Kanzlei Nickert //images.kanzleinickert.de/nickert-logo-fb.jpg KANZLEI NICKERT | Rechtsanwälte und Steuerberater, Offenburg, kompetent in Rechts-, Steuerberatung, Finanz-, Lohnbuchhaltung, spezialisiert auf Branchen Bau, Handel und Industrie. info@kanzlei-nickert.de
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BERATER Blog

Aufgrund unserer interdisziplinären Ausrichtung und der hohen Spezialisierung unterstützen wir auch Rechtsanwälte, Steuerberater und Unternehmensberater – unter Gewährung von Mandatsschutz – in Spezialfragen. Im Berater Blog stellen wir regelmäßig neue Urteile und Wissenswertes rund um Wirtschaftsrecht, Sanierung, Haftungsfragen, Unternehmensbewertung etc. zur Verfügung.

Der BGH hat mit Urteil vom 15.11.2012 entschieden, dass der Steuerberater als nahestehende Person i.S.d. § 138 InsO angesehen werden kann. Die Konsequenz dieser Annahme ist, dass beim Steuerberater die Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit im Dreimonatszeitraum angenommen werden kann.

Der BGH hat mit Urteil vom 15.11.2012 (Aktenzeichen IX ZR 205/11) entschieden, dass im Rahmen der insolvenzrechtlichen Anfechtung auch der Steuerberater als nahestehende Person i.S.d. § 138 Abs. 2 InsO anzusehen sein kann, wenn ihm als freiberuflicher oder gewerblicher Dienstleister alle über die wirtschaftliche Lage des Auftraggebers erheblichen Daten üblicherweise im normalen Geschäftsgang zufließen. In diesem Fall, so der BGH, verfüge der Steuerberater über einen Wissensvorsprung, den sonst nur ein mit der Aufgabe befassender leitender Angestellter der Schuldnerin hätte.

Nun ist es amtlich. Die Dauerhafte „Entstrickung“ des Überschuldungsbegriffs, die schon lange von Seiten der Praxis gefordert wurde, ist nun von Seiten des Gesetzgebers umgesetzt (Pressemitteilung des Bundesjustizministeriums).

Zum Hintergrund

Aufgrund der Finanzmarktkrise hat der Gesetzgeber im Oktober 2008 beschlossen, den durch die Insolvenzordnung eingeführten Überschuldungsbegriff zeitlich begrenzt auszusetzen.

Das IDW hat sich aktuell zu der Frage der Kapitalisierungszinsen im Rahmen der Unternehmensbewertung geäußert. In den Fachnachrichten 2012 Nr. 10 Seite 568 f skizziert das IDW die aufgrund der Finanzmarktkrise zu berücksichtigenden Änderungen der Kapitalisierungszinssätze.

Im Rahmen unserer Seminare werden wir regelmäßig gefragt, ob Steuerberater Ihre Mandanten in Bankgesprächen begleiten sollen. Teilweise wird angeführt, dies könne zu unübersehbaren haftungsrechtlichen Konsequenzen führen. Daher meiden manche Steuerberater das Bankgespräch wie "der Teufel das Weihwasser".

 

 

 

Muss ein Steuerberater explizit die Geschäftsleitung auf gestaltungsabhängige Steuerrisiken hinweisen oder wird er seiner Hinweispflicht auch durch eine Information gegenüber den Angestellten seines Auftraggebers gerecht?

Der BGH hatte in seinem Urteil vom 19.6.2012 (Az: II ZR 243/11) die Frage zu entscheiden, welche Pflichten den Geschäftsführer bei der Überwachung der wirtschaftlichen Verhältnisse treffen.

In unserem Whitepaper „Schutzschirmverfahren" finden Sie einen ausführlichen Überblick zum neu durch das ESUG geschaffenen Schutzschirmverfahren. Wir stellen in diesem Whitepaper den typischen Ablauf eines Schutzschirmverfahrens Schritt für Schritt dar.

HINWEIS

Falls Sie über den Beitrag hinausgehende Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Allerdings weisen wir Sie darauf hin, dass wir diese individuelle Leistung nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz auch abrechnen.

Alle Angaben sind sorgfältig geprüft. Durch Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verordnungen sowie Zeitablauf ergeben sich zwangsläufig Änderungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts keine Haftung übernehmen.

 

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