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Freitag, 08 August 2014 14:07

Forschung & Entwicklung

Innovationen sind der Motor und auch oft der Erfolgsgarant von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Von der Idee bis zur Umsetzung ist es ein langer Weg. Innovative Unternehmen überlassen hier nichts dem Zufall. Innovationen sind hier nicht zufällige Eingebungen, sondern das Ergebnis eines strukturierten Prozesses.

Gerade industrielle Unternehmen unterliegen einem hohen Innovationsdruck, um die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu sichern.
Ein strukturierter Innovationsprozess untergliedert sich in mehrere Phasen.

Phase 1: Initiierung

Unternehmen initiieren Innovationen häufig durch die Wahrnehmung eines Problems oder aber auch einer Chance. Aber auch interne Auslöser aus der Unternehmenstätigkeit bieten Anstoß für Innovationen. Unabhängig vom Auslöser steht zu Beginn eine systematisch durchgeführte Situationsanalyse (SWOT-Analyse). Hier sind zunächst Suchfelder abzustecken. Diese können eine marktorientierte, kundennutzenorientierte oder kompetenzorientierte Ausrichtung haben.

Phase 2: Ideengewinnung

Die Phase der Ideengewinnung ist entscheidende Grundlage für den weiteren Prozess. Die Qualität, aber auch die Quantität der Ideen hat auf den späteren Erfolg einen maßgebenden Einfluss. Nach einer Kienbaum-Studie gaben Unternehmen an, dass aus 1900 fixierten Erstideen letztlich 11 wirklich erfolgreiche Produkte wurden. Für die Ideenfindung gibt es viele Kreativitätstechniken, aber auch die Möglichkeiten von Marktbeobachtungen oder auch die Miteinbeziehung von Kunden.

Phase 3: Ideenauswahl und -bewertung

Die Bewertung der einzelnen Innovationsideen kann auf mehreren Wegen erfolgen. Über Punktebewertungen bis zu Portfoliobewertungen (Neuigkeitsgrad, Wirkung, Nutzen) sind verschiedene Bewertungsschemata möglich. In die Bewertung können auch strategierelevante Faktoren wie Unternehmensziele, Kernkompetenzen etc. mit einfließen.

Phase 4: Grobkonzept

Im Grobkonzept werden die wesentlichen Punkte zusammengestellt. Mit Hilfe des Grobkonzepts soll das Innovationspotential der Idee quantifiziert werden. Der Aufwand für die Konzepterstellung hängt stark von der Innovationsart ab. Das Grobkonzept sollte die Markt- und Kundenorientierung im Auge behalten. Viele Innovationen scheitern daran, dass sie schlicht an den Kundenbedürfnissen vorbei entwickelt werden. Daneben muss auch die bereits bestehende Wettbewerbssituation analysiert werden.

Phase 5: Umsetzungskonzept

Nun gilt es, die Umsetzung des Innovationsprojekts vorzubereiten. Die weiteren Schritte und die Lösungen sind detailliert darzustellen. In dieser Phase gewinnt die Projektplanung immer größere Bedeutung. Häufig sind Innovationsprojekte bereichsübergreifend. Aufgaben und Schnittstellen sind genau zu definieren. Ebenso Milestones für den Projektfortschritt. Schließlich geht es auch darum, eine Entscheidungsgrundlage dafür zu schaffen, aus einem Projekt rechtzeitig wieder auszusteigen. Ein Businessplan ist Grundlage für Investitionsentscheidungen und Finanzierungsfragen. Hierzu gehört auch ein konkreter Umsetzungsplan für die Einführung der Innovation.

Phase 6: Realisierung und Markteinführung

In der letzten Phase zeigt sich, wie gut der Innovationsprozess vorbereitet und bewältigt wurde. Entweder ist Ergebnis des Innovationsprozesses die betriebliche Realisierung oder aber die Markteinführung. Nach erfolgreicher Einführung ist die Innovation dann auf Multiplikation zu hinterfragen. Die gewonnenen Erkenntnisse können auf die Verwertung in anderen bestehenden oder neuen Bereichen hin überprüft werden.

[Matthias Kühne]

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