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Montag, 30 November 2015 09:38

Integration von Unternehmensplanung und Risikomanagement

 Die Unternehmenswelt sieht eine der größten Herausforderungen in der wachsenden Unsicherheit – aus der sich für Unternehmen Chancen sowie Risiken ergeben.

So sehen sich knapp 90% der Decton-Studienteilnehmer in einem unsicheren Umfeld. Ein Unternehmen sollte sich daher zwangsläufig mit diesen Herausforderungen auseinandersetzen. Eine Lösung kann die Integration von Unternehmensplanung und Risikomanagement im Unternehmen sein.

In vielen Unternehmen arbeiten das Risikomanagement und die Unternehmensplanung weitgehend unabhängig voneinander, obwohl übereinstimmende Prozessschritte vorzufinden sind. Mit einer Integration sollen die beiden eigenständigen Funktionen miteinander verknüpft werden, um eine erwartungsgetreue Entscheidungsgrundlage zu generieren, die eine unverzerrte Vorhersage der Zukunft beinhaltet.

Mit der Unternehmensplanung als Entscheidungsvorbereitung bildet ein Unternehmen seine zukünftige Unternehmenssituation ab und zeigt auf, wie ein Unternehmen auf die zukünftige Umweltsituation reagiert und sich entwickelt.

Hierbei analysiert ein Unternehmen zuerst die gegebene und die zukünftige Unternehmens- und Umfeldsituation und klärt, ob gewisse Ereignisse  – Chancen/Risiken – das Erreichen der gesteckten Unternehmensziele gefährden. Ist dies der Fall, werden Handlungsalternativen (Maßnahmen) entwickelt, die weiterhin die Zielerreichung unter der (neuen) Umweltsituation ermöglichen. Dementsprechend durchdenkt die Unternehmensplanung das zukünftige Handeln und versucht dadurch Fehlentscheidungen zu minimieren.

Demgegenüber identifiziert das Risikomanagement Chancen sowie  Risiken, mit denen das Unternehmen in der Zukunft konfrontiert ist und die Zielerreichung des Unternehmens gefährden kann. Somit befasst sich das Risikomanagement explizit mit der Unsicherheit. Hinzu kommt, dass sich das Risikomanagement für den Umgang mit Chancen/Risiken gewisse Steuerungsmaßnahmen überlegt, um daraufhin die Risikoauswirkungen zu minimieren.

Sobald ein Unternehmen diese beiden Funktionen miteinander verbindet, kann das Risikomanagement in erster Linie Chancen und Risiken identifizieren sowie quantifizieren, die Planabweichungen erzeugen. Diese gewonnenen Informationen fließen wiederum der Unternehmensplanung zu und werden in den Planpositionen berücksichtigt.

Ferner kann das Risikomanagement dazu beitragen, Handlungsalternativen zu ermitteln, indem es die potenziellen Risikosteuerungsmaßnahmen mit in die Entwicklung der Handlungsalternativen einbringt.

Im Gegenzug kann die Unternehmensplanung dem Risikomanagement im Zuge der Plankontrolle (Abweichungsanalyse) Informationen über die entstandenen Planabweichungen mitteilen. Hierdurch wird dem Risikomanagement die Möglichkeit geboten, neue Chancen und Risiken zu identifizieren oder die schon bekannten Chancen und Risiken genauer zu beschreiben/quantifizieren. Denn jede Planabweichung resultiert aus einer Chancen oder einem Risiko. Dementsprechend sind neu erkannte Planabweichungs-Ursachen neue Chancen/Risiken.

Ziel einer Integration ist es somit, eine höhere Transparenz der Planungssicherheit zu bieten, mögliche Planabweichungen zu reduzieren und dem Management eine erwartungstreue Entscheidungsvorbereitung zu unterbreiten, die die zukünftigen Chancen/Risiken bzw. Unsicherheit abbildet.

Ferner kann das Unternehmen durch die Integration die simultanen Prozessschritte miteinander verknüpfen, was wiederum Mehrarbeit verringert. Hinzu leistet das Risikomanagement mit der frühzeitigen Einbindung der Risikosteuerungsmaßnehmen einen Beitrag zu der Entwicklung von Handlungsalternativen und kann zugleich bei der Planerstellung ihre Steuerungsmaßnahmen initiieren und nicht – wie üblich – nach der Planerstellung.

Folglich bietet die  die Integration von Unternehmensplanung und Risikomanagement einem Unternehmen einen mehrwertstiftenden Ansatz. Überdies ist die Möglichkeit zu einem unternehmensweiten, einheitlichen Risikomanagement gegeben. Zudem ist es ein weiterer Teilbereich in der zukunftsweisenden Integration zwischen Controlling und Risikomanagement.

Tipp der KANZLEI NICKERT 

Der Standard „Grundsätze ordnungsmäßiger Planung" des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater e.V. bietet einen Ansatz für eine erwartungstreue Planung.

Beginnen Sie mit der Integration bei einfachen Planungen, wie z. B. die Investitionsplanungen oder der Planung von einzelnen Projekten. Vergewissern Sie sich, dass die Unternehmensplanung und das Risikomanagements funktionieren und klar strukturiert sind.

Weitere Blogbeiträge der KANZLEI NICKERT zum Thema

http://kanzlei-nickert.de/blogs/tax-law-blog/betriebswirtschaft/item/2151-integration-risikomanagement-und-controlling.html

http://kanzlei-nickert.de/blogs/tax-law-blog/betriebswirtschaft/item/1918-beruecksichtigung-von-unsicherheiten-bei-der-unternehmensplanung.html

http://kanzlei-nickert.de/blogs/tax-law-blog/recht/item/2015-anforderungen-an-unternehmerische-entscheidungen-durch-geschaeftsfuehrer-und-vorstaende.html

http://images.kanzleinickert.de/NICKERT-Whitepaper-Grundsaetze-einer-ordnungsgemaessen-Unternehmensplanungsrechnung_1_3.pdf

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