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Dienstag, 01 Dezember 2009 23:11

Wer nicht plant, der nicht gewinnt

Das sagt die Statistik Ein bisschen Statistik vorneweg: 57 % der deutschen Unternehmen räumen der strategischen Planung zur Steuerung der Geschäftsaktivitäten eine hohe Priorität ein. Nur 15 % sind der Ansicht, man könne die Konzeption einer Unternehmensstrategie vernachlässigen.

Das Problem: Besonders Unternehmen, bei denen der Umsatz in den letzten 3 Jahren zurückgegangen ist, favorisieren die strategische Planung nicht. Es konnte im Umfrageergebnis ein Zusammenhang zwischen Planung und Umsatzentwicklung nachgewiesen werden. Demnach gibt es keinen Marktteilnehmer, der trotz intensiver strategischer Planung Umsatzeinbußen erlitt. Das ist das Ergebnis der „Potenzialanalyse Strategische Planung", die im Auftrag von Steria Mummert Consulting in Kooperation mit wiwo.de im Jahr 2007 durchgeführt wurde.

Was ist eine Unternehmensplanung?

Unter strategischem Planen wird das langfristig ausgerichtete planvolle Handeln verstanden,
mit dem eine vorteilhafte Unternehmenssituation entstehen soll. Eine Planung sichert den Erfolg, die Liquidität und damit langfristig die Überlebensfähigkeit des Unternehmens.

Denn: „Nur was Sie planen, können Sie auch managen."

Der Planungshorizont

Man unterscheidet in Bezug auf den Planungshorizont zwischen strategischer, taktischer und operativer Planung:

  • Die strategische Planung legt die grundlegenden Ziele eines Unternehmens innerhalb eines Zeithorizontes von mehr als 5 Jahren fest.
  • Die taktische Planung (auch Mittelfristplanung genannt) beschreibt die konkreten operativen Ziele zur Erreichung der strategischen Ziele innerhalb eines Zeithorizontes von 2 bis 5 Jahren. Konkrete Ressourcen werden selektiert und Maßnahmen festgelegt.
  • Die operative Planung betrachtet quantitativ die wertschöpfenden Prozesse bis zu einem Zeithorizont von einem Jahr.

Aufgaben einer Unternehmensplanung

Die Planung legt fest, wie und mit welchen Mitteln die Unternehmensziele erreicht werden sollen. Darüber hinaus sorgt sie dafür, dass die
gesamtunternehmerische Planung und die Teilpläne aller einzelnen Unternehmensbereiche im optimalen Einklang und widerspruchfrei sind. Aus der Planung ergeben sich für alle Ergebnisverantwortlichen Ziele, die für den Planungszeitraum verbindlich sind. Auch diese Ziele müssen im Rahmen der Unternehmenssteuerung koordiniert und realisiert werden. Unabdingbare Voraussetzung zur Planungsakzeptanz ist die Einbeziehung aller verantwortlichen Mitarbeiter in den Planungsprozess. Je stärker die Beteiligten in diesen Prozess eingebunden sind, umso höher ist die Akzeptanz der Planung und die Motivation
zur Zielerreichung.

Eine Unternehmensplanung wird in der Regel in den folgenden Bereichen verwendet:

  • Im operativen Bereich um Budgets zu verteilen oder
  • zur Kontrolle der Geschäftsentwicklung.
  • Im Rahmen von Fremdkapitalbeschaffungen, dabei ist die Unternehmensplanung ein wichtiger Bestandteil des Rating nach Basel II.
  • Im unternehmensinternen Bereich: zur Einführung von neuen Produkten oder
  • bei Diversifikation in neue Märkte

Inhalte einer Planung

Grundsätzlich sollte eine Unternehmensplanung
folgende Inhalte haben:

  • Plan-Gewinn- und Verlustrechnung (a. Abb.),
  • Plan-Bilanz,
  • Plan-Kapitalflussrechnung.

Abweichungsanalyse oder der sogenannte Soll-/ Ist-Vergleich

Die punktuelle (z.B. Januar) und die kumulierte (z.B. Januar bis März) Gegenüberstellung der Ist-Situation und der Planung zeigt im Idealfall keine Abweichungen auf. Der Normalfall stellt sich im Allgemeinen anders dar. Abweichungen sind die Regel und daraus folgend die Notwendigkeit zur Abweichungsanalyse. Diese sollte im Team erfolgen, um die Sensibilität aller Beteiligten zu erhöhen und um eine qualifizierte Ursachenidentifikation zu erreichen. Nach Feststellung der Abweichungsursache erfolgt die gemeinsame Erarbeitung von Handlungsoptionen zur Ursachenbehebung. Die Erstellung eines von allen akzeptierten Maßnahmenplanes beschließt die Abweichungsanalyse. Nur eine kontinuierliche Planung mit regelmäßigen Soll-Ist-Vergleichen ermöglicht, frühzeitig Abweichungen zu erkennen und zeigt gleichzeitig Handlungsoptionen auf, um trotzdem das Ziel erreichen zu können.

Ein Zitat zum Schluss

Zum Schluss ein Zitat eines Firmenkundenbetreuers bei unserem diesjährigen Banken-Workshop zum Thema Planung: „Eine Unternehmensplanung sollte eine Selbstverständlichkeit sein, denn diese bildet das zukünftige Einkommen ab. Im Privatleben ist es auch eine Selbstverständlichkeit, dass Pläne erstellt werden, wie z.B. für den Urlaub, den Einkauf etc. "

Es gibt keine intensivere Form, sich mit seinem Unternehmen auseinanderzusetzen, als die Planung. Die Planung ist der Schlüssel zum Erfolg. Nutzen Sie jetzt die Zeit, die operative Unternehmensplanung für das Jahr 2010 zu erstellen! Gerne helfen wir Ihnen dabei.

„Ein Unternehmen ohne Planung ist wie ein Gipfelstürmer ohne Orientierung!"

Artikel verfasst im November 2009

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