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Mittwoch, 18 Juni 2014 09:14

Abfindungsanspruch Kündigung

Abfindung bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses:

Kein Anspruch auf Abfindung:

Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses besteht nicht „automatisch" ein Anspruch auf Abfindung. Dieser Irrglaube ist aber weit verbreitet.

Möglicherweise wird dies dadurch gefördert, dass die meisten Streitigkeiten vor Arbeitsgerichten, in welchen es um die Beendigung des Arbeitsverhältnisses geht, mit einem „Abfindungsvergleich" enden, also der Zahlung einer Abfindungssumme, im Gegenzug nimmt der ehemalige Arbeitnehmer die Kündigung hin.

Ein Anspruch auf Abfindung besteht nur dann, wenn eine betriebsbedingte Kündigung vorliegt und der Arbeitnehmer nicht gegen die betriebsbedingte Kündigung klagt und der Arbeitgeber darauf hinweist (§ 1 a KSchG).

Eine weitere Möglichkeit, wo der Arbeitnehmer Anspruch auf eine Abfindung hat aus dem Gesetz ist § 9 KSchG: Wenn dem Arbeitnehmer die Fortführung des Arbeitsverhältnisses unzumutbar ist. Dies sind jedoch Ausnahmefälle.

Weiterhin kann sich ein Anspruch auf eine Abfindung auch aus einem Sozialplan ergeben.

Keine Sozialversicherungsbeiträge:

Abfindungen, die wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses bezahlt werden, müssen nicht in der Sozialversicherung verbeitragt werden.

Tipp der Kanzlei Nickert:

• Wenn mehr als 0,5 Bruttomonatsgehälter pro Beschäftigungsjahr gezahlt werden geht die Bundesagentur davon aus, dass die Beendigung „erkauft" wurde und verhängt eine Sperrzeit hinsichtlich des Arbeitslosengeldes.

Weitere Beiträge der KANZLEI NICKERT zum Thema Kündigung:

Rückzahlungsklausel in Arbeitgeberdarlehen

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Wann geht eine Kündigung zu?

Abfindung

[Matthias Kühne]

 

 

 

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