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Donnerstag, 07 März 2013 07:48

Neue Paradigmen in der Unternehmensplanung

Die in der Praxis bei vielen Unternehmen eingesetzten Lösungen/Werkzeuge für den Planungs- und Budgetierungsprozess stehen vor einem grundlegenden Wandel. Die zu starke Fokussierung auf die gegenwärtige Geschäftsperiode sowie eine oftmals zu stark ausgeprägte Vergangenheits- statt Zukunftsorientierung stellen eine wesentliche Ursache für den Wandel dar.

Auf der Controlling-Seite CONTROLLING-Portal.de ((http://www.controllingportal.de/)) befindet sich zu der aktuellen Situation sowie zu den Aussichten im Bereich der Unternehmensplanung ein Bericht. Die nachfolgend aufgeführten Informationen beinhalten einige Punkte des veröffentlichten Berichts.

Planungen sind oftmals schnell überholt

Die heutzutage vorherrschende wirtschaftliche Dynamik überholt eine erstellte Planung in vielen Fällen relativ schnell, d.h. die erst erstellte Planung müsste eigentlich schon wieder an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Plötzlich ändern sich unter Umständen die Parameter, deren Auswirkungen auf das Jahresergebnis in einem ersten Moment völlig unbekannt oder nicht exakt greifbar sind.

Unternehmensplanungen gewinnen an Bedeutung

Nach einer kürzlich veröffentlichten Research Note der Analysten von BARC haben Planung, Budgetierung und Forecasting durch die Erfahrungen aus der Finanzkrise mehr Bedeutung bekommen. 69 % der Befragten messen dem Planungsprozess in Unternehmen die höchste Priorität bei. 49 % der Befragten ändern ihre Planung mindestens halbjährlich.

Unternehmensplanung muss als wesentliches Steuerungsinstrument gesehen werden

Ein wesentlicher Schritt der zukünftig bei vielen Unternehmen noch erfolgen muss, liegt in der Entwicklung eines ordentlichen Steuerungsinstruments (Unternehmensplanung) für das Unternehmen und die Ablösung der reinen Sichtweise auf die Pflichtübung zur Erstellung einer rein operativen (kurzfristigen) Planung. Dabei kann gerade eine Optimierung im Software-Bereich in kurzer Zeit zu einer erheblichen Verbesserung und Erleichterung im Unternehmen führen.

Den Unternehmen wird die Transparenz immer wichtiger

Laut den Marktforschern von BARC erkennen die Unternehmen aufgrund der gemachten Erfahrungen immer mehr, dass die Transparenz über das Geschehen im Unternehmen wichtig ist und deshalb ist die höhere Priorisierung der Planung und deren Nachverfolgung in der Ist-Situation eine logische Folgerung.

Flexible Softwarelösungen sind extrem wichtig

Durch die vorhandene Komplexität und durch die vorherrschende Dynamik an den Märkten wird es immer wichtiger, dass die Planungsinstrumente und -auswertungen flexibel sind. Die Flexibilität bezieht sich dabei nicht nur auf die Erfassung der Eingabedaten, sondern gerade auch auf die Ausgabedaten. Mit einem stabilen Planungs- und Überwachungsprozess wird die Qualität i.d.R. im Zeitverlauf immer besser und die Unternehmen sehen Probleme schneller und können deshalb auch schneller reagieren. Die Stellschrauben an denen gedreht werden muss sind bekannt und durch die intensive Befassung können Maßnahmen im Normalfall schneller eingeleitet werden.

Zeitnahes Gegensteuern wird möglich

Je näher die Unternehmenssteuerung und –überwachung an der Zukunft dran ist, desto besser kann das Unternehmen gelenkt werden. Eine Fokussierung auf die wesentlichen Kosten- und Erfolgsgrößen bei gleichzeitigem Verzicht bzw. Reduzierung auf die Berücksichtigung von Positionen mit untergeordneter Bedeutung, wäre ein erster und wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die regelmäßig unterjährige Berichterstattung gibt dem gesamten Planungsprozess mehr Sicherheit.

Von reinen Excel-Lösungen wird abgeraten

Nach der aktuellen Research Note sind Unternehmen, die ihre Planung mit Excel durchführen, deutlich unzufriedener als Unternehmen, die mit speziellen Planungswerkzeugen (Softwarelösungen) arbeiten. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die fehlende Konsistenz in der Datenbasis durch viele Excel-Dateien sowie die hohe Fehleranfälligkeit sind wesentliche Nachteile.

TIPPS DER KANZLEI NICKERT:

  • Durch den Einsatz einer Unternehmensplanungssoftware wird i.d.R. die Qualität einer Unternehmensplanung erhöht, da viele Fehler durch die Programmunterstützung gar nicht erst passieren können.
  • Eine Unternehmensplanung sollte immer integriert erfolgen, d.h. die Bilanz-, Gewinn- und Verlustrechnung- sowie die Cashflow-Planung sollten aufeinander abgestimmt sein.
  • Bei der Erstellung einer Unternehmensplanung setzt sich der Unternehmer bzw. die Unternehmensführung intensiv mit dem Unternehmen und im Speziellen mit seinen Werttreibern auseinander. Dadurch kann das Unternehmen in der Zukunft besser überwacht und gesteuert werden
  • Die Abbildung von Planzahlen als Szenarien oder noch besser als Bandbreiten, welche beispielsweise durch den Einsatz von Monte-Carlo-Simulationen abgebildet werden können, sind einwertigen Planungsrechnungen weit überlegen. Lieber liegt der Planer bei der Planungsrechnung gegenüber der späteren Ist-Situation grob richtig, als bei einwertigen Planungen exakt falsch. Denn eine Planung kann in der Ist-Situation in den seltensten Fällen genau getroffen werden.
  • Die Dokumentation der Planungsprämissen ist extrem wichtig, da nur durch eine ordentliche Dokumentation auch eine gute Grundlage für spätere Abweichungsanalysen vorliegt.
  • Die Zukunft ist wichtig für das Unternehmen. Deshalb sollte der Unternehmer bzw. die Unternehmensführung sich umfangreich und ausreichend mit ihr befassen. Die Ausrichtung des Unternehmens am Markt und die Ausrichtung/Positionierung auf den Märkten von morgen ist wichtig. Eine zu späte Reaktion auf Veränderungen kann schlimme Folgen haben.


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Autoreninfo

Sebastian BroßSebastian Broß

Steuerberater, Diplom-Betriebswirt (FH), *CVA (Certified Valuation Analyst), IACVA, Teamleiter BWL

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