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Montag, 16 April 2012 15:03

Magazin: Wirtschaftsauskünfte – Was steckt dahinter?

Unter „Beratung für Berater“ finden Sie unser Beratungsangebot speziell für Steuerberater.

Wirtschaftsauskünfte entwickeln sich immer mehr zu einem wichtigen Einflussfaktor im Wirtschaftsleben. Während die einen Wirtschaftsauskünfte und deren Informationen immer noch als unzuverlässig abtun, schätzen sie andere als Erkenntnisquelle umfassender Information. Fakt ist, dass die Wirtschaftsauskünfte und deren Einfluss nicht mehr wegzudenken und auch nicht mehr wegzudiskutieren sind.

„Leider können wir Ihnen keine Lieferungen mehr auf Zahlungsziel gewähren. Unsere Warenkreditversicherung ist nicht mehr bereit, Sie zu versichern. Wir werden Sie ab morgen nur noch gegen Vorauskasse beliefern.“

Ein solches Telefonat ist ein Albtraumszenario eines jeden Unternehmens. Lieferantenkredite sind neben den üblichen Bankfinanzierungen ein gängiges Finanzierungsinstrument der Unternehmen. Fällt diese Möglichkeit von heute auf morgen weg, stehen viele Unternehmen vor einem erheblichen Liquiditätsproblem, das im schlechtesten Fall zur Insolvenz eines Unternehmens führen kann. Was war passiert?

In der Vergangenheit hatte sich das Zahlungsverhalten verschlechtert. Das Unternehmen war jedoch nicht in akuten Schwierigkeiten. Allerdings waren seit längerem einige Lieferantenverbindlichkeiten offen, die jedoch zwischen den Beteiligten streitig waren. Zur Durchsetzung war bereits ein Inkassounternehmen beauftragt. Die Aufforderungsschreiben hatte das Unternehmen aber stets ignoriert. Dies hatte das Inkassounternehmen der Wirtschaftsauskunft gemeldet. Diese wiederum nahm die Melderungen zum Anlass, die Bonität erheblich herabzustufen. Die Warenkreditversicherer stuften das Unternehmen als nicht mehr versicherbar herab.

Dieses Beispiel zeigt den Einfluss von Wirtschaftsauskünften auf das heutige Geschäftsleben. Es zeigt auch, dass die Wirtschaftsauskünfte nicht mehr einfach ignoriert werden können.

Nutzen Sie die Möglichkeit zur aktiven Einflussnahme

Häufig wissen Unternehmen gar nicht, wie Sie im Bonitätsindex eingestuft sind und welche Informationen letztlich gespeichert sind. Eine Selbstauskunft kann Klarheit schaffen. Fehler sollten selbstverständlich sofort angesprochen werden. Es besteht die Möglichkeit, durch eine aktive Informationspolitik den Bonitätsindex positiv zu beeinflussen. Beispiele:

  • Einreichung von aussagekräftigen Unterlagen wie z.B. einer Unternehmensplanung
  • Hinweis auf streitige Sachverhalte als Erklärung für schleppendes Zahlverhalten


Die Praxis zeigt, dass Informationen durch die Wirtschaftsauskünfte letztlich auch gegen den Willen der Betroffenen gesammelt werden. Wenn Auskunftsgeber aber immer nur Dritte sind, besteht die Gefahr, dass  überwiegend negative Informationen gesammelt werden. Durch eine aktive Informationspolitik mit den Wirtschaftsauskünften hat jedes Unternehmen die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen.

Sichern auch Sie sich ab


Gerade bei der Aufnahme neuer Geschäftsbeziehungen ist das Einholen einer Wirtschaftsauskunft zu empfehlen. Sie bietet, neben anderen Informationen, die Möglichkeit, die Bonität und damit auch das Risiko einzuschätzen. Die Wirtschaftsauskunft kann zumindest ein Anstoß sein, die Bonität des Vertragspartners im Detail zu prüfen. Damit schützen Sie sich und Ihr Unternehmen vor negativen Überraschungen.

 

Fakt ist, dass die Wirtschaftsauskünfte und deren Einfluss nicht mehr wegzudenken und auch nicht mehr wegzudiskutieren sind.

 

Der Einfluss der Wirtschaftsauskünfte hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Eine schlechte Bonitätseinstufung hat für Unternehmen in vielen Fällen empfindliche Folgen. Trotz des erhöhten Einflusses der Wirtschaftsauskünfte werden diese von Unternehmensseite teilweise ignoriert. Damit verpassen diese Unternehmen die Chance, positiv Einfluss auf die eigene Beurteilung zu nehmen.

Autoreninfo

kuma-testMatthias Kühne

Rechtsanwalt, Betriebswirt (IWW), Fachanwalt für Insolvenzrecht, CVA (Certified Valuation Anlalyst EACVA)

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