmal jährlich in Form einer Erholungsbeihilfe an den Arbeitnehmer bezahlt werden.


Die Erholungsbeihilfe ist pauschal mit 25% zu versteuern, auch Soli und ggfs. Kirchensteuer sind zu bezahlen. Sozialversicherungsbeiträge fallen nicht an.

Höhe des „Urlaubsgeldes"

Dieses Urlaubsgeld darf jedoch nicht in unbeschränkter Höhe bezahlt werden. Es gelten Höchstbeträge in Höhe von 156 € für den Arbeitnehmer selbst, 104 € für den Ehegatten und 52 € je Kind. Einer Familie mit 2 Kindern könnte damit ein „Urlaubszuschuss" in Höhe von 364 € bezahlt werden.

Der Betrag ist ein Höchstbetrag, es darf also nicht im eben erwähnten Beispiel 400 € an die Familie bezahlt werden als „Urlaubgeld", sonst ist der Betrag voll zu versteuern und muss auch verbeitragt werden.

Einmal im Jahr darf die Erholungsbeihilfe zu den günstigen Konditionen genutzt werden.

Nachweis

Damit eine Anerkennung von Finanzamt und Sozialversicherungsträger stattfindet, muss die Beilhilfe zudem tatsächlich für die Erholung genutzt werden. Sie muss also im Zeitraum von 3 Monaten vor oder nach einem Urlaub gewährt werden. Der Arbeitnehmer muss hierzu nicht unbedingt in Urlaub fliegen, sondern er kann auch „Urlaub auf Balkonien" machen und z.B. die Eintrittsgelder für Freizeitpark, Spaßbad, Ausflugsschiff etc. hierüber wieder einholen.

Gehaltsverzicht

Was nicht anerkannt wird, ist eine Barlohnumwandlung, wenn also der Arbeitnehmer im obigen Beispiel z.B. im Monat Juli auf die 364 € verzichtet und stattdessen die Erholungsbeihilfe erhält.Die Erholungsbeihilfe muss zusätzlich bezahlt werden.

Betriebsrat

Ist ein Betriebsrat vorhanden, hat dieser hinsichtlich Zeit, Ort und Art der Zahlung ein Mitbestimmungsrecht.

Zusammenfassung:

  • Einmal jährlich zusätzliche Zahlung möglich
  • Arbeitnehmer max. 156 €, Ehegatte max. 104 €, je Kind max. 52 €
  • 3 Monate vor oder nach Urlaub
  • „Verwendungszweck": „Zuschuss" zur Pauschalreise, Eintrittsgeld Freizeitpark/Spaßbad
  • Nachweise vom Arbeitnehmer vorlegen lassen über Verwendung der Erholungsbeihilfe

Tipp der KANZLEI NICKERT:

  • Wenn der Arbeitnehmer keinen Anspruch auf Urlaubsgeld hat (z.B. aus dem Arbeitsvertrag oder aus betrieblicher Übung), dann ist die Erholungsbeihilfe eine schöne Motivationsmöglichkeit für den Arbeitnehmer.
  • Auch bei Lohnerhöhungen lässt sich für Arbeitgeber und Arbeitnehmer sparen. Weitere Informationen zum Thema Nettolohnoptimierung erhalten Sie von unserem Personalteam.

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Autoreninfo

jana-testNadine Jablonski

Rechtsanwältin und Teamleiterin Personalberatung

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