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Dienstag, 05 April 2011 17:00

Magazin: Vermögen, Ertrag & Liquidität - Beispielsfall

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In Anlehnung an unseren KANZLEI NICKERT-Magazin Beitrag "Vermögen, Ertrag und Liquidität" in der Ausgabe 01/2011 haben wir einen überschaubaren Beispielsfall erstellt, um den Bericht mit mehr Leben bzw. Zahlen zu füllen. Unterstellt ist eine Personengesellschaft.

Als Umsatzsteuersatz haben wir fiktiv 20% angenommen (wegen gerader Zahlen). Wir wollten die Umsatzsteuer mit in das Beispiel aufnehmen um Ihnen die damit zusammenhängenden Auswirkungen aufzeigen zu können. Wenn Sie bspw. eine Maschine kaufen, müssen Sie die darauf entfallende Umsatzsteuer mit dem Kaufpreis bezahlen. Aufgrund der gestellten Dauerfristverlängerung (unterstellt) holen Sie sich die bezahlte Umsatzsteuer als Vorsteuer aber erst zwei Monate später vom Finanzamt zurück. Sie müssen die Vorsteuer also vorfinanzieren und benötigen dafür finanzielle Mittel.

Aus Verständlichkeitsgründen wurden rechtlich vorgeschriebene Bezeichnungen in unserem Fall teilweise leicht abgeändert.

Aufbauend auf der Ausgangssituation (1) haben wir nach jedem weiteren Geschäftsfall (Wareneinkauf, Warenverkauf, Maschineneinkauf etc.) die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung, sowie die Liquiditätsveränderungsübersicht weiterentwickelt.

(1)Ausgangssituation:

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(2)Geschäftsfall: Wareneinkauf in Höhe von 180 (inkl. 20% USt - netto 150) bei einen Lieferanten durch sofortige Zahlung per Banküberweisung. Die bezogenen Waren werden erstmal eingelagert.

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(3)Geschäftsfall: Warenverkauf an einen Kunden auf Ziel (Zahlungsziel 30 Tage netto) in Höhe von 240 (inkl. 20% USt - netto 200) nach dem Wareneinsatz aus (2) in der Produktion

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(4)Geschäftsfall: Der Kunde aus (3) kann aufgrund aktueller Liquiditätsengpässe aktuell nur eine Abschlagszahlung in Höhe von 60 (inkl. 20% USt - netto 50) leisten. Aufgrund der Umsatzsteuervoranmeldung (mit Dauerfristverlängerung), welche den Zeitraum der oben aufgeführten Geschäftsfälle enthält muss er den Überhang von 10 (Verbind. geg. FA. größer als Forderung geg. FA.) an das Finanzamt abführen.

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(5)Geschäftsfall: Am 01.12 wird eine neue Maschine in Höhe von 576 (inkl. 20% USt - netto 480) angeschafft mit der Nutzungsdauer von 4 Jahren Aufgrund des Maschineneinkaufs im Dezember können im Betrachtungsjahr Abschreibungen von einem Monat geltend gemacht werden 480/4/12

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(6)Geschäftsfall: Am 30.12. tätigt der Gesellschafter A der Personengesellschaft eine Privatentnahme in Höhe von 60. Er hebt diesen Betrag vom Bankkonto der Gesellschaft ab.

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Zusammenfassung:
In der Gewinn- Verlustrechnung wird über den Zeitraum ein Gewinn von 40 erzielt.
Die Liquiditätsveränderung zeigt über den Zeitraum einen Überhang der Auszahlungen gegenüber der Einzahlungen von 766.
Diesen Unterschied können Sie in der Bilanz Position "Geld" sehen. Start in der Ausgangssituation bei + 100 und am Schluss - 666 (Dif.: - 766)
Für das fiktiv abgebildete Unternehmen sieht es nicht gut aus. Das Unternehmen benötigt unbedingt frisches Geld, bspw. durch Eigenkapitalzuführung der Gesellschafter, Gesellschafterdarlehen, Bankdarlehen etc. Durch die fehlenden liquiden Mittel droht Zahlungsunfähigkeit, obwohl man laut Gewinn- und Verlustrechnung über den Gesamtzeitraum einen Gewinn in Höhe von 40 realisiert hat.

 

HINWEIS

Falls Sie über den Beitrag hinausgehende Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Allerdings weisen wir Sie darauf hin, dass wir diese individuelle Leistung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz auch abrechnen.

Alle Angaben sind sorgfältig geprüft. Durch Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verordnungen sowie Zeitablauf ergeben sich zwangsläufig Änderungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts keine Haftung übernehmen.

 

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