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Montag, 22 Juni 2015 08:32

Kennzahlen in der Unternehmenssteuerung

In den nächsten Wochen werden wir auf unserer Homepage eine Reihe von Blogbeiträgen, die sich mit der Kennzahlenanwendung in kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) auseinandersetzen, veröffentlichen. Den Auftakt bildet eine kurze Übersicht, weshalb Kennzahlen ein wesentlicher Faktor in der Unternehmensführung sind.

Diesem Beitrag folgt ein weiterer mit unterschiedlichen Sichtweisen aus Theorie und Praxis. Ebenso werden in einem Beitrag die Anforderungen von Kennzahlen bestimmt. In einem darauf folgenden Artikel werden einzelne Funktionen von Kennzahlensystemen erörtert. Ergänzt wird die Blogreihe mit einer Auswahl von Kennzahlen und deren Charakterisierung. Abgeschlossen wird die Reihe mit der Verwendung der Kennzahlen in Zusammenhang mit DATEV-Auswertungen.

Darum sind Kennzahlen in einem Unternehmen wichtig

Dieser Beitrag erörtert in wenigen Zügen, weshalb der Einsatz von Kennzahlen von zentraler Bedeutung ist.

Weltweit wird Deutschland für seinen erfolgreichen Mittelstand beneidet. Es gibt unzählige Branchen, in denen deutsche kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) Weltmarktführer sind. Durch immer wieder neue technische Errungenschaften präsentieren sich diese Unternehmen an den globalen Märkten. Allerdings gibt es auch im KMU-Bereich Schattenseiten. Diese liegen laut aktuellen Studien, bei KMU oft im kaufmännischen Bereich.

Die meisten KMU sind eigentümergeführte Unternehmen und in technischen/handwerklichen Branchen vertreten. Mit der technischen/handwerklichen Fokussierung des Unternehmens geht einher, dass die Eigentümer/Geschäftsführer meist eine technisch/handwerkliche Ausbildung und deshalb eine Affinität für die praktischen Tätigkeiten direkt am Produkt besitzen. Das hat zur Folge, dass die Geschäftsführer in ihrem Fachgebiet Spezialisten sind, jedoch in vielen Fällen nur rudimentäre betriebswirtschaftliche Kenntnisse haben. Beseitigen könnte dies ein kaufmännischer Angestellter, der allerdings oft mangels der Unternehmensgröße und/oder Ressourcenknappheit nicht eingestellt wird. Betriebswirtschaftliche Umsetzungen werden folglich nicht ausreichend praktiziert.

Bei KMU, vor allem bei den kleineren Unternehmen, kristallisiert sich heraus, dass fast ausschließlich mit einfachen Indikatoren, wie auch Kennzahlen, die gegenwärtige Geschäftssituation „geprüft" und analysiert wird – falls überhaupt geprüft wird und nicht nur am Gewinn oder dem Kontostand die Lage des Unternehmens gemessen wird. Auf diese Weise wird beispielhaft an den bestellten Materialien der Grad der Profitabilität gemessen. Demnach dienen die angewandten Verfahren nur geringfügig als rationale Entscheidungsgrundlage und die Geschäftsführer treffen eine Vielzahl der Entscheidungen aus dem „Bauch heraus" bzw. implizit aus Erfahrungswerten.

Ebenso wird nur sporadisch, meist nur einmal jährlich, mit betriebswirtschaftlichen Instrumenten die Unternehmenssituation überprüft, was des Öfteren eine zeitlich zu späte und damit unzureichende Analyse und Auswertung der betriebswirtschaftlich relevanten Daten zur Folge hat.

Dementsprechend lassen sich Gefahrenpotenziale oder das Nichteinhalten von Mindestanforderungen (z. B. Forderungsbestand, Eigenkapitallinie) zu spät erkennen, weshalb eine Sanierung im Extremfall unumgänglich sein kann. Insbesondere der unregelmäßige Liquiditätsüberblick ist ein Schwachpunkt, aus dem sich oft Sanierungsfälle ergeben.

Darüber hinaus verlangen die Banken aufgrund der steigenden Regulierungen immer mehr nach kaufmännischen und standardisierten Auswertungen, sodass zeitnahe Unternehmensergebnisübersichten erstellt werden müssen.

Schlussfolgerung: In einer Vielzahl der KMU fehlt ein Führungstool zur Unternehmenssteuerung, das als Entscheidungsgrundlage für Geschäftsführer und zur Übersichtlichkeit dient, damit die Unternehmenssituation visualisiert wird. So kann auch eine negative Geschäftsentwicklung frühzeitig erkannt und dieser entgegengewirkt werden.

Tipp der KANZLEI NICKERT

Die Lösung bietet hierbei ein standardisiertes Reporting, bei dem alle wesentlichen Unternehmensinformationen zeitnah und kontinuierlich in komprimierter Form abgebildet werden. Mit dem Einsatz von Kennzahlen lässt sich eine schnelle und aggregierte Übersicht erzeugen, um das Unternehmen zu steuern und eine Entscheidungsfindung zu erleichtern. Ebenso ist es ein erstes Tool für eine Frühaufklärung im Unternehmen.

Einer der ersten Schritte ist die Bewusstseinssteigerung für die kaufmännischen Tätigkeiten und damit einhergehend die intensivere Auseinandersetzung mit diesen wichtigen Themen.

Nachdem nun eine kurze Übersicht gegeben ist, weshalb Kennzahlen für ein Unternehmen wichtig sind, wird im nächsten Artikel die Sichtweise auf Kennzahlen aus Praxis und Literatur erörtert.

Weitere Beiträge der KANZLEI NICKERT zum Thema:

Was ist ein KMU? Kleinere und mittlere Unternehmen in Deutschland

Investitionshemmnisse im Mittelstand

Anforderungen an unternehmerische Entscheidungen durch Geschäftsführer und Vorstände

[Benjamin Schilling]

HINWEIS

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