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Montag, 11 April 2011 09:16

Die SCHUFA – was verbirgt sich dahinter?

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Jeder, der schon einmal einen Kreditvertrag abgeschlossen hat, kann sich an das Kleingedruckte am Ende des Dokuments erinnern, unter das er noch einmal seine Unterschrift setzen muss: die sogenannte SCHUFA-Klausel, mit der er sein Einverständnis zur Übermittlung seiner persönlichen Daten an die Auskunftsorganisation Schufa gibt.

Hauptsächlich wird die SCHUFA von Banken, Versicherungen, Handy- und Autofirmen genutzt. Die Vermeidung überhöhter Kreditrisiken schützt dabei den Kreditgeber vor Verlusten und seine Kunden vor Überschuldung und Insolvenz. Gespeichert werden nur die Daten von Verbrauchern, Einzelkaufleuten und Freiberuflern.

Die SCHUFA unterscheidet zwischen Positiv- und Negativmerkmalen. Zu den Positivmerkmalen gehören die Stammdaten wie Name und Geburtsdatum, Anschrift, eventuelle Voranschriften und Anfragen der Banken zu Bürgschaften, Girokontoeröffnungen und Krediteinräumungen.

Wichtiger für den Kreditgeber sind aber die sogenannten Negativmerkmale. Hier erfasst die SCHUFA z.B. Missbrauch eines Kontos, rückständige Forderung bei Verzug (Saldo), Saldo nach Vollstreckungsbescheid und Endurteilen und auch Widerspruch zur SCHUFA-Klausel.

Ist also ein Kreditnehmer nicht bereit, seine Einwilligung zur SCHUFA-Klausel zu geben, so ist das ein schlechtes Zeichen für seine Kreditwürdigkeit und wird bei der SCHUFA selbst auch erfasst.

Auch Merkmale aus öffentlichen Registern werden selbstverständlich gespeichert: Abgabe der eidesstattlichen Versicherung (also der frühere Offenbarungseid), Beantragung und Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens, Haftbefehl zur Abgabe der eidesstattlichen Versicherung und Einstellung eines Insolvenzverfahrens mangels Masse.

 

Können Sie nun auch erfahren, welche Daten bei der SCHUFA über Sie selbst gespeichert sind?

Gemäß Bundesdatenschutz §§ 33 ff. darf eine Eigenauskunft vom Betroffenen selbst eingeholt werden. Dies ist persönlich bei einer der 15 SCHUFA-Geschäftsstellen kostenlos möglich. Sie können sich auch online bei der SCHUFA registrieren – www.schufa.de – und so jederzeit Ihre Eigenauskunft einsehen (Kosten derzeit: einmalig 18,50 €).

Seit dem 1.4.2010 ist eine schriftliche Eigenauskunft pro Jahr kostenlos. Jede weitere schriftliche Auskunft kostet dann 18,50 €.

TIPPS der KANZLEI NICKERT:

Eine Eigenauskunft bei der SCHUFA ist durchaus sinnvoll, wenn Sie in naher Zukunft größere Investitionen für sich und Ihr Unternehmen planen. So können Sie Ihre Einträge bei der SCHUFA kontrollieren und eventuelle Fehleintragungen rechtzeitig korrigieren lassen. Die SCHUFA berichtigt umgehend, sobald der richtige, zutreffende Sachverhalt zweifelsfrei erwiesen ist.

[Ursula Martin]

HINWEIS

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