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Benjamin Schilling
Donnerstag, 20 April 2017 12:52

Integration von Qualitäts- und Risikomanagement – ISO 9001:2015

Sowohl bei kleineren und mittleren Unternehmen als auch bei größeren Unternehmen ist die
ISO 9001 eine der meistgenutzten Zertifizierungsnormen für Managementsysteme. Es ist für
Unternehmen schon fast ein „Muss“, die ISO 9001 vorzuweisen. Hinzu kommt ein
zunehmendes Interesse der Unternehmen an einer Risikomanagementfunktion. Durch diese
Funktion gewinnen Unternehmen an Robustheit, um auf einen erfolgreichen
Unternehmensfortbestand zu blicken. Folgerichtig bauen Unternehmen ihr
Risikomanagement auf und aus.


Allerdings sollten keine Insellösungen entstehen. Erfolgversprechend ist ein ganzheitlicher
Risikomanagement-Ansatz, bei dem das Risikomanagement in sämtliche
Unternehmensfunktionen integriert ist. Eine Verknüpfung zum Qualitätsmanagement ist
geradezu ideal, da inhaltliche und methodische Übereinstimmungen bestehen.

Neuerungen bei der ISO 9001

Ende 2015 wurde die ISO 9001 überarbeitet. Als wesentliche Veränderung verlangt die ISO
nun ein Risikomanagement. Daher stellt diese Revision einen guten Anlass dar, um ein
Risikomanagement zu implementieren sowie beide Funktionen stärker zu verzahnen.

Risikomanagement im Sinn der ISO 9001

Im Kontext der überarbeiteten ISO 9001 sollte ein Unternehmen ein Risikomanagement
aufbauen, das sich systematisch mit Chancen und Risiken auseinandersetzt. Dies gelingt,
indem potenzielle Chancen/Risiken identifiziert, analysiert und bewertet werden sowie
passende Steuerungsmaßnahmen für den Umgang mit den Chancen/Risiken geplant
werden.

Qualitäts- vs. Risikomanagement

Durch die Erweiterung des bisherigen Qualitätsmanagements um die Funktionen des
Risikomanagements können Unternehmer nötige Synergien gewinnen. Denn das
Qualitätsmanagement beschäftigt sich in erster Linie mit der nötigen Qualität im
Unternehmen – dass Prozesse eingehalten werden und die Kundenanforderungen an die
Produkte/Dienstleistungen erfüllt sind.

Das Risikomanagement ist hingegen beim Umgang mit Chancen/Risiken gefragt und hat den
Blick in die Zukunft. In Summe versuchen beide Funktionen, mit präventiven Maßnahmen
den Unternehmenserfolg zu sichern.

Gewinnung von Synergien

Das Qualitätsmanagement kann bei der Verzahnung den nötigen Input für interne
Sachverhalte liefern. Andererseits kann das Risikomanagement Chancen/Risiken oder
Qualitätsmängel identifizieren, die durch das klassische Qualitätsmanagement bisher nicht
erfasst wurden. Hinzu können die Funktionen Informationen austauschen, damit ein größerer
Erfahrungsschatz entsteht.

Infolgedessen kann ein Unternehmen seine Qualität weiter verbessern sowie eine höhere
Effektivität und Effizienz bei beiden Funktionen erzielen. Dies wiederum führt zu einer
Sicherung und Steigerung des Unternehmenswerts.

Individuelles Risikomanagement

Jedoch zeigt die ISO 9001 nicht eindeutig auf, wie Unternehmen ein Risikomanagement
aufbauen können oder welche Methoden/Instrumente sie anwenden sollen. Dafür ermöglicht
die ISO eine unternehmensindividuelle Ausgestaltung. Eine praxis- oder branchenabhängige
Ausgestaltung ist empfehlenswert.

Abhilfe verschafft z. B. die ISO 31000, die Orientierungspunkte liefert. Ebenso hat das
klassische Qualitätsmanagement schon einige Instrumente, die gleichwohl den Einsatz im
Risikomanagement finden.

Tipp der KANZLEI NICKERT

Für Unternehmen ist es nicht nur essenziell, ein Risikomanagement zur Zertifizierung nach
ISO 9001 vorzuhalten, sondern sie können besonders vom ökonomischen Nutzen
profitieren. Daher ist und sollte der Einsatz eines Risikomanagements für Unternehmen
keine „lästige“ Zertifizierungspflicht sein. Vielmehr ist es als ein wertstiftender Ansatz
anzusehen.

Weiterführende Beiträge der KANZLEI NICKERT zum Thema

[Benjamin Schilling]

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