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Montag, 14 Februar 2011 15:19

Gesetzlicher Urlaubsanspruch eines dauerhaft kranken Arbeitnehmers verjährt nicht

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Hinweis: Neuer Beitrag zu diesem Thema: Urlaubsansprüche verfallen nach 15 Monaten.

Das Landesarbeitsgericht München hat in seinem nun im Volltext veröffentlichten Urteil vom 30.11.2010 (AZ 6 Sa 684/10) entschieden, dass ein Arbeitnehmer, der über Jahre hinweg krankgeschrieben war und deshalb seinen Urlaub nicht nehmen konnte bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses Geldersatz verlangen kann.

Der gesetzliche Urlaub muss abgegolten werden

Der Arbeitnehmer war seit 2004 bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses 2009 krank geschrieben. Er machte gegen den Arbeitgeber die Abgeltung des gesetzlichen Urlaubs geltend und bekam nun vom Landesarbeitsgericht München Recht.

Das Landesarbeitsgericht München begründete seine Entscheidung damit, dass der erkrankte Arbeitnehmer nicht die Möglichkeit hatte, den Urlaub tatsächlich zu nehmen. Die Verjährung sei damit zumindest gehemmt.

Abzuwarten bleibt, ob das Urteil in dieser Form Bestand haben wird, da Revision eingelegt wurde. Das Bundesarbeitsgericht wird sich also demnächst auch noch mit dem Fall befassen.

Gestaltungstipp der KANZLEI NICKERT

TIPP: Die Entscheidung betrifft lediglich die gesetzlichen Urlaubsansprüche, nicht jedoch die zusätzlichen Urlaubsansprüche. Wenn Sie Ihren Arbeitnehmern über den gesetzlichen Urlaubsanspruch hinaus Urlaub gewähren, kann eine Regelung im Arbeitsvertrag sinnvoll sein, die zwischen den gesetzlichen und den freiwilligen Urlaubsansprüchen unterscheidet.

[Rechtsanwältin Nadine Jablonski]

 

 

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