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Donnerstag, 28 November 2013 07:16

Magazin: Attraktivität als Arbeitgeber

Der Fachkräftemangel ist mittlerweile im verarbeiteten Gewerbe angekommen. Immer mehr Unternehmen klagen über immer größere Schwierigkeiten, gut ausgebildete Fachkräfte anziehen zu können. Der Markt hat sich hin zu einem Arbeitnehmermarkt gewendet.

Mittlerweile müssen sich Unternehmen schon fast bei ihren zukünftigen Mitarbeitern bewerben. Da wir erst am Anfang dieser Entwicklungen stehen, werden Unternehmen in der Zukunft nur dann erfolgreich arbeiten können, wenn sie es schaffen, sich attraktiv für gut ausgebildete Fachkräfte zu machen.

In Umfragen zur Attraktivität von Arbeitgebern tauchen immer wieder starke Marken- und Unternehmen auf. So gehören z. B. Apple und Google zu den attraktivsten Arbeitgebern weltweit. Gerade im Bereich der KMU besteht die Problematik, dass diese nicht auf eine entsprechende Bekanntheit verfügen. Deshalb ist es gerade Aufgabe dieser Unternehmen, ein zielgerichtetes Marketing für potenzielle Mitarbeiter aufzubauen.

Dies setzt zum einen voraus, dass es ein Unternehmen schafft, wenn auch regional begrenzt, eine Marke aufzubauen.

In einer Umfrage unter Studierenden gaben 93 % der Studenten an, sich vorstellen zu können, für ein klein- oder mittelständisches Unternehmen zu arbeiten, aber knapp jeder zweite Studierende scheiterte daran, dass ihm keine geeignete Adresse einfiel.

Gleichzeitig ist zu beachten, dass die Vergütung allein bei der Wahl des Arbeitgebers nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Nach einer Absolventenstudie unter 400 Absolventen sind für 68% der Studierenden die persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten, die ein potenzieller Arbeitgeber bietet, das wichtigste Entscheidungskriterium. 51% legen bei der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers Wert auf eine kollegiale Arbeitsatmosphäre, 43% ist ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit wichtig. Die Vergütung erfolgt erst auf vierter Stelle mit 31%.

Die Auswahlkriterien bieten KMU durchaus die Chance, sich gegen große Konzerne beim Recruiting von Fachkräften durchzusetzen. Die bloße Wirtschaftsmacht ist nicht mehr ausreichend. Interessante Karrierepfade, aktive Förderung von Mitarbeitern, die Möglichkeit auf Fortbildung und die Flexibilität der Arbeitszeiten spielt für Mitarbeiter eine wichtige Rolle.

Die Unternehmen haben deshalb zunächst eine Unternehmenskultur zu schaffen, die diesen Anforderungen genügt. Kleine Unternehmen können auf diese Anforderungen flexibler reagieren.

Die Umsetzung dieser Anforderung für sich genommen reicht jedoch nicht aus. Sie muss auch bekannt gemacht werden.

Das Internet ist dabei das wichtigste Informationsmedium für Absolventen. Die Homepage ist Präsentationsplattform eines Unternehmens. Doch während die Zielrichtung klassischer Homepages immer noch auf der Darstellung des Unternehmens und dessen Dienstleistungen liegt, ist der Absolvent und zukünftige Arbeitnehmer noch zu wenig im Fokus.

Will ein Unternehmen Fachkräfte gewinnen, müssen auf der Homepage genau die für den Arbeitnehmer für die Berufswahl entscheidungserheblichen Punkte angesprochen werden. So z. B. die Ziele und Werte des Unternehmens, Karrieremöglichkeiten, Erfahrungsberichte von Arbeitnehmern, Arbeitszeitmodelle. All das ist für den potentiellen neuen Mitarbeiter weit wichtiger als die Darstellung klassischer Dienstleistungen.

Neben der klassischen Homepage spielen die Social Media eine immer wichtigere Rolle.

Ebenso besteht die Möglichkeit, durch Kooperationen mit Hochschulen aktiv Kontakt zu Hochschulabsolventen zu erlangen. Mit der Betreuung von Bachelor- und Maserarbeiten und auch über Werkstudententätigkeiten lässt sich früh ein Kontakt zu potenziellen Fachkräften herstellen.

Abschließend ist zu sagen, dass im Bereich der KMU die Fähigkeit, Fachkräfte für ein Unternehmen zu begeistern und langfristig zu binden, ein immer wichtiger werdender Erfolgsfaktor werden wird. Die Unternehmen, die zielgerichtet ein attraktives Umfeld schaffen und dies auch durch ein aktives Arbeitgebermarketing nach außen tragen, werden sich hier gegenüber dem Mitbewerb durchsetzen.

[Matthias Kühne]

 

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