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Dienstag, 28 Januar 2020 07:00

Interview mit Marc Friedrich und Matthias Weik zur aktuellen gesamtwirtschaftlichen Ausgangslage

Marc Friedrich und Matthias Weik sind Querdenker und Buchautoren. Ihr aktuelles Buch „Der größte Crash aller Zeiten“ schaffte es von Null auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste.

Matthias Kühne: Viele Prognosen von Ihnen sind eingetroffen. Wie kann das sein?

Marc Friedrich: Wir betrachten unsere Welt als Ganzes. Wir analysieren nicht nur Wirtschaftsdaten. Wir denken weder in Nischen noch politisch, noch glauben wir alles, was die Medien berichten – weder in Deutschland noch im Ausland.

Matthias Weik: Uns ist es wichtig, dass wir uns unser eigenes Bild machen. Wir sind viel unterwegs und haben ein sehr großes globales Netzwerk. Zahlreiche Prognosen von uns sind eingetreten: Wir warnen seit vielen Jahren vor Negativzinsen.

Marc Friedrich: Damals wollten das die meisten nicht wahrhaben, heute sind sie bittere Realität. Wir prognostizieren einen Negativzinssatz von mindestens minus 3 Prozent. Populistische Kräfte werden weiter erstarken. Hiervor haben wir bereits 2014 massiv gewarnt. Folglich haben wir auch die Wahl von Donald Trump sowie den Brexit korrekt prognostiziert. Auf unserer Webseite finden Sie alle unsere eingetroffenen Prognosen.

Matthias Kühne: Der größte Crash aller Zeiten? Warum?

Matthias Weik: Weil die Krise 2008 nicht gelöst wurde, sondern lediglich in die Zukunft verschoben wurde.

Die Probleme haben sich angestaut und potenziert. Die daraus resultierende Wucht wird alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen. Alarmzeichen gibt es zuhauf: Staats- und Unternehmensanleihen mit Minusverzinsung, Populisten an der Macht, finanzielle Repression gegen uns Bürger, Enteignungen und immer mehr Abgaben und Steuern, Immobilien- und Aktienmarktblasen sowie der Dauerkrisenmodus der EZB. Die volkswirtschaftlichen Eckdaten in Europa und Übersee sind verheerend. Es wird immer deutlicher, dass die Rettungspolitik – egal wo – die Schulden hat aufblähen lassen und die Krise in die Zukunft verschoben aber nicht gelöst hat.

Matthias Kühne: Wie sieht es denn mit dem Euro aus?

Marc Friedrich: Nicht gut. Fakt ist: der Euro trennt Europa, anstatt es zu einen. Dennoch wird von der Politik, offenkundig um jeden Preis, krampfhaft an dem zum Scheitern verurteilten Währungsexperiment Euro festgehalten.

Matthias Weik: Während wir uns heute bereits über Null- und Negativzinsen aufregen, werden wir in Kürze mit wesentlich drastischeren Maßnahmen der finanziellen Repression konfrontiert werden. Bevor das gesamte Finanzsystem kollabiert, werden die politischen Eliten alles unternehmen, um den Status quo solange wie möglich auf unsere Kosten zu erhalten. Dies bedeutet, die Umverteilung von Steuergeldern von den Nord- in die Südeuroländer wird noch gravierend zunehmen.

Marc Friedrich: Weder eine Bankenunion noch eine Europäische Arbeitslosenversicherung, noch explodierende Target2-Verbindlichkeiten gegenüber Deutschland in Höhe von ein, zwei, drei oder fünf Billionen Euro werden den Euro langfristig am Leben erhalten. Wir sagen knallhart: Der Euro zerstört Europa und unseren Wohlstand! Erstmalig geben wir in unserem Buch sogar an, bis wann der Euro kollabiert.

Matthias Kühne: Wann werden die Zinsen wieder steigen?

Matthias Weik: Ganz einfach: nie mehr. Wir werden nie wieder in der Eurozone markante Zinserhöhungen erleben. Die letzte Krise entstand auf Grund von niedrigen Zinsen und zu viel billigem Geld. Noch immer lautet die Devise der Europäischen Zentralbank (EZB): noch niedrigere Zinsen und noch mehr billiges Geld. Diese irrsinnige Politik wird gnadenlos scheitern. Man kann Probleme mit der Druckpresse in die Zukunft verschieben, jedoch keinesfalls lösen.

Matthias Kühne: Und wenn es crashen sollte, was wird dann geschehen?

Marc Friedrich: Zuerst wird ein deflationärer Schock durch die kommende Rezession ausgelöst, dann werden die Notenbanken weitere Zinssenkungen durchführen und damit ein Bankensterben einläuten. Die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes wird sinken, einhergehend mit einer erlahmenden Kreditvergabe, die den Kollaps der Zombieunternehmen auslöst, die dann die restlichen Banken mit sich ziehen.

Matthias Weik: Laut BIS – Bank für Internationalen Zahlungsausgleich – sind 15 % aller Unternehmen in Europa sog. Zombieunternehmen, die nur aufgrund des billigen Geldes noch am Leben sind. Dann werden die Zentralbanken panisch alle Schleusen öffnen, den Zins weiter ins Minus drücken und ohne Ende Geld drucken, um verzweifelt das ganze System zu retten. Dadurch wird es eine Inflation und Hyperinflation von mindestens 10, 20 % pro Monat (nicht pro Jahr!) geben. Unsere Berechnungen zeigen aber einen täglich höheren Kapitalbedarf, sodass wir auch 30, 40, 50 % Inflation sehen können.

Marc Friedrich: Die Tendenz ist steigend, je länger wir an dem kranken System festhalten. Die Kollateralschäden nehmen jetzt schon täglich zu. Als Finale folgt der Neustart in Form einer Währungsreform. Die Verluste werden zwischen 90 und 100 % liegen.

Matthias Kühne: Was kann ich tun, um mich auf den Crash vorzubereiten?

Marc Friedrich: Ganz klar ist das Zeitalter der Sachwerte angebrochen. Staatsanleihen, Lebensversicherungen, Riester, Rürup, Bausparverträge sind alles Werte, die in Zukunft gewaltige Verluste verzeichnen werden. Folglich ist es ratsam, in Dinge zu investieren, die man versteht und bestenfalls anfassen kann. Es ist zielführend, sein Erspartes zu streuen und auf unterschiedliche Standbeine zu verteilen.

Matthias Weik: Die Devise heißt: absichern, Gegengewichte aufbauen und Diversifikation! Raus aus festverzinslichen Wertpapieren und rein in Sachwerte. Solange es noch möglich ist, Geldmetalle (Gold und Silber) kaufen, denn die EZB kann unendlich viele Euros aber kein Gramm Gold oder Silber drucken. Solange Geld gedruckt wird, werden die Aktienmärkte weiter steigen. Dennoch kann das Platzen der Blase nicht auf Ewigkeit in die Zukunft gedruckt werden. Dasselbe gilt für Immobilien. Wer jetzt noch kauft, der muss sich überlegen, ob er in Zukunft noch einen dummen Käufer findet, der noch mehr dafür bezahlt. Erstmalig zeigen wir in diesem Buch unsere Investmentmatrix. Mit dieser Matrix können Sie selbst eine Strategie zur Vermögenssicherung entwickeln und praktisch umsetzen.

Autoreninfo

kuma-testMatthias Kühne

Rechtsanwalt, Betriebswirt (IWW), Fachanwalt für Insolvenzrecht, CVA (Certified Valuation Anlalyst EACVA)

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