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Dienstag, 20 November 2012 07:07

Aktuelles zu Rechnungsvorgaben und Gutschriften

Durch die Änderung von §§ 14, 14a UStG wird die sog. „Rechnungsstellungsrichtlinie“ (Richtlinie 2010/45/EU des Rates vom 13.7.2010 zur Änderung der Richtlinie 2006/112/EG über das gemeinsame Mehrwertsteuersystem hinsichtlich der Rechnungsstellungsvorschriften) in deutsches Recht umgesetzt.

Mit dem Jahressteuergesetz 2013 müssen somit Rechnungen über Umsätze, bei denen nach § 13b Abs. 1 und 2 UStG die Steuerschuldnerschaft auf den Leistungsempfänger übergeht, die Angabe „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ enthalten.

Bei innergemeinschaftlichen Lieferungen ist zukünftig die Rechnung bis zum 15. Tag des Folgemonats, in dem der Umsatz ausgeführt worden ist, auszustellen.

Sofern künftig über die Leistung im Wege einer Gutschrift, also einer durch den Leistungsempfänger statt durch den Leistenden ausgestellten Rechnung, abgerechnet wird, muss die Gutschrift künftig auch durch die Angabe „Gutschrift“ als solche bezeichnet sein. Das Wort "Gutschrift" darf somit in einer Rechnung nur noch angegeben werden, wenn der Leistungsempfänger – nach entsprechender Vereinbarung – die Abrechnung für den Lieferanten übernimmt.

TIPP der KANZLEI NICKERT:

Im allgemeinen Geschäftsverkehr, insbesondere im Handel, erteilen Lieferanten auch gerne mal eine Gutschrift, wenn der Auftragsabwicklung eine falsche Preisberechnung, nicht berücksichtigte Sonderkonditionen oder auch eine mangelhafte Leistung zugrunde lag. In diesen Fällen erstellt der Lieferant für den Abnehmer eine Gutschrift. Mit der Umsetzung sog. „Rechnungsstellungsrichtlinie“ besteht hier Handlungsbedarf, nachdem eine „Gutschrift“ nur noch in dem oben beschriebenen Zusammenhang verwendet werden darf.

Dieser „Formalie“ können Sie elegant dadurch umgehen, indem Sie eine Rechnung mit Minusbeträgen erstellen!

Weitere Beiträge der KANZLEI NICKERT zur Rechnung:

 

 

Autoreninfo

lifr-testFrank Lienhard

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht, CVA (Certified Valuation Analyst EACVA)

HINWEIS

Falls Sie über den Beitrag hinausgehende Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Allerdings weisen wir Sie darauf hin, dass wir diese individuelle Leistung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz auch abrechnen.

Alle Angaben sind sorgfältig geprüft. Durch Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verordnungen sowie Zeitablauf ergeben sich zwangsläufig Änderungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts keine Haftung übernehmen.

 

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