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Dienstag, 02 Februar 2016 07:42

Umsatzsteuerliche Behandlung von Betriebsveranstaltungen

Aufwendungen für Betriebsveranstaltungen wie z. B. Weihnachtsfeiern oder Betriebsausflüge sind abzugsfähige Betriebsausgaben, solange sie überwiegend betrieblich veranlasst sind.

Wenn solch eine betriebliche Veranlassung gegeben ist, stellen die Zuwendungen bei den Arbeitnehmern keinen steuerpflichtigen Arbeitslohn in Form eines geldwerten Vorteils dar.

Eine betriebliche Veranlassung liegt vor, wenn die Aufwendungen pro Arbeitnehmer 110 € brutto nicht übersteigen. Der Freibetrag kann jährlich für maximal 2 Betriebsveranstaltungen in Anspruch genommen werden. In diesem Fall kann auch die Vorsteuer in voller Höhe abgezogen werden.

Oftmals nehmen die Arbeitnehmer noch eine Begleitperson wie den Ehegatten mit auf die Betriebsveranstaltung. Hierbei ist zu beachten, dass beide gemeinsam einen Freibetrag von 110 € zur Verfügung haben. Alles, was darüber hinausgeht, stellt einen geldwerten Vorteil dar, der mit 25% pauschal versteuert werden muss.

Umsatzsteuerlich handelt es sich bei den 110 € um eine Freigrenze. Dies bedeutet, dass wenn sie überschritten wird, der gesamte Vorsteuerabzug versagt wird. Üblicherweise kommen einige Arbeitnehmer mit und einige ohne Begleitung. In diesem Fall ist es möglich, dass bei denjenigen, die ohne Begleitung kommen, die Freigrenze eingehalten wird und bei den anderen nicht. Der Vorsteuerabzug ist dann in Höhe des Anteils möglich, der dem Anteil der Arbeitnehmer, der die Freigrenze einhält, bezogen auf die Gesamtzahl der teilnehmenden Arbeitnehmer entspricht. Der andere Teil der Vorsteuer ist nicht abzugsfähig.

[Natalie Goetz]

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