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Montag, 10 Dezember 2012 10:41

Planung in Szenarien oder Korridoren: So werden Unsicherheiten im Unternehmen bewusst berücksichtigt

Durch die Berücksichtigung von Unsicherheiten in der Unternehmensplanung werden die Ergebnisse belastbarer und aussagekräftiger. Durch die Abbildung von Risiken anhand einer Planung mit Szenarien oder mit Bandbreiten, wie z. B. durch den Einsatz einer Monte-Carlo-Simulation, werden die Auswirkungen deutlicher und die Darstellung insgesamt transparenter.

In der gängigen Praxis werden überwiegend einwertige Unternehmensplanungen erstellt. Z. B. sind Ausformulierungen wie: „Für das nächste Jahr rechnen wir mit einer Umsatzsteigerung von 5% und die EBIT-Marge wird bei 8,5% liegen“ vorzufinden. Es könnte aber aufgrund der in diesem fiktiven Fall unterstellten Annahmen auch so formuliert werden: „Aufgrund der bereits beauftragten Projekte, der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der in Ausschreibung befindlichen Projekte rechnen wir mit einer Umsatzsteigerung von 3 bis 6% und einer EBIT-Marge von 7 bis 9%.“ Diesen Annahmen liegen zum einen die Zukunftserwartungen zugrunde und zum anderen die Erkenntnisse aus der Vergangenheit.

In der Planung kann durch die Berücksichtigung der Unsicherheit insgesamt die Risikosituation des Unternehmens besser berücksichtigt werden. Für die Berücksichtigung der Unsicherheit in der Unternehmensplanung müssten die Unternehmen, die noch nicht mit Szenarien oder Bandbreiten arbeiten, den Planungsprozess und die Auswertungen anpassen.

Zukünftig werden sich unserer Meinung nach Planungen mit Szenarien und Bandbreiten immer mehr durchsetzen. In diesem Zusammenhang ist die Belastbarkeit der Annahmen von entscheidender Bedeutung. Wenn die Annahmen, die der Unternehmensplanung zugrunde liegen, die Belastbarkeit der Ergebnisse erhöhen, wird eine enorme Qualitätssteigerung erreicht.

Es gibt dann nicht mehr den „einen“ richtigen Wert, sondern 2, 3 Szenarien oder sogar Bandbreiten mit hunderten bzw. tausenden von Werten.

In vielen Bereichen arbeiten wir mit Bandbreiten (Wettervorhersage, Entwicklung der Gesamtwirtschaft, Platzierungen im Sport etc.) und im Bereich der Unternehmensplanung wird oftmals davon ausgegangen, dass der exakte Planwert (z. B. das Unternehmensergebnis) eindeutig geplant werden kann – was in der Realität nahezu unmöglich ist.

Das Motto sollte deshalb auch im Bereich der Unternehmensplanung lauten: „Lieber grob richtig als exakt falsch“.

Autoreninfo

Sebastian BroßSebastian Broß

Steuerberater, Diplom-Betriebswirt (FH), *CVA (Certified Valuation Analyst), IACVA, Teamleiter BWL

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