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Montag, 13 April 2015 10:52

Investitionshemmnisse im Mittelstand

Die demografische Entwicklung ist ein Megatrend, der in vielen Bereichen der Arbeitswelt Einzug nimmt. Im Laufe der Zeit wurden nicht nur die Arbeitnehmer immer älter, sondern auch die Arbeitgeber.

Laut aktuellen Erhebungen hat sich dieser Trend in den letzten Jahren beschleunigt und der Anteil von KMU-Inhaber über 55 Jahren hat sich von 20% im Jahr 2004 auf über 36% (2013) erhöht. Demnach gliedern sich im Jahr 2013 1,3 Millionen KMU-Inhaber in diese Altersgruppe – Tendenz steigend.

Um dem Trend entgegenzuwirken, bedarf es jungem Unternehmensnachwuchs. Allerdings gibt es auch in diesem Segment einen Rückgang. So haben sich die Unternehmensgründungen von unter 40-jährigen in den letzten 12 Jahren nahezu halbiert. Des Weiteren werden sich mit dem Berufseinstieg der neuen Generation, der Generation Y, keine wesentlichen Veränderungen einstellen.

Welchen Einfluss hat diese Entwicklung auf das Unternehmertum?

Ein zentraler Einfluss ist im Investitionsverhalten der mittelständischen Inhaber ersichtlich. Besonders die älteren Inhaber investieren unterdurchschnittlich in ihr Unternehmen. Die Investitionen fließen zudem meistens in die Erhaltung des bisherigen Vermögens (Ersatzbeschaffung).

Im Umkehrschluss fallen Erweiterungsinvestitionen, vor allem risikobehaftete und langfristige kapitalbindende Investitionen, verhältnismäßig geringer aus. Darüber hinaus schwächen die älteren Inhaber, laut der aktuellen Studie, durch den geringen Investitionseifer den Substanzwert des Unternehmens, indem die Investitionen geringer ausfallen als die Abschreibungen.

Mit der Schwächung des Substanzwertes verzeichnen die Unternehmen kurzfristig geringere Mittelabflüsse. Allerdings hemmen die Unternehmer in diesem Zuge auch ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit. Ebenso geht mit diesem Vorgehen eine Verringerung des Unternehmenswerts einher, der zugleich erfahrungsgemäß als Altersversorgung  bei KMU dient.

Zurückzuführen ist die abnehmende Investitionsneigung der älteren Inhaber darauf, dass sie mit geringeren Planungszeiträumen kalkulieren, die wiederum durch die nahe Zukunft zum potenziellen Renteneintritt in Zusammenhang stehen.

Durch die geringe Investitionshöhe wird versucht, geringe Amortisationszeiten zu erreichen, damit überschaubare Risiken bis zum Renteneintritt entstehen. Andernfalls bedarf es höherer Kapitalrückflüsse, um geringe Amortisationszeiten zu erreichen, was wiederum zu geringen Renditen führen kann. Ein weiterer Grund liegt in den mehrheitlich pessimistischen Zukunftsaussichten der älteren Inhaber, sodass Erweiterungsinvestitionen, zumal diese risikobehafteter sind, zurückgefahren werden.

Allerdings darf bei dieser Betrachtung nicht vernachlässigt werde, dass sobald Investitionen getätigt werden, diese nicht verhältnismäßig geringer ausfallen, vielmehr fehlt es an der Anzahl von älteren Inhabern, die überhaupt investieren. 

Tipp der KANZLEI NICKERT:

Planen Sie rechtzeitig die Unternehmensnachfolge, deren Ablauf sowie das weitere Vorgehen und bringen Sie die Nachfolge in Einklang mit den persönlichen Zielen.

Eine frühzeitige Nachfolgeregelung ermöglicht, dass ein langfristiges Denken weitergeführt werden kann und somit auch größere und weitsichtige Investitionen wieder rentabel werden.

Erweiterungsinvestitionen erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens und somit den Unternehmenswert. Dies kommt einem möglichen Unternehmensverkauf zum Rentenalter zu Gute.

Weitere Blogs und Whitepaper der KANZLEI NICKERT zum Thema:

Generation Y und die Berücksichtigung im Personalmanagement: http://kanzlei-nickert.de/blogs/tax-law-blog/personal/item/1760-generation-y-und-die-beruecksichtigung-im-personalmanagement.html

Whitepaper Generation Y: http://kanzlei-nickert.de/mandanteninformation/downloads/personal/item/download/816_b66bc606d04bcf87f7bf585ab9488218.html

Magazin: Der Zeitplan für Ihre Unternehmensnachfolge: http://kanzlei-nickert.de/blogs/tax-law-blog/recht/item/642-der-zeitplan-fuer-ihre-unternehmensnachfolge.html

[Benjamin Schilling]

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