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Donnerstag, 16 November 2017 08:59

Erstellung einer Unternehmensplanung – Verbesserung des Planungsprozesses

Die Unternehmensplanung ist ein entscheidender Faktor für den Unternehmensfortbestand sowie den Unternehmenserfolg. Durch eine strukturierte Planerstellung in Verbindung mit einer aussagekräftigen Prognose können sich Unternehmen auf die zukünftige Entwicklung einstellen und so Chancen nutzen bzw. Risiken umgehen.


Darüber hinaus verringern Unternehmen mittels einer Planung ihre Insolvenzanfälligkeit: Nach einer Studie der KSV1870 ist bei 51% der Teilnehmer der Insolvenzgrund u.a. auf eine fehlende Unternehmensplanung zurückzuführen.

Unzufriedenheit beim Abwicklungsprozess

Allerdings sind laut der aktuellen BARC-Studie „integrierte Unternehmensplanung 2016“ lediglich 42% der Teilnehmer mit dem Abwicklungsprozess ihrer Planung zufrieden. Diese Einstellung ist teilweise nachvollziehbar, da eine Unternehmensplanung ein Zusammenspiel aus etlichen Bestandteilen, Ansätzen sowie auch Unternehmensfunktionen und -bereichen ist.

Folglich bedarf es Verbesserungen beim Planungsprozess, damit Unternehmen den Nutzen einer Planung umfänglich generieren können.

Zusammenspiel von Unternehmensfunktionen

Entscheidend für die Aussagekraft der Planung ist gerade die Verbindung diverser Unternehmensfunktionen und -bereiche. Neben dem Zusammenspiel und der Aggregation von Detailplänen (Absatz-, Materialkosten-, Personalplanung usw.) ist auch ein intensiver Austausch der verantwortlichen Personen mit überschneidenden Funktionen hilfreich.

Ein vielversprechender Ansatz liegt in der Zusammenarbeit zwischen dem Risikomanagement und der Unternehmensplanung. Dies erfolgt unter dem Schlagwort „risikoadjustierte Planung“.

Beide Funktionen setzten sich mit der zukünftigen Entwicklung auseinander. Infolgedessen kann das Unternehmen Synergieeffekte heben, die den zusätzlichen Abstimmungsaufwand übertreffen. Hieraus resultiert neben einer erwartungsgetreueren Unternehmensplanung auch ein aussagekräftiges Risikomanagement.

Planungshandbuch als Grundlage

Zur klaren Strukturierung und Bestimmung der grundlegenden Sachverhalte einschließlich derer Dokumentation empfiehlt es sich, im Vorfeld ein Planungshandbuch / eine Planungsrichtlinie zu erstellen.

Verbesserung des Planungsprozesses

Zur Verbesserung des eigentlichen Planungsprozesses, also dem Ablauf der Planungserstellung, hilft z. B. der durch die KANZLEI NICKERT erweiterte Planungsprozess von Ihlau/Duschau, siehe Abbildung, wobei sich der Prozess auf die Erstellung einer operativen Unternehmensplanung fokussiert.

Blogbeitrag VerbesserungdesPlanungsprozess

Grundlage einer Planung

Ausgangspunkt dieses Prozesses ist eine abgestimmte Planungssystematik, bei der die Grundsatzplanung mit der operativen und strategischen Planung sowie mit dem Geschäftsmodell im Einklang steht.

Ablauf der Planung

Bei der Erstellung der operativen Planung ist es empfehlenswert, einzelne Prozessbestandteile zu durchlaufen.

Schritt 1: Vorbereitung

Zu Beginn der Planung sind „Vorbereitungen“ zu tätigen. Dabei ist z.B. ein Planungshandbuch zu erstellen oder Werttreiber und Ziele zu bestimmen.

Schritt 2: Interne- und externe Unternehmensanalyse

Nachdem die Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann sich der Planer um die interne sowie externe Analyse kümmern. Im Mittelpunkt steht hierbei eine Umwelt- und Unternehmensanalyse, sodass man sich zum einen ein Bild über die vergangene und gegenwärtige Unternehmenssituation verschaffen kann und zum anderen die Stärken und Schwächen des Unternehmens analysiert.

Dieses gewonnene Wissen ist um die Erkenntnisse der Umweltanalyse zu erweitern. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse und der Prognose des allgemeinen Unternehmensumfelds sowie der Markt- und Branchenentwicklung, wobei die Identifizierung von Chancen und Risiken essenziell ist.

Schritt 3: Erstellung der Planung

Um das Unternehmen auf die zukünftigen Gegebenheiten und betrieblichen Geschehnisse vorzubereiten, sind Detailpläne (z. B. Absatz-, Produktions-, Personal-, Investitionsplanung) sowie eine Maßnahmenplanung zu erstellen.

Die Maßnahmenplanung, die Detailplanungen sowie die zur Umsetzung des weiteren operativen Geschäftsbetriebs gewonnen Erkenntnisse sind anschließend auf die Ertrags-, Bilanz- und Liquiditätsplanung zu übertragen. Diese 3 Teilpläne (Ertrags-, Bilanz- und Liquiditätsplanung) sind als eine integrierte Planung aufzubauen.

Eine integrierte Unternehmensplanung ist ein in sich (mathematisch) schlüssiges System, bei dem alle Planungsvorgänge in einem Planungssystem abgebildet werden und hierdurch sämtliche Teilpläne miteinander in Einklang stehen.

Schritt 4: Erweiterung der klassischen Planung

Als Erweiterung empfiehlt es sich u.a., eine sog. risikoadjustierte Planung anzuschließen. Dabei wird unter Einbezug etwaiger Chancen und Risiken eine Bandbreite von Planwerten erzeugt.

Dies zeigt dem Planempfänger auf, dass aufgrund der unsicheren Zukunft nicht nur ein Planwert möglich ist, sondern je nach Wahrscheinlichkeit eine Vielzahl von Planwerten. Aufgrund dessen entsteht eine erwartungsgetreue Planung und lässt somit die „Scheingenauigkeit“ der Planung abklingen.

Querschnittsfunktionen

Der beschriebene Planungsprozess wird um sog. Querschnittsfunktionen ergänzt, die während des gesamten Planungsprozess zu beachten sind.

Einerseits bedarf der Planungsprozess einer regelmäßigen Plausibilisierung, andererseits sind eine Dokumentation des Planungsprozesses, der Planannahmen, der getroffenen Entscheidungen und des Resultats der Planung sowie mögliche Schlussfolgerungen aus der Planung hilfreich.

Tipp der KANZLEI NICKERT

Durch einen strukturierten und klar aufgestellten Planungsprozess erfolgt für Sie ein schneller – effektiver und effizienter – Planungsablauf. Zudem stellt dieser für Sie einen roten Faden dar, wodurch eine Stetigkeit erlangt wird, durch die wiederum das nötige Erfahrungswissen aufgebaut wird. Letztlich erlangen Sie hierdurch eine bessere Planungstreue.

Weiterführende Blog-Beiträge der KANZLEI NICKERT

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