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Dienstag, 05 August 2014 15:05

Personalanalyse

Um Schwächen und Stärken der Mitarbeiter richtig einschätzen aber auch um Maßnahmen zur Motivationserhöhung planen zu können, ist eine Personalanalyse unerlässlich. Diese führt unweigerlich zu nüchternen Ergebnissen. Sie dient als objektive Entscheidungsgrundlage zur weiteren Personalentwicklung.

So sichern Sie sich langfristig Ihre Fachkräfte und erhöhen die Produktivität. Durch gezielte Analyseverfahren und Mitarbeiter-Checks wird dabei die Mitarbeiterstruktur genau unter die Lupe genommen.

Analyse des IST-Zustandes

Um weitere Maßnahme ableiten zu können, sollte erst einmal eine IST-Analyse durchgeführt werden, und zwar bzgl.:

• Anzahl der Beschäftigten in den einzelnen Abteilungen / Bereichen, aufgeschlüsselt nach           Qualifikationen, Aufgaben, Entlohnung und Alter
• Arbeitszeiten und Flexibilität des Zeitmodelle
• Lohn- und Gehaltspolitik
• Betriebszugehörigkeit
• Fluktuation und Gründe für das Ausscheiden
• Durchschnittskrankenstand und Arbeitsunfälle
• Anzahl der Überstunden

Nach der ausführlichen Analyse mit Hilfe von technischen Mitteln kann beurteilt werden, ob das Personal ausreichend qualifiziert und motiviert ist. Weitere Maßnahmen sind planbar und die zukünftigen Personalaufwendungen berechenbar.

Mitarbeiterzufriedenheitsbefragung

Um ergänzend die ^^Mitarbeiterzufriedenheit festzustellen, bietet sich eine Mitarbeiterbefragung an: entweder in direkten Gesprächen oder durch eine anonyme Befragung.

Analyse von Schlüsselpersonen

Hier werden bestimmte Personen oder Personenkreise herausgenommen und besonders analysiert. Dabei sollten folgende Dinge gefragt werden:

• Wie hoch ist die Abhängigkeit von dieser Person?
• Wie schnell kann man adäquaten Ersatz finden?
• Welche Laufbahn hat die Person im Unternehmen eingeschlagen und gibt es ausreichend       Raum für eine weitere persönliche Entfaltung?
• Wie sieht die Förderung und die Bindung der Person an das Unternehmen aus?
• Wie sieht die Entlohnung aus?

Betriebliche Kennzahlen

Zudem gibt es diverse betriebliche Kennzahlen aus der BWL, mit denen Erfolge und Kosten gemessen werden können.

Demografischer Personalcheck / Personalbedarfsplanung

Fach- und Führungskräftemangel machen einen demographischen Personalcheck notwendig. Hier werden Punkte, wie die Entwicklung des Arbeitsmarkte (Tarifpolitik, Ausbildungsniveau, etc.), Schlüsselpositionen im Unternehmen, die Produktionskapazität, der geplante Umsatz und die Produktivität näher betrachtet.

Je Abteilung/Unternehmensbereich werden die Mitarbeiter nach Alter und Geschlecht aufgeteilt. Hier stellen sich „Gefahren" für den Unternehmer heraus, wenn z. B. in den nächsten 5 Jahren in einer Abteilung mit 10 Mitarbeitern junge Frauen im Alter von 25 bis 35 Jahren und gleichzeitig Arbeitnehmer ab 55 Jahren arbeiten. Dies wird in der nahen Zukunft zu evtl. Schwangerschaften und Renteneintritten führen.

Technisch lassen sich die dargelegten Zahlen in demografischen Pyramiden oder Säulendiagrammen darstellen.

Bestimmungsgleichung des Personalbedarfs

Es gibt eine einfache Formel, um den Personalbedarf zu ermitteln:

Personalbedarf = Anzahl der Arbeitnehmer (Menge)
Arbeitsproduktivität

Hieraus lässt sich ein Personaleinsatzplan ableiten.

Personalmarketing als Folge

Ziel des sog. Employer-Branding ist es, ein Wunscharbeitgeber zu sein/werden, eine kreative Arbeitsatmosphäre zu schaffen und das Personal an das Unternehmen zu binden. Beispiele hierfür sind:

• Veröffentlichungen, Vorträge
• Professioneller Rekrutierungsprozess
• Sponsoring von Diplomanden, Ausbauen von Hochschulkontakten
• Attraktive Prämie im betrieblichen Vorschlagswesen
• Individuelle Entwicklungspläne
• Sabbaticals / attraktive Arbeitszeitmodelle
• Attraktive Vergütungssysteme bzw. -anreize schaffen
• Engagement in der Region
• Partizipation der Arbeitnehmer

[Johanna Helmer]

HINWEIS

Falls Sie über den Beitrag hinausgehende Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Allerdings weisen wir Sie darauf hin, dass wir diese individuelle Leistung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz auch abrechnen.

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