Kanzlei Nickert //images.kanzleinickert.de/nickert-logo-fb.jpg KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte und Steuerberater, Offenburg, kompetent in Rechts-, Steuerberatung, Finanz-, Lohnbuchhaltung, spezialisiert auf Branchen Bau, Handel und Industrie. info@kanzlei-nickert.de
Rammersweierstraße 120 77654 Offenburg

kanzlei nickert logo

Montag, 25 Februar 2019 08:00

Unterschied zwischen Planung und Prognose

Im unternehmerischen Alltag werden regelmäßig Prognosen angestellt und/oder Pläne gemacht. Prognosen unterscheiden sich aber von Plänen und für den Ersteller ist es wichtig, beide Begriffe auseinanderhalten zu können. Ansonsten drohen Fehleinschätzungen.

Definition Planung

Von einer Planung spricht man, wenn Handlungen zielgerichtet vorstrukturiert werden. Als Beispiel kann der Businessplan eines Unternehmensgründers (Start-up) dienen. Der Gründer hat ein Ziel, nämlich den Aufbau seines Unternehmens, in dem von ihm angedachten Zustand. Im Businessplan zeigt er auf, mit welchen Schritten er das Ziel zu erreichen gedenkt. Insoweit wird der Planung Handlungsorientierung beigemessen („mache A, um B zu erreichen“).

Definition Prognose

Demgegenüber zeigt die Prognose, was voraussichtlich passieren wird. Die Prognose ist also erkenntnisorientiert („C wird passieren“). Als anschauliches Beispiel dient die Wetterprognose, die aussagt, ob es morgen regnen wird oder nicht.

Die Gemeinsamkeiten

Beider Begriffe zeigen Gemeinsamkeiten auf. Zunächst einmal geht es um die Zukunft. Entweder wird ein künftiges Ereignis oder ein künftiger Zustand prognostiziert oder es wird aufgezeigt, wie ein Ziel in der Zukunft erreicht werden soll.

Beiden ist immanent, dass die Zukunft ungewiss ist. D.h., beide bereiten eine Entscheidung unter Ungewissheit vor. Auch ist beiden gemein, dass sie ungewiss bleiben. Weder die Prognose, noch die Planung schaffen es, die Ungewissheit zu beseitigen. Insoweit gibt es bei beiden einen Streuungskorridor, der ebenfalls mit ins Kalkül zu ziehen ist.

Die Unterschiede

Neben der grundsätzlichen Unterscheidung, dass die Planung handlungsorientiert und die Prognose erkenntnisorientiert ist, besteht der wesentliche Unterschied zunächst in der Entscheidungsvorbereitung.

Eine Planung kann nämlich – je nach Anlass – ambitioniert (progressiv) oder zurückhaltend (konservativ) sein. Je nachdem, ob ich z. B. den Vertrieb anspornen möchte, oder ob ich bei den Kapitalgebern die Finanzierung sicherstellen möchte, wähle ich einen progressiven oder einen konservativen Ansatz.

Demgegenüber ist die Prognose ein „neutraler“ Wert, der Chancen und Risiken neutral berücksichtigt. Aus diesem Grund ist es regelmäßig schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, alleine eine Planung zu analysieren.

Dem steht nicht entgegen, dass die Annahmen über die Zukunft in Ermangelung von relevanten Daten notfalls sachgerecht geschätzt werden müssen. Vielmehr ist erforderlich, neben dem Planwert auch den Prognosewert und den Prognosekorridor um den Prognosewert zu kennen. Erst und nur dann können die Zahlen sinnvoll interpretiert werden.

Weitere Beiträge der KANZLEI NICKERT zum Thema

Autoreninfo

nico testCornelius Nickert

Rechtsanwalt, Steuerberater, Fachanwalt für Insolvenz- und Steuerrecht, CVA (Certified Valuation Analyst EACVA)

HINWEIS

Falls Sie über den Beitrag hinausgehende Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Allerdings weisen wir Sie darauf hin, dass wir diese individuelle Leistung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz auch abrechnen.

Alle Angaben sind sorgfältig geprüft. Durch Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verordnungen sowie Zeitablauf ergeben sich zwangsläufig Änderungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts keine Haftung übernehmen.

 

Die von uns verwendeten Cookies sollen sicherstellen, dass Sie unsere Website optimal genießen können.
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Nutzung dieser Cookies einverstanden. Weitere Informationen zum Datenschutz