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Samstag, 01 August 2009 10:51

KURZARBEIT

Neues vom Gesetzgeber

Das Thema Kurzarbeit mag abschreckend sein, aber: Man sollte das Beste daraus machen und z. B. das Angebot zur Weiterbildungsförderung nutzen. Informationen (wie die oben erwähnte „Checkliste") sind auf folgender Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit zu finden: www.einsatz-fuer-arbeit.de.

In den heutigen Zeiten der Krise kommt es immer öfter vor: In einem Betrieb ist die Auftragslage schlecht und der Arbeitgeber und die Arbeitnehmer treffen die Vereinbarung, dass dieArbeitszeit reduziert wird.

Was ist Kurzarbeitergeld?

Die Reduzierung der Arbeitszeit führt dazu, dass die Arbeitnehmer weniger Arbeitsentgelt bekommen. Hier greift nun zur Unterstützung das Kurzarbeitergeld ein: Die Agentur für Arbeit übernimmt 60 % des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts. Lebt im Haushalt des Arbeitnehmers ein Kind, werden 67 % übernommen.

In letzter Zeit gab es einige gesetzliche Neuregelungen, die die Leistungen beim Kurzarbeitergeld noch verbessert haben. So erstattet die Agentur für Arbeit nun die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge, die auf Kurzarbeit entfallen. Ab dem 7. Monat des Bezugs werden die Sozialversicherungsbeiträge komplett übernommen. Ebenfalls komplett übernommen werden ab Beginn des Bezugs unter bestimmten Voraussetzungen die Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer, die an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen. Die Agentur für Arbeit beteiligt sich an den Weiterbildungskosten.

Was sind die Voraussetzungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld?

Die gesetzlichen Neuregelungen haben auch die Voraussetzungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld in mancher Hinsicht erleichtert. Die Agentur für Arbeit empfiehlt selbst, folgende „Checkliste" durchzugehen:

  • Ist das Unternehmen von einem erheblichen Arbeitsausfall betroffen?
  • Beruht der Arbeitsausfall auf wirtschaftlichen Gründen oder einem unabwendbaren Ereignis?
  • Hat der Arbeitgeber alles getan, um den Arbeitsausfall zu verhindern?
  • Ist der Arbeitsausfall vermutlich nur vorübergehend?

Falls ein Arbeitgeber alle diese Fragen mit einem „Ja" beantworten kann, dann lohnt es sich für ihn, sich mit dem Thema Kurzarbeitergeld näher zu beschäftigen.

Wo und wie wird das Kurzarbeitergeld beantragt?

Der Arbeitsausfall muss bei der örtlichen Agentur für Arbeit schriftlich angezeigt werden. Diese entscheidet, ob die Voraussetzungen für die Gewährung von Kurzarbeitergeld erfüllt sind. Der Arbeitgeber errechnet, wie viel an den Arbeitnehmer auszuzahlen ist (das sich nach der Reduzierung der Arbeitszeit ergebende Nettoarbeitsentgelt plus das Kurzarbeitergeld). Die Auszahlung erfolgt zunächst durch den Arbeitgeber. Danach muss er bei der Agentur für Arbeit einen schriftlichen Antrag auf Erstattung des von ihm verauslagten Kurzarbeitergeldes stellen.

„Der Gesetzgeber hat die Leistungen beim Kurzarbeitergeld deutlich verbessert."

Artikel verfasst im Juli 2009

HINWEIS

Falls Sie über den Beitrag hinausgehende Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Allerdings weisen wir Sie darauf hin, dass wir diese individuelle Leistung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz auch abrechnen.

Alle Angaben sind sorgfältig geprüft. Durch Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verordnungen sowie Zeitablauf ergeben sich zwangsläufig Änderungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts keine Haftung übernehmen.

 

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