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Montag, 04 Februar 2013 10:48

Hinweise zum Lohnvorschuss

Zwar ist der Lohn eigentlich erst zum Monatsende abzurechnen und zu vergüten (anderes gilt, wenn es im Arbeits- oder Tarifvertrag anders geregelt ist), doch gelegentlich kommt es vor, dass ein Mitarbeiter um einen “Vorschuss” bittet. Ein Vorschuss ist dabei von einer Abschlagszahlung oder einem Darlehen zu unterscheiden. Eine Abschlagszahlung erfolgt auf den bereits verdienten Lohn, der noch nicht abgerechnet wurde.

Aus unserer Erfahrung in diesem Bereich haben wir für Sie einige Hinweise und Tipps  – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – zusammengestellt:

  • Der Arbeitnehmer hat grundsätzlich keinen Anspruch auf einen Lohnvorschuss. Anders ist das z. B. dann, wenn eine finanzielle Notlage durch eine schwere Erkrankung bestünde.
  • Als Arbeitgeber ist zum einen darauf zu achten, dass für den Gehaltsvorschüsse bereits die Lohnsteuer einbehalten werden muss. Auch Vorschüsse sind lohnsteuerpflichtig. Bei Abschlagszahlungen gibt es spezielle Regelungen.
  • Auch ein negatives Zeitguthaben stellt einen Lohnvorschuss dar.
  • Der Vorschuss kann bei der nächsten Lohnabrechnung ohne Beachtung der Pfändungsfreigrenzen abgezogen werden. Dem Arbeitnehmer muss aber so viel bleiben, wie er Bestreitung des notwendigen Unterhalts für sich und die Unterhaltsberechtigten benötigt.
  • Übrigens: Liegt eine Lohnpfändung vor, muss trotzdem der pfändbare Betrag aus dem Gesamtbetrag an den Gläubiger bezahlt werden, ohne Rücksicht auf bereits bezahlte Vorschüsse.
  • Wenn der Arbeitnehmer den vollen Lohnanspruch geltend macht gegen den Arbeitgeber muss der Arbeitgeber beweisen, dass er bereits einen Teil des Lohnes als Vorschuss bezahlt hat. Dies lässt sich nachweisen durch die Lohnabrechnung, wenn der Vorschuss dort aufgeführt ist und ergänzend durch einen Überweisungsbeleg.

Autoreninfo

jana-testNadine Jablonski

Rechtsanwältin und Teamleiterin Personalberatung

HINWEIS

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