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Donnerstag, 28 April 2011 12:03

Stippig: Sanierung über Insolvenzplanverfahren angepeilt

Pressemitteilung vom 28.04.2011

Am 27.4.2011 fand vor dem Amtsgericht Offenburg - Insolvenzgericht - im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Stippig Systemlogistik OHG der Termin zur Gläubigerversammlung statt.

In diesem Termin hat der Insolvenzverwalter Cornelius Nickert zunächst in einem mündlichen Bericht die Gläubiger über den derzeitigen Verfahrensstand informiert.

Cornelius Nickert teilte insbesondere mit, dass der Geschäftsbetrieb während des gesamten Verfahrens in ungeschmälertem Umfang fortgeführt wurde. Arbeitsverhältnisse wurden vom Insolvenzverwalter nicht gekündigt. Derzeit sind im Unternehmen 74 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Focus der bisherigen Tätigkeit lag vor allen Dingen darin, den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Hierzu hat die KANZLEI NICKERT eine kurzfristige Unternehmensplanung erstellt. Die Geschäftsfortführung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Unternehmen. Sämtliche im Zuge der Betriebsfortführung in Anspruch genommenen Leistungen wurden von Seiten der Insolvenzmasse erfüllt. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter für das vorläufige Insolvenzverfahren konnten bereits im Wege der sog. Insolvenzgeldvorfinanzierung ausbezahlt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der Tätigkeit lag in der Aufarbeitung einzelner Sachverhalte, insbesondere von sog. Insolvenzanfechtungsansprüchen. Die Stippig Systemlogistik OHG befand sich schon seit längerer Zeit vor der Insolvenz in erheblichen Liquiditätsschwierigkeiten. In Kenntnis dieser Schwierigkeiten hatten Gläubiger Zahlungen erhalten, die nunmehr über die Insolvenzanfechtung zurückgefordert werden können. Hierbei handelt es sich vornehmlich um institutionelle Gläubiger wie Finanzamt und Sozialkassen.

Zur weiteren Fortführung des Unternehmens hat die KANZLEI NICKERT eine weitergehende Unternehmensplanung bis zum 31.12.2011 erstellt. Ebenso wurden die Schwachstellen des Unternehmens umfassend analysiert mit dem Ergebnis, dass die Stippig Systemlogistik OHG, vorbehaltlich der Umsetzung gewonnener Erkenntnisse, sanierungsfähig ist.

Cornelius Nickert unterbreitete der Gläubigerversammlung deshalb den Vorschlag, das Unternehmen im Wege eines Insolvenzplanverfahrens zu sanieren. Dieser Vorschlag wurde von allen anwesenden Gläubigern ausdrücklich unterstützt. Die anwesenden Gläubiger beauftragten Cornelius Nickert, bis Ende August 2011 der Gläubigerversammlung einen Insolvenzplan zur Abstimmung vorzulegen.

Die Gesellschafter der Stippig OHG bekräftigten dieses Vorhaben. Ebenso haben die beiden Großkunden die Bereitschaft bekundet, das Unternehmen auch in Zukunft zu unterstützen.

Für die Gläubiger bedeutet der Insolvenzplan nach heutiger Prognose eine signifikante Steigerung der Quotenerwartung. Dies hängt allerdings davon ab, dass der Geschäftsbetrieb weiter fortgeführt wird und die offenen Debitorenforderungen und die ausgewiesenen Anfechtungsansprüche erfolgreich eingezogen werden können.

Bislang haben über 100 Gläubiger Forderungen zur Insolvenztabelle angemeldet. Die derzeit zur Insolvenztabelle angemeldeten Forderungen belaufen sich auf ein Gesamtvolumen von über 2 Millionen €. Derzeit gehen noch täglich Forderungsanmeldungen ein, sodass das Volumen der Gesamtverbindlichkeiten, die im Insolvenzverfahren teilnehmen werden, derzeit noch nicht abschließend geklärt werden kann.

Für den Fall, dass die Gläubigerversammlung einem Insolvenzplan zustimmt, könnten die Gläubiger noch in diesem Jahr mit einer Quotenausschüttung rechnen. Das Verfahren könnte dann auch im Jahr 2011 abgeschlossen werden. Die abschließende Entscheidung über die Annahme des Insolvenzplans wird nicht vor August 2011 fallen.

Über den weiteren Fortgang, insbesondere über das Zustandekommen eines Insolvenzplanes, werden wir Sie über weitere Presseerklärungen informieren.

 

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