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Samstag, 26 November 2011 12:24

Magazin: "Mitarbeiter gesucht!" - Basics für Ihre Stellenanzeige

Nach einer Umfrage des DIHK (Deutscher Industrie- und Handelskammertag), mit welchen Folgen der demografischen Entwicklung Unternehmen hauptsächlich rechnen, rangiert der Mangel an Fachkräften in den Branchen Industrie, Bau, Handel und Dienstleistungen gleichermaßen ganz weit vorne.

Die Personalbeschaffung erfolgt am häufigsten über die Stellenanzeige. Wir haben in diesem Artikel die wichtigsten Punkte zusammengefasst, damit Sie Ihre Stellenanzeigen optimieren können, um mehr und auch bessere Bewerbungen zu erhalten.

Eine ideale Stellenanzeige soll die bestehende Stelle möglichst attraktiv darstellen, eine Art Vorauswahl treffen, also die richtigen Bewerber ansprechen und diese zur Bewerbung animieren.

Inhalt und Optik

Vergleicht man die Stellenanzeigen in der Tagespresse, fällt gleich auf, welche Stellenanzeige optisch attraktiv wirkt und welche nicht. Einfluss auf die optische Attraktivität der Stellenanzeige haben vor allem Faktoren wie Farbe, Größe, Graphiken, Firmenlogo, Umrahmungen und eine hervorgehobene Positionsbezeichnung. Bei Farbauswahl und Abbildung sollten Sie natürlich Ihre Corporate Identity beachten, denn Stellenanzeigen repräsentieren das Unternehmen nach außen.

Der Interessent muss erkennen können:

  • Welches Unternehmen bietet die Arbeits-/Ausbildungsstelle?
  • Um welche Stelle geht es?
  • Welche Anforderungen werden an den Bewerber gestellt?
  • Was bietet das Unternehmen?
  • Wie soll der Bewerber Kontakt aufnehmen?


Als Unternehmen sollten Sie sich zunächst kurz vorstellen. Das Unternehmensimage kann hierdurch weiter verbessert werden, was sich auch positiv auf das zukünftige Personalmarketing auswirkt. Hervorheben sollten Sie, für welche Stelle die Anzeige geschaltet wurde.

Häufig ist zu lesen, dass „Teamfähigkeit“ oder „selbständiges Arbeiten“ erforderlich sind. Besser ist ein klares Kompetenzprofil zu erstellen und sich bewusst zu machen, welche Fähigkeiten, Qualifikationen und Eigenschaften der Bewerber in welchem Maße haben muss. Eine genaue Darstellung des Tätigkeitsgebiets ist zu empfehlen. Hierdurch kann bereits eine Vorauswahl durch die Stellenanzeige getroffen werden.

Eine Umfrage des Arbeitgeberbewertungsportals „kununu“ hat ergeben, dass 19% der qualifizierten Bewerber sich für eine Stellenanzeige interessieren, die Aussagen über flexible Arbeitszeiten und Arbeitszeitmodelle enthält. Für 8% war eine gute Verkehrsanbindung wichtig. 7% interessierten sich dafür, ob sie im Home-Office arbeiten konnten. Geldwerte Zusatzleistungen (wie z.B. Firmenwagen) war nur für 6% wichtig. Es ist daher wichtig, dass Unternehmen in der Stellenanzeige bereits hervorheben, was sie bieten, und vor allem, was sie damit von anderen Unternehmen unterscheidet.

Der richtige Zeitpunkt

Der richtige Zeitpunkt, eine Stellenanzeige zu schalten, hängt zum einen davon ab, wann z. B. der jetzige Stelleninhaber geht. Von diesem Austrittsdatum ausgehend sollte man noch eine Einarbeitungszeit des neuen Mitarbeiters einplanen sowie die Kündigungsfrist des möglichen Bewerbers und auch die Zeit, bis man sich für einen Bewerber entschieden hat, abziehen.

Es kann sich damit eine Vorlaufzeit von mehreren Monaten ergeben. Weiterhin kann es Sinn machen, eine Stellenanzeige ggfs. rechtzeitig vor Ausbildungsende zu schalten, damit z. B. Auszubildende, die in anderen Unternehmen noch im ungewissen sind, ob sie übernommen werden, sich bewerben.

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz


Bei der Formulierung der Stellenanzeige sollten Sie insbesondere auf alters- und geschlechtsneutrale Formulierungen achten. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sind nämlich bereits Stellenanzeigen so zu formulieren, dass keine Diskriminierung vorliegt. Wenn z.B. ausdrücklich eine Industriekauffrau gesucht wird, jedoch kein Industriekaufmann, können männliche abgelehnte Bewerber – häufig erfolgreich – u. a. Entschädigungsansprüche geltend machen in Höhe von bis zu 3 Monatsgehältern.

Mehr zum Thema Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz können Sie auf unserer Homepage lesen. Klicken Sie hier.

Die Qualität der Stellenanzeige entspricht der Qualität der Bewerber.

Eine ideale Stellenanzeige soll die bestehende Stelle möglichst attraktiv darstellen, eine Art Vorauswahl treffen, also die richtigen Bewerber ansprechen und diese zur Bewerbung animieren.

Autoreninfo

jana-testNadine Jablonski

Rechtsanwältin und Teamleiterin Personalberatung

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