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Freitag, 30 März 2012 14:26

Magazin: Top 10 Risiken in mittelständischen Unternehmen

Einführung

Jedes unternehmerische Handeln ist mit Risiken verbunden. Die Kultur in Unternehmen, sich mit den bestehenden Risiken bewusst und strukturiert auseinanderzusetzen ist noch nicht ausgeprägt. Dies betrifft gerade auch kleine und mittelständische Unternehmen. Der bewusste Umgang mit und Identifikation von bestehenden Risiken hilft einem Unternehmen, diese zu bekämpfen und das Unternehmen auf die sich stellenden Herausforderungen vorzubereiten. Unsere Top 10 Risiken für kleine und mittelständische Unternehmen sind:

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Mitarbeiter

Mitarbeiter sind in vielen Fällen der maßgebenden Wert eines Unternehmens. Anders als die Vermögensgegenstände Grundstücke, Gebäude, Maschinen etc. ist dieser Vermögensgegenstand wertmäßig schwer abzubilden. Mitarbeiter sind mehr als ein reiner Kostenfaktor. In vielen Unternehmen nehmen sie für den zukünftigen Unternehmenserfolg eine wesentliche Position ein. Der Fortbestand vieler Unternehmen ist unmittelbar mit dessen Personal verbunden. Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels haben Unternehmen es zunehmend schwerer, sich für qualifiziertes Personal attraktiv zu machen. Ein Risiko, dem Unternehmen systematisch und langfristig begegnen müssen.

Kapitalstruktur

Durch eine risikoreiche Kapitalstruktur ergibt sich ein erhöhtes Risiko für das Unternehmen. Als risikoreich gilt die Kapitalstruktur dann, wenn das Verhältnis Eigen-/Fremdkapital nicht mehr stimmt. Dabei geht ein hoher Fremdkapitalanteil mit einem höheren Risiko einher, da das Fremdkapital (z. B. Darlehen) auch in schlechten Zeiten bedient werden muss. Das Verhältnis Eigen-/Fremdkapital ist jedoch individuell unter Hinzuziehung der individuellen Unternehmenssituation, der Rechtsform und der Branche zu beurteilen.

Lieferanten/Kunden

Sowohl auf der Vor- als auch auf der Nachstufe kann es zu Problemen kommen. Sie sollten deshalb die Risiken kennen, die sich aus dem Lieferanten-/Kundenbereich ergeben könnten. Im Lieferantenbereich z. B. aufgrund der Qualitätsansprüche, der Termintreue etc. Im Kundenbereich z. B. durch die Kundenverteilung, da man bei wenigen Großkunden eventuell einen Kundenverlust schwerer verkraftet.

Konjunktur

Viele Unternehmen hängen bei der eigenen Auslastung oftmals an der Entwicklung der gesamten Wirtschaft. Geht z. B. das Wachstum zurück, trifft dies in der Regel eine Vielzahl von Unternehmen nahezu im Gleichschritt. Oft ist dabei zu beobachten, dass es die einzelnen Branchen zu unterschiedlichen Zeitpunkten trifft.

Marktsituation

Auf welchem Markt bewege ich mich? Wer sind meine Konkurrenten, wie verhalten sie sich und wie sind die Marktressourcen? Die Beurteilung der aktuellen und noch wichtiger der zukünftigen Situation nimmt dabei einen hohen Stellenwert ein. Verpassen Sie es, rechtzeitig auf Veränderungen zu reagieren, kann das für die Zukunft des Unternehmens gravierende Folgen haben.

Produktportfolio/Produktsubstitution

Wie setzt sich die Produktpalette im Unternehmen zusammen? Kann gegebenenfalls ein Umsatzrückgang durch ein anderes Produkt im Unternehmen aufgefangen werden? Auf welchen Märkten und in welchen Regionen bewegt man sich? Durch einen ausgewogenen Mix können negative Entwicklungen eventuell gut ausgeglichen werden. Besteht eventuell sogar die Gefahr einer Produktsubstitution? Durch die mögliche Neueinführung eines Produktes durch einen Wettbewerber, das die Funktionen und Einsatzgebiete des bestehenden Produktes überdeckt, kann eventuell ein bisher erfolgreiches Produkt vom Markt verscheiden. Beispiele gibt es hierfür viele, z. B. Kassette durch CD/DVD etc.

IT-Sicherheit

Die IT hat in den letzten Jahren in den Unternehmen an überragender Bedeutung gewonnen. In der Unternehmensführung ist sie nicht mehr wegzudenken. Auch sind sämtliche relevanten Daten in der EDV gespeichert. Der Schutz vor Ausfall der IT oder auch ein Datenverlust sind für Unternehmen äußerst wichtig. Die Unternehmen müssen sich auch vor Angriffen von außen schützen. Dies betrifft nicht nur den Schutz vor Trojanern, Viren, etc. Auch der gezielte Angriff zur Ausspähung unternehmensinterner Daten stellt für Unternehmen ein zunehmendes Risiko dar.

Unternehmensplanung 

Durch eine fehlende Unternehmensplanung und eine unzureichende Beschäftigung mit den Werttreibern im Unternehmen sind Sie eventuell in einer Krisensituation nicht so handlungsfähig. Grund dafür ist der zeitliche Druck in Krisensituationen. Wenn es für Ihr  Unternehmen eine detaillierte und in Szenarien abgebildete Unternehmensplanung gibt, haben Sie in der Regel auch eine transparentere Entscheidungsplattform.

Organisation

Durch den Aufbau und die Struktur im Unternehmen ergibt sich eventuell eine Risikoposition. Deshalb ist es wichtig, Themen wie Verantwortung, Vertretung, Prozesse etc. geregelt zu haben. Wenn z. B. zu viel Wissen, z. B. über einen Kunden, nur eine Person hat, kann das unter Umständen problematisch werden.

Reputations- und Imagerisiken

In Zeiten einer vernetzten Informationsgesellschaft spielen Reputations- und Imagerisiken auch im Mittelstand eine immer wichtigere Rolle. Das Image eines Unternehmens wird zum einen durch den eigenen Außenauftritt beeinflusst. So ist z. B. die Homepage eines Unternehmens die Visitenkarte, die von Kundenseite immer häufiger vor einer Auftragserteilung studiert wird. Aber auch Meinungsäußerungen über Unternehmen, z. B. in Foren oder Bewertungen auf google-Maps sind allen zugänglich und auch nicht mehr rückgängig zu machen. Qualitätsmängel oder sonstige negative Nachrichten sind damit einem viel größeren Kreis zugänglich und haben unmittelbare Auswirkungen auf die Entwicklung eines Unternehmens.

Als Unternehmer müssen Sie Risiken eingehen, um Chancen nutzen und damit einhergehend nachhaltig den Erfolg sichern zu können. Dabei müssen die Risiken, die aus den einzelnen Gebieten auf das Unternehmen ausstrahlen, identifiziert sein. Durch die Identifikation und die anschließende Befassung mit den Risiken wird eine Basis geschaffen, die dem Unternehmen einen besseren Umgang mit Risiken ermöglicht. Wir halten die Befassung mit dem Thema „Risiko“ heute und zukünftig in den Unternehmen für sehr wichtig.

„Nichts geschieht ohne Risiko, aber ohne Risiko geschieht auch nichts“ (Walter Scheel)

[Matthias Kühne und Sebastian Broß]

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