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Dienstag, 03 April 2012 16:20

Der Risikomanagementprozess

Weiterführend zu den "Top 10 Risiken in mittelständischen Unternehmen" aus unserem aktuellen Magazin (1-2012) haben wir für Sie den Risikomanagementprozess näher dargestellt:

Der Risikomanagementprozess ist im optimalen Fall ein ständiger Prozess der Risikoerfassung, Risikobewertung und Risikobewältigung.

Risikomanagementprozess-1

Wichtig ist, dass ein Unternehmen die einschlägigen Risiken identifiziert. Im Magazinbeitrag (1-2012) haben wir die TOP 10 Risikokategorien dargestellt. Selbstverständlich ist diese Aufzählung nicht abschließend. Doch spiegeln die einzelnen Kategorien die erfahrungsgemäß wichtigsten Risikofelder wider.

Um in einen Risikomanagementprozess einzusteigen, muss sich ein Unternehmen die richtigen Fragen stellen.

Beispiele im Bereich Absatz:

1. Welche neuen Trends gibt es?
2. Gibt es Nachbaumöglichkeiten?
3. Welchen Einfluss hat die Umwelt?
4. Gibt es Konkurrenzprodukte?
5. Wie ausgewogen ist die Sortimentspolitik?
6. Gibt es die Gefahr einer Substitution?
7. Wie ist der Vertreib organisiert?
8. Wie sieht es aus mit dem Produktlebenszyklus?
9. Welche Haftungsrisiken bestehen?

Beispiele für den Bereich Produktion:

1. Ist eine Produktionsplanung vorhanden?
2. Kann die Fertigung flexibel auf Nachfrageänderungen reagieren
3. Werden Ausschussquoten erfasst?
4. Technischer Stand der Maschinen?
5. Kapazitätsauslastung?

Ein Unternehmen hat die für sich wichtigen Einzelrisiken systematisch zu erfassen.
Auf Basis dieser systematischen Erfassung sind die Risiken dann im Einzelfall zu analysieren und zu bewerten.

Für die Bewertung der Risiken sind 2 Parameter auschlaggebend. Zum einen die Eintrittswahrscheinlichkeit und die potentielle Auswirkung des Einzelrisikos des Unternehmens. Das Produkt dieser beiden Parameter bestimmt den Handlungsdruck für ein Unternehmen. Ein Risiko mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit und hoher Auswirkung auf das Unternehmen kann für dieses ggf. existenzbedrohend sein.

Die einzelnen Risiken sind sodann mit Maßnahmen zu versehen, mit dem Ziel, die Risiken entweder zu bewältigen oder zumindest die potentiellen Auswirkungen auf das Unternehmen einzuschränken. So kann beispielsweis der Abschluss einer Versicherung zielführend sein.

Systematisch und nachhaltig wird dieser Prozess erst dann, wenn für die Einzelrisiken Verantwortliche bestimmt werden, die die definierten Maßnahmen zielgerichtet angehen.

Zum Einstieg bietet sich folgende Tabelle an:

Kategorie Risiko Eintrittswahr-
scheinlichkeit
(EW) 1-6 
Auswirkung
(AW) 1-6 
EW x AW Maßnahme Verantwortlicher Termin

Legende:

1 = geringeWahrscheinlichkeit/Auswirkung

6 = hohe Wahrscheinlichkeit /Auswirkung

Über den Standder Einzelmaßnahmen haben die jeweiligen Verantwortliche in einem definiertenRhythmus gegenüber der Geschäftsleitung zu reporten.

Der Prozessstartet dann wieder von Neuem!

Die Kunstdieses Prozesses ist es letztlich, die für das jeweilige Unternehmen richtigenFragen zu stellen. Diese sind von Branche zu Branche und von Unternehmen zuUnternehmen unterschiedlich. Über den Erfolg entscheidet dann schließlich auchdie Konsequenz, mit welcher einer solcher Prozess – von allen Ebenen einesUnternehmens – gelebt und mitgetragen wird.

Viel Erfolg!

Diese Aufstellung haben wir hier für Sie zum Download bereitgestellt.

Autoreninfo

kuma-testMatthias Kühne

Rechtsanwalt, Betriebswirt (IWW), Fachanwalt für Insolvenzrecht, CVA (Certified Valuation Anlalyst EACVA)

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