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Freitag, 17 Juli 2020 07:32

Prognoseverfahren

Wer für sein Unternehmen eine Unternehmensplanung erstellt, muss sich mit der Frage der Unsicherheit seiner Planung, die auf Prognosen der zukünftigen Entwicklungen basiert, befassen.

Hierbei spielen verschiedenste Faktoren eine Rolle, die Auswirkung auf eine Planung haben können. Um solche Risikofaktoren zu minimieren, bedient man sich in der Regel verschiedener Prognoseverfahren. Diese sollen nachfolgend dargestellt werden.

Prognosen innerhalb einer Unternehmensplanung stellen ein Hilfsmittel für das Unternehmen dar. Mit ihrer Hilfe wird versucht, die Wahrscheinlichkeit für gewisse Geschehnisse oder Risikofaktoren zu bestimmen.

Beispielsweise wird versucht, mit Hilfe gewonnener Informationen das Greifen einer geplanten Maßnahme zu bestimmen. Die Genauigkeit der gesamten Unternehmensplanung hängt auch davon ab, wie gut Prognosen ermittelt wurden und welche Informationen berücksichtigt worden sind.

Im Allgemeinen werden Prognoseverfahren in „Intuitive Verfahren“ und in „Systematische Verfahren“ unterteilt.

Intuitive Verfahren

Die intuitiven Verfahren berücksichtigen die Meinung bestimmter Personen wie Kunden, Lieferanten oder Experten. Sie werden in der Regel auch als qualitative Verfahren bezeichnet. Hierzu zählen unter anderem:

  • die Befragung von Experten, Kunden usw.
  • die Delphi-Methode
  • die Szenario-Technik

Die genannten Verfahren dienen meist als Ergänzung zu den systematischen Verfahren. Dennoch gewinnen sie im Rahmen der Unternehmensplanung immer mehr an Bedeutung.

Systematische Verfahren

Die systematischen Verfahren, die mathematische Vorgehensweisen darstellen, zeichnen sich dadurch aus, dass ein darstellbarer Zusammenhang von prognostizierenden und anderen erklärbaren Variablen, wie etwa Vergangenheitswerten, unterstellt wird. Bei diesen Verfahren gibt es eine Vielzahl an Methoden, die wichtigsten werden nachfolgend dargestellt:

  • gleitender Durchschnitt
  • Wachstumsfunktion
  • Simulation
  • exponentielle Glättung

In der Regel bedient sich ein Unternehmen für eine kurz- und mittelfristige Planung an im Unternehmen vorhandenen Vergangenheitswerten.

Bei der Methode des gleitenden Durchschnitts, wobei auf eine Zeitreihe aus der Vergangenheit abgestellt wird, erhält man den Prognosewert als das arithmetische Mittel der berücksichtigten Werte innerhalb der Zeitreihe. Beispielsweise kann für eine Kostenposition wie Reparaturen und Instandhaltungen mit dieser Methode eine Prognose auf Grundlage der Vergangenheit abgeleitet werden.

Eine solche Vorgehensweise eignet sich bei Positionen innerhalb der Planung, die keinem Trend unterliegen oder nicht in Zusammenhang mit anderen Positionen stehen. Für den Wareneinsatz eignet sich eine solche Methode grundsätzlich nicht, da der Wareneinsatz stets in Zusammenhang mit dem Umsatz steht.

In der Unternehmensplanung gibt es aber auch Positionen, die sowohl auf Grundlage von intuitiven als auch auf Grundlage von systematischen Verfahren ermittelt werden müssen.

Ein solches Beispiel ist die Umsatz-/Absatzprognose. Das Unternehmen kann auf Vergangenheitswerte zurückgreifen, die die Basis darstellen. Zusätzlich kann das Unternehmen Kunden über mögliche Umsatzpotenziale befragen. Beide genannten Verfahren fließen dann in die Ermittlung eines Wertes ein.

Letztendlich ist es für jeden Unternehmer wichtig, Prognosen auf Grundlage ausreichender Informationen zu treffen. Denn die Unternehmensplanung ist Entscheidungsgrundlage für das gesamte Unternehmen.

 

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mami testMichael Mack

Master of Arts (M.A.)

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