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Cornelius Nickert
Freitag, 10 August 2018 10:14

Unternehmerische Entscheidungen

Zweck eines Unternehmens ist es, einen Bedarf außerhalb des Unternehmens, also für Einzelne oder die Allgemeinheit, zu befriedigen. Hierzu muss für das Unternehmen ein Geschäftsmodell als Unternehmensziel erarbeitet werden, das die Positionierung im Markt definiert. Hieraus leiten sich Maßnahmen ab, um das Ziel zu erreichen. Ggf. ist das Unternehmensziel an die sich permanent verändernden Gegebenheiten anzupassen.

All dies sind unternehmerische Entscheidungen: die Auswahl des Geschäftsmodells, die Wahl der Positionierung und die Auswahl der Maßnahmen. Insoweit kann man die Betriebswirtschaft als Lehre der unternehmerischen Entscheidungen verstehen.

Konsequenterweise ist es die Aufgabe der Unternehmer, Vorstände, Geschäftsführer und Manager, solche Entscheidungen zu treffen. Wenn nun manche Unternehmen erfolgreicher sind als andere Unternehmen, dann liegt dies regelmäßig daran – von wenigen Zufällen abgesehen –, dass sie bessere Entscheidungen treffen. Die Qualität der Entscheidungen beeinflusst also maßgeblich den unternehmerischen Erfolg.

Erfolgsfaktoren guter Entscheidungen

Vorab ist anzumerken, dass es unmöglich ist, immer „richtige“ Entscheidungen zu treffen. Eine Vielzahl der Entscheidungen ist auch von Faktoren abhängig, die vom Unternehmen bzw. der Geschäftsleitung nicht beeinflusst werden können. Insoweit ist es das Ziel, mehr richtige Entscheidungen zu treffen als der Wettbewerb.

Erfolgsfaktor Zeit

Entscheidungen, die besser vorbereitet sind, sind bessere Entscheidungen. Die Qualität der Vorbereitung zeigt sich im Ergebnis. „Ich habe keine Zeit“ für die Entscheidungsvorbereitung ist eine faule Ausrede. Keine Zeit zu haben bedeutet lediglich, dass etwas anderes wichtiger ist. Wenn Ihnen Ihr unternehmerischer Erfolg wichtig ist, nehmen Sie sich Zeit – ohne Wenn und Aber!

Beschäftigen Sie sich mit der Zukunft

Die Entscheidungen, die Sie heute treffen, wirken in der Zukunft. Insoweit stellt sich nicht die Frage, ob die Entscheidung heute richtig wäre, sondern ob sie bezogen auf die künftigen Konsequenzen richtig sein wird. Dies können Sie nur beurteilen ober abschätzen, wenn Sie sich konsequent mit der Zukunft beschäftigen. Planen Sie daher Zeit für die Beschäftigung mit der Zukunft ein. Lesen Sie, informieren Sie sich, sprechen Sie mit Trendsettern usw.

Bestimmen Sie Ihr Beutespektrum

Beschreiben Sie Ihre Zielkunden. Verpflichten Sie sich, das schriftlich zu tun. Schriftlichkeit verlangt Klarheit und Präzision. Besprechen Sie Ihre Beschreibung mit Dritten (anderen Unternehmern, Zielkunden, Beratern etc.). Arbeiten Sie nach, wenn die Beschreibung nicht präzise genug ist.

Lernen Sie so viel wie möglich über Ihre Zielkunden. Besuchen Sie deren Messen, Seminare etc. Ziel ist es, herauszufinden, wo der Schuh drückt. Und entwickeln Sie hierfür die passenden Lösungen.

Denken Sie in Szenarien oder Wahrscheinlichkeiten

Die Entwicklung und die (künftigen) Bedarfe Ihrer Kunden sind Annahmen. Wir kennen die Zukunft aber nicht. Daher ist die Zukunft ungewiss. Entsprechendes gilt für die Wirkung Ihrer Entscheidungen. Sie müssen also davon ausgehen, dass Ihre Annahmen und/oder die Wirkung Ihrer Entscheidungen ungewiss ist. Hierauf können Sie unterschiedlich reagieren.

Wenn es verschiedene Szenarien gibt, z. B. 3-D-Druck setzt sich flächendeckend durch oder nicht, können Sie für beide Szenarien Maßnahmen entwickeln. Sie fahren entweder zweigleisig oder Sie bereiten sich zumindest auch auf das andere Szenario vor, damit Sie schnell „umschwenken“ können.

Oder aber Sie versuchen sich nur an einer Maßnahme. Dann sollte aber, je höher das Risiko der Maßnahme, der Erfolg der Maßnahme umso größer sein. Als Risiko in diesem Sinne kann man auch das Kapital ansehen, das Sie im Falle des Scheiterns „verbrennen“. Insoweit ist auch eine quantitative Planung ein wesentlicher Teil der Entscheidungsvorbereitung.

Checkliste „Unternehmerische Entscheidungen“

Gute und richtige unternehmerische Entscheidungen sind das A & O Ihres Erfolgs. Beherzigen Sie diese 7 Punkte bei Ihren unternehmerischen Entscheidungen:

  1. Nehmen Sie sich Zeit. Planen Sie diese Zeit als fixen nicht auf- oder verschiebbaren Termin fest ein.
  2. Beschäftigen Sie sich permanent mit der Zukunft.
  3. Definieren Sie Ihre Zielkunden.
  4. Ermitteln Sie den heutigen und künftigen Bedarf Ihrer Zielgruppe.
  5. Entwickeln Sie passgenaue Lösungen für die Probleme/Bedarfe Ihrer Kunden.
  6. Bereiten Sie sich auf unterschiedliche Szenarien vor.
  7. Denken Sie in Wahrscheinlichkeiten.

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Autoreninfo

nico testCornelius Nickert

Rechtsanwalt, Steuerberater, Fachanwalt für Insolvenz- und Steuerrecht, CVA (Certified Valuation Analyst EACVA)

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