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Donnerstag, 27 Oktober 2011 15:49

Anhaltende Eurokrise wirkt sich auf Insolvenzen und die Zahlungsmoral aus

Aktuelle Zahlen der deutschen Inkassounternehmen belegen, dass im Herbst die Unternehmensinsolvenzen auf 30.000 sinken. Dies ist zunächst eine positive Nachricht für Unternehmer und  Arbeitnehmer. Gemäß der traditionellen Herbstumfrage des Bundesverbandes Deutscher Inkassounternehmen ist die aktuelle Zahlungsmoral aufgrund des Wirtschaftswachstums so gut wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr.

Noch haben die Endverbraucher Geld im Portemonnaie, der Baubranche geht es gut, die  Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie seit der „Wende“ nicht, und die weiterhin guten Aussichten für den Arbeitsmarkt geben den Menschen wirtschaftliche Sicherheit.

Die derzeit anhaltende Eurokrise wirkt jedoch als Konjunkturbremse – Experten rechnen mit einem starken Anstieg von  Insolvenzen in 2012 und damit mit einem Rückgang der Auftragseingänge, einer Kaufzurückhaltung der Verbraucher und vor allem auch Problemen bei der Kreditvergabe der Banken an Unternehmen. Sofern die Eurokrise kein schnelles Ende nehmen wird, rechnet knapp 80 % der deutschen Inkassowirtschaft für diesen Fall mit einem rapiden Abfall der Zahlungsmoral  und deutlich schlechterem  Zahlungsverhalten der Unternehmen und auch der Verbraucher.

Beispielsweise würden dies Handwerker zunächst durch Ausfall fest eingeplanter Zahlungseingänge spüren. Durch den sog. „Dominoeffekt“ könnten sie ihre eigenen Zahlungsverpflichtungen nicht einhalten und gefährdeten so die Liquidität ihrer Geschäftspartner. Wichtig ist hier eine gute Planung für das Forderungsmanagement, d. h. zeitnahes Abrechnen und geschicktes Vorgehen bei säumigen Zahlern.

Durch das von der Bundesregierung geplante Bundesmeldegesetz wird sich die Einholung von Melderegisterauskünften erschweren, so dass Inkassounternehmen und Gläubiger säumige Zahler teuer „wiederfinden“ müssen. Dies wird sich auch auf die Rechtsverfolgungskosten auswirken.

TIPP der KANZLEI NICKERT:

Behalten Sie Ihre Forderungen immer im Blick. Rechnen Sie, wenn möglich, per Vorschussrechnung ab und mahnen Sie zeitnah.

Weitere Beiträge zum Forderungsmanagement und zur Mahnung:

KANZLEI NICKERT – DAS MAGAZIN 01-2009:

    KANZLEI NICKERT – DAS MAGAZIN  01-2010:

      [Ursula Martin]

      HINWEIS

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