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Donnerstag, 12 Mai 2011 09:24

Unternehmensplanung in der Baubranche

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Bei der Erstellung einer Unternehmensplanung tun sich viele Unternehmer schwer. Gerade Unternehmer aus der Baubranche haben aufgrund der Komplexität aus dem Projektgeschäft oftmals große Probleme mit dem Thema Planung.

Häufig hört man: „Man kann doch nicht in die Glaskugel sehen und die Zukunft vorhersagen, oder?“

Stimmt. Aber man kann Sie basierend auf den Erfahrungen aus der Vergangenheit, anstehenden Aufträgen, Projekten in der Angebotserstellung, Branchenberichten etc. versuchen, so genau als möglich abzubilden.

Hierzu dient folgender Überblick über die Vorteile, Erfahrungen und mögliche Ansätze zum Thema Unternehmensplanung in der Baubranche.

Je nach Unternehmenssituation und Unternehmensgröße kann ein Unternehmen ohne eine aussagekräftige Planung in seiner Existenz gefährdet sein, ohne es zu bemerken bzw. es rechtzeitig zu merken. Wie sollen ohne Planung die Auswirkungen bei dem Wegfall von ein, zwei oder drei schon eingeplanten Baustellen sichtbar werden? Wie verändert sich dadurch die Liquidität, das Unternehmensergebnis etc.?


Rollierende Unternehmensplanung


Eine Möglichkeit, um mögliche Gefahren von dem Unternehmen abzuwenden, ist die rollierende Unternehmensplanung, bei der eine integrierte Unternehmensplanung mit einem monatlich durchzuführenden Berichtswesen erstellt wird, um relativ schnell einen Soll-/Ist-Vergleich durchführen zu können.

Aufgrund des Projektgeschäfts und den damit oftmals zusammenhängenden hohen Vorfinanzierungsvolumina ist eine schnelle Analyse extrem wichtig. Aufbauend auf den Monatsanalysen kann eine Prognose erstellt werden. Die Prognose beinhaltet die bisherige Ist-Situation im Zusammenspiel mit der bestehenden Planung und den neuen Erkenntnissen zum Analysezeitpunkt.

Reporting / Berichterstattung

Durch die Einführung eines Reporting-Systems zieht sich ein roter Faden durch die Berichtserstattung im Unternehmen. Von der internen Berichterstattung (Kosten- und Leistungsrechnung, Controlling) bis hin zur externen Berichterstattung (GuV, Bilanz).

Zeitlicher Einsatz der Unternehmensplanung

In guten Zeiten denken Unternehmen oftmals nicht an die Einführung einer Unternehmensplanung. Leider kümmern sich deshalb viele erst darum, wenn der Druck von außen zu groß wird. Bspw. hat das Unternehmen bei der Rückführung von Krediten Probleme und wird deshalb von Seiten der Bank aufgefordert Planungsunterlagen abzugeben.

Doch je nach Krisensituation kann es dann auch schon mal zu spät sein und deshalb sollte frühzeitig daran gedacht werden. Nachteile, wie Kostenaufwand, Zeitaufwand etc. werden i.d.R. durch die Erlangung eines sehr guten Steuerungstools kompensiert.

Planungserstellungsarbeiten bieten auch die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Unternehmen zu befassen. Dadurch wird der Unternehmer in einzelnen Bereichen noch sensibler, z.B. für „Werttreiber“. Dadurch können Veränderungen schneller erkannt und vor allem kann anschließend an den richtigen Stellen angepackt werden.

Gegenwarts- und Zukunftsbezug

Bisher lag der Fokus in der betrieblichen Praxis oft auf der Betrachtung der Vergangenheit. Durch die Einführung einer Unternehmensplanung und der anschließenden Betrachtung von Soll- / Ist-Abweichungen erhält man ein Steuerungstool mit Gegenwarts- und Zukunftsbezug. Somit kommt man von der Situation, in der oftmals nur reagiert werden kann (Vergangenheit) in Situationen, in denen man noch agieren kann (Gegenwart und Zukunft).

Schlussfolgerung

Nicht nur wegen der von außen gestiegenen Anforderungen durch Banken, insbesondere auch wegen der internen Steuerung sollten Bauunternehmen sich nicht weiter gegen die Einführung einer Unternehmensplanung wehren. Der Nutzen muss im Vordergrund stehen. Man muss sein Ziel kennen, um bewerten zu können, ob man noch auf dem richtigen Weg ist. Dabei kann eine Unternehmensplanung erhebliche Unterstützung bieten.

Mehr zum Thema Unternehmensplanung finden Sie in unserem Whitepaper „Grundsätze einer ordnungsgemäßen Unternehmensplanung, Bau, Handwerk, Baustellenplanung, Planen, Baubranche, Controlling“.


TIPP der KANZLEI NICKERT:

  • Unternehmen der Baubranche sollten eine integrierte Unternehmensplanung (Vermögens-, Finanz- und Ertragsplanung) haben.
  • Die Unternehmensplanung ist für die Abbildung strategischer und operativer Ziele wichtig
  • Mit der Existenz einer Planung und passenden Controlling-Tools wird das Unternehmen steuerbarer.
  • Sie sollten sich rechtzeitig mit dem Thema Planung befassen! Also auch in guten Zeiten, denn wenn der Druck in einer Krisensituation von außen kommt, ist es oftmals schon zu spät.
  • Senken Sie durch eine Unternehmensplanung und damit ein verbessertes Rating Ihre Kreditkosten.

 

Autoreninfo

lifr-testFrank Lienhard

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht, CVA (Certified Valuation Analyst EACVA)

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