Kanzlei Nickert //images.kanzleinickert.de/nickert-logo-fb.jpg KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte und Steuerberater, Offenburg, kompetent in Rechts-, Steuerberatung, Finanz-, Lohnbuchhaltung, spezialisiert auf Branchen Bau, Handel und Industrie. info@kanzlei-nickert.de
Rammersweierstraße 120 77654 Offenburg

kanzlei nickert logo

Montag, 10 Oktober 2016 12:57

Unternehmensplanung: Das ist der richtige Zeitpunkt zur Erstellung

Eine Unternehmensplanung dient grundsätzlich zum Durchdenken und Veranschaulichen der zukünftigen Unternehmensentwicklung. Die Unternehmensplanung ist ein wesentliches Instrument für Geschäftsführer, um das Unternehmen erfolgreicher zu führen und zugleich der Organisationspflichten nachzukommen.

Wann jedoch sollte ein Geschäftsführer eine Unternehmensplanung erstellen, um einen Mehrwert zu generieren?

Auf diese Frage gibt es keine richtige Antwort. Prinzipiell ist bereits die Planerstellung ein wesentlicher Schritt für die Mehrwertgewinnung. Weitere Schritte sind die Orientierung an der Planung, deren Kontrolle und gegebenenfalls die Analyse von Ist-/Plan-Abweichungen sowie die Einleitung von nötigen Gegenmaßnamen.

Der Plananlass als Indiz

Zur Zeitpunktbestimmung stehen unterschiedliche Indizien zur Auswahl – je nach Planung (Art/-Anlass). Oft wird durch den Plananlass der Zeitpunkt bestimmt. In anderen Fällen kann auch der Planungsempfänger spezielle Vorgaben unterbreiten.

Geschäftsjahr als Planungsstichtag

Sind diese Vorgaben nicht gegeben, so empfiehlt sich eine Unternehmensplanung für das neue Geschäftsjahr – auf den Stichtag des ersten Tages – zu erstellen. Das alte Geschäftsjahr ist abgeschlossen, die Buchhaltung wird auf das Jahresende bzw. -anfang abgestimmt und ein Start bei quasi „Null“ ist möglich. Im Umkehrschluss hilft dies auch bei Planungskontrolle am Jahresende.

Übereinstimmigkeit von Geschäfts- und Planjahr

Zudem werden vielfach Unternehmensereignisse/-ziele an ein Geschäftsjahr gekoppelt. Wird die Unternehmensplanung zeitlich an das Geschäftsjahr angepasst, können diese Ereignisse/Ziele nicht nur in Einklang mit der Vergangenheit, sondern auch mit der Unternehmenszukunft gebracht werden, z. B. bei Zielvereinbarungen mit Mitarbeitern.

Nun bleibt noch offen, wann das Unternehmen mit der Erstellung beginnen sollte oder wie lang ein Unternehmen für die Planerstellung benötigt.

Planungsdauer

Hierzu gibt es ebenfalls keine klaren Vorgaben. Denn die Planungsdauer ist abhängig von dem Detailierungsgrad, dem Umfang, der Erfahrung, der verfügbaren Ressourcen usw. Nach der Studie von der Capgemini Consulting, der Forward Visibilitiy Studie (2. Auflage), benötigen 34% der teilnehmenden Unternehmen weniger als 30 Tage und über 47% länger als 46 Tage. Zurückzuführen ist dieser zeitliche Umfang z. B. auf Abstimmungsschleifen oder der Informationsbeschaffung, also nicht nur auf die reine Fertigungszeit.

Planungseffizienz

Grundsätzlich weist eine kürzere Planungsdauer auf einen effizienten Planungsprozess hin. Dennoch sollte ein Unternehmen genügend Zeit vorhalten, um eine ordentliche Datengrundlage aufzubauen oder die Unternehmensplanung zu plausibilisieren. Eine realistische Zeitspanne beträgt bei einem KMU in etwa 20 bis 30 Tage. Die reine Arbeitszeit beträgt deutlich weniger als die vorgehaltene Zeitspanne.

Tipp der KANZLEI NICKERT

  • Wird der Planungsstichtag auf das neue Geschäftsjahr gelegt, was oft üblich ist, sollten Sie die Herbstzeit nutzen, um einen ersten Planungsentwurf zu erarbeiten. Denn aufgrund des nahenden Jahresendes können Sie nun die Entwicklung des ablaufenden Geschäftsjahres und potenzielle Ereignisse im neuen Geschäftsjahr in etwa abschätzen.
  • Weiterhin hilft Ihnen ein erster frühzeitiger Planungsentwurf, die nötigen Schritte für das neue Geschäftsjahr einzuleiten, sodass Sie erfolgreich ins neue Jahr starten können.
  • Wenn Sie frühzeitig einen Planungsentwurf herausarbeiten, können Sie diesen zum Jahresende nochmals plausibilisieren und gegebenenfalls überarbeiten. Denn üblich ist es, dass sich mit zunehmendem Zeitablauf die Annahmen konkretisieren oder Sie neue Erkenntnisse gewinnen. Da Sie sich schon mit der Planung und einer möglichen Entwicklung auseinandergesetzt haben, haben Sie hierfür einen schärferen Blick. Mit diesen neuen Erkenntnisse bzw. schärferem Blick gelingt Ihnen eine bessere Prognose. Infolgedessen können Sie in Ihrer Planung potenzielle Planungsfehler verringern und eine höhere Planungstreue erzeugen.
  • Mit den Grundsätzen ordnungsgemäßer Planung (GoP 2.1) gibt es einen hilfreichen Standard, wie Sie eine Unternehmensplanung aufbauen können.

Weiterführende Beiträge der KANZLEI NICKERT zum Thema

Weiterführende Beiträge zum Thema

[Benjamin Schilling]

HINWEIS

Falls Sie über den Beitrag hinausgehende Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Allerdings weisen wir Sie darauf hin, dass wir diese individuelle Leistung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz auch abrechnen.

Alle Angaben sind sorgfältig geprüft. Durch Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verordnungen sowie Zeitablauf ergeben sich zwangsläufig Änderungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts keine Haftung übernehmen.

 

Die von uns verwendeten Cookies sollen sicherstellen, dass Sie unsere Website optimal genießen können.
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Nutzung dieser Cookies einverstanden. Weitere Informationen zum Datenschutz