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Mittwoch, 03 August 2016 10:12

Aktuelle Insolvenzentwicklungen in Deutschland

Laut der Creditreform-Studie „Insolvenzen in Deutschland“ ist im ersten Halbjahr 2016 erneut ein Rückgang von Unternehmensinsolvenzen in Deutschland zu verzeichnen. Dies ist vor allem der stabil guten Konjunktur sowie den günstigen Kreditfinanzierungen zu verdanken.


Gegenwind bei exportorientierten Unternehmen

Dennoch verspüren besonders die exportorientierten Unternehmen infolge des schwachen Außenhandels Gegenwind. Ebenso die Trendwende des Ölpreises, sowie die hierzulande hohen Arbeitskosten durch den Mindestlohn und die ausgehandelten Tarifverträge machen den Unternehmen zu schaffen.

Insolvenzen bei KMU

Der Anteil von Insolvenzen von Kleinst- und Kleinunternehmen in Rechtsformen, bei denen der Unternehmer zusätzlich mit seinem Privatvermögen haftet, nimmt weiterhin zu. Auch in dieser Gruppe sind junge Unternehmen am meisten gefährdet.

Eigenverwaltung

Die Eigenverwaltung, bei der das Ziel die Unternehmenssanierung ist, macht weiterhin nur einen Anteil von unter 1% aller Insolvenzen aus. Bei diesem Verfahren bleibt die Unternehmensleitung im Amt und darf über die Insolvenzmasse verfügen, wobei die Unternehmensleitung einen Sachwalter zur Seite gestellt bekommt.

Damit ein Unternehmen eine Eigenverwaltung effizient und effektiv umsetzen kann, sollte die Unternehmensleitung noch durch erfahrene Berater unterstützt werden. Denn innerhalb einer Unternehmenssanierung ist ein Unternehmen mit etlichen rechtlichen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Ansätzen konfrontiert, welche für viele Unternehmen zumeist Neuland ist.

Vorteile der Eigenverwaltung

Die Eigenverwaltung hat gegenüber einem reinen Insolvenzverfahren wesentliche Vorteile. Diese sind vor allem darin begründet, dass eine Unternehmensfortführung und nicht die Zerschlagung im Mittelpunkt steht. Folglich liegt bei der Unternehmensleitung eine höhere Akzeptanz vor. Des Weiteren sind die Kosten der Eigenverwaltung deutlich geringer als bei einem Regelinsolvenzverfahren.

Fazit

Insgesamt entwickelt sich die Lage in Deutschland sowohl bei den Unternehmen als auch bei den Verbrauchern weiterhin positiv, was nicht zuletzt an der guten Konjunktur liegt. Trotzdem bescheinigen schon einige Wirtschaftsfachleute, dass im Zuge einer negativen konjunkturellen Entwicklung wieder die Insolvenzen und die Unternehmenskrisen mittel- bis langfristig ansteigen.

Tipp der KANZLEI NICKERT

Um für den Fall einer Konjunkturverschlechterung gerüstet zu sein, sollten die Unternehmen in der aktuell guten Phase Maßnahmen ergreifen, um ihr Unternehmen krisenresistent zu entwickeln. Hierzu sollten Unternehmen z.B. eine Unternehmensplanung erstellen oder Maßnahmen zur Risikofrüherkennung treffen.

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[Natallie Götz]

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