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Freitag, 13 Mai 2011 10:12

Mittelständler haben im Einkaufsbereich gegenüber größeren Unternehmen Nachholbedarf

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Im Mittelstand führen etwa ein Drittel der Unternehmen keine standardisierten Bewertungen ihrer Lieferanten durch. Es finden oftmals keine regelmäßigen Besuche bei den Lieferanten statt und auch die Durchführung von Audits wird nur in wenigen Ausnahmefällen durchgeführt.


Bei Großunternehmen und Konzernen führen mehr als 80 Prozent systematische Überprüfungen und Bewertungen über ihre Lieferanten durch. Diese Erkenntnisse sind auf die aktuelle Befragung durch das Institut für Demoskopie Allensbach zurückzuführen.

Dadurch lässt sich die Schlussfolgerung ziehen, dass der Mittelstand durch die fehlenden Informationen über die Lieferanten im Vergleich zu größeren Unternehmen Nachteile hat. Durch die Unternehmensgröße haben kleinere Unternehmen aus Ressourcengründen (Zeit, Geld) natürlich Nachteile.

Oft haben kleinere Unternehmen personell gar nicht die Möglichkeit, solche Überprüfungen und Bewertungen durchzuführen. In einigen Fällen ist es aufgrund des Zeit- und Kostenaufwands auch nicht sinnvoll, eine tiefgehende, detaillierte Analyse durchzuführen.

Eine Beurteilung der größten Lieferanten kann aber auch bei kleinen Unternehmen von Zeit zu Zeit Sinn machen. Wie ist die Qualität? Welche Zahlungsziele haben wir bei den Lieferanten? Gibt es vergleichbare Produkte bei anderen Anbietern? Durch die Konzentration auf wesentliche Positionen kann aufgrund des überschaubaren Zeit- und Kostenaufwands der Nutzen für das Unternehmen erheblich sein.

Bei dem vorhandenen Einsatz von Risikomanagement-Systemen im Bereich des Einkaufs ist der Unterschied zwischen KMU und der Großindustrie noch extremer. Nur ca. 14 Prozent der Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern verfügen über ein solches System. In größeren Unternehmen gehört der Einsatz immer mehr zum Standard.

Bei der Einbindung des Einkaufsbereichs in den Produktionsbereich gibt es keine großen Unterschiede. Zu Abweichungen kommt es erst wieder bei der Einbindung in die Produktentwicklung. Dort haben kleinere Unternehmen noch Nachholbedarf.

TIPP der KANZLEI NICKERT:

  • Führen Sie eine A-B-C-Analyse im Beschaffungsbereich durch und konzentrieren Sie sich in einem ersten Schritt auf Optimierungspotenziale bei A-Lieferanten.
  • Nehmen Sie sich die Zeit, auch mal Preise von wichtigen und teuren Produkten zu vergleichen.
  • Denken Sie ab einer gewissen Unternehmensgröße auch über die Einführung eines Risikomanagement-Systems nach.

Autoreninfo

Sebastian BroßSebastian Broß

Steuerberater, Diplom-Betriebswirt (FH), *CVA (Certified Valuation Analyst), IACVA, Teamleiter BWL

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